Archiv für Oktober, 2011

Text zum Finale von Drei Farben: Blau

Veröffentlicht: 18. Oktober 2011 von FrauSchuetze in Film, Freiheit, Links

Hier folgt der Link zum Text beim Finale des Filmes – es ist das Hohelied der Liebe im 1. Korintherbrief.

Was ist Freiheit

Veröffentlicht: 13. Oktober 2011 von tachribri in Film, Freiheit

(Inspiriert durch den Film „Drei Farben: Blau“ und http://www.epos.uni-osnabrueck.de/music/templates/buch.php?id=25)

Bedeutet Freiheit, frei zu sein von allem, was bindet?

Diese Frage wirft sich durch den oben genannten Film auf. Wenn man etwas so Schreckliches erlebt wie die Hauptperson des Filmes, will man, wie sie, erst einmal Abstand gewinnen bzw. alle Erinnerungen an die Person, die man verloren hat, vernichten, um nicht länger gequält zu werden. Dazu müssen auch alle Beziehungen abgebrochen werden, letztlich muss man sein ganzes Leben ändern, sich eine neue Umgebung suchen, um zumindest nicht mehr bei jedem Schritt und Tritt daran denken zu müssen. Vielleicht beschließt man auch, nie wieder Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen – auch sie könnte man doch eines Tages wieder verlieren, und dieses Risiko will man nicht mehr eingehen. Die Frau aus dem Film drückt sich so aus: »Aber jetzt habe ich verstanden, dass ich nur noch eins tun werde: nichts; dass ich keinen Besitz mehr will, keine Erinnerungen, keine Liebe, keine Bindungen, keine Freunde.«

Im Laufe des Films erlebt sie aber, dass Erinnerungen wie das Seil bei einem Bungeesprung sind: Wenn man losspringt (wenn man sich befreien will), spürt man zunächst nichts mehr von dem Seil und erlebt kurzfristig das Gefühl „absoluter Freiheit“ – aber bevor man den Boden erreicht, spannt es sich und man wird von ihm zurückgehalten (die Erinnerungen holen einen irgendwann wieder ein).

Diese Rolle der Erinnerung übernimmt in dem Film die Musik ihres Mannes, die ihr ständig in den Kopf kommt – genauso, wie man sich von einem Ohrwurm nur schwer wieder trennt, sind auch Erinnerungen nur schwer loszubekommen.

Letztlich muss sie einsehen, dass sie nicht ewig davonrennen kann, und sie beginnt, sich wieder neu für ihre Umwelt und menschliche Bindungen zu öffnen, schließlich komponiert sie sogar das Stück zu Ende.

Ich denke, dass das eine sehr gute Metapher ist: Freiheit bedeutet meiner Meinung nach nicht, frei zu sein von jeglicher Bindung und sich von allem loszusagen. Man mag eine Weile lang vermeintlich frei sein, aber irgendwann kommt, wie in dem Film mit der Musik, alles wieder zurück, und man spürt, dass man doch noch immer an dem „Bungeeseil“ der Erinnerungen hängt.

„Die Flucht nach vorn“ ist es also nicht, was frei macht. Ich denke, dass nur der frei ist, der vor nichts mehr davonlaufen muss, der seinen Frieden mit der Vergangenheit und mit seiner Lebenssituation geschlossen hat.

Was denkst du darüber? Was ist Freiheit?

Protokoll, 6.10.2011

Veröffentlicht: 12. Oktober 2011 von mitochondriumatp in Freiheit, Protokolle

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs

Anwesende: 8 Schüler, 1 Lehrerin

Thema: Freiheit des Menschen

Protokollant: J.P.

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