Archiv für Januar, 2012

Neu-Aristoteliker

Veröffentlicht: 25. Januar 2012 von FrauSchuetze in Philosophie

Leider bin noch nicht wieder so gesund, wie ich es gehofft hatte. Daher folgt hier eine Aufgabe für euch. Ihr könnt die Aufgabe gern im Kurs aufteilen, dann müsst ihr jedoch eure Ergebnisse hier ins Weblog schreiben, sodass sie für alle verfügbar sind. (Brauch ich eigentlich nicht zu sagen, ich mach’s trotzdem: bitte nutzt nicht nur Wikipedia als Quelle)

Aufgaben:

Recherchiert nach Amartya Sen und Martha Nussbaum.

Informiert euch über ihre Philosophie (Biographie nur ganz kurz) und erläutert, inwiefern sie die Gedanken von Aristoteles aufgreifen und weiterentwickeln bzw. verändern.

Protokoll 19.01.2012

Veröffentlicht: 21. Januar 2012 von lila03 in Protokolle

Protokoll vom 19.01.12

 

Kurs: Ethik K1, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 9 Schüler, 1 Lehrer

Protokollant: K.S.

Gliederung:

  1. Ziele im Leben
  2. Mesotes- Lehre von Aristoteles
  3. Kardinaltugenden
  4. Ethische Tugenden
  5. Kritik der Aristotelischen Ethik

1.Ziele im Leben:

Materialien:

–          Gummibären Päckchen (je 10 Stück)

–          Blatt ( Ziele im Leben)

Aufgabe: 

  1. Ziele im Leben nach Wichtigkeit nummerieren (z.B. Reichtum, Gesundheit)
  2. Gummibären auf verschiedene Bereiche setzen. Je nachdem wie wichtig einem ein Bereich ist.

2.Mesotes- Lehre von Aristoteles

Motive ethischer Praxis= Glück/ endaimonie

à Glück besteht in sittlicher Lebensführung

Tugend= feste Grundhaltung

–          Weg zum Glück

–          Tätig sein der Seele im Sinne der Vernunft

Mesotes:

–          Sittliche Tüchtigkeit

–          Das Mittlere zwischen zu viel und zu wenigà Harmonie der Seele

–          Ideal

–          Situations- und Personenabhängig

–          Übung

  1. 3.       Kardinaltugenden

 

Material: Blatt (Simon Marmion: Die Kardinaltugenden)

Die Kardinaltugenden                        Symbole der K.t.                                 Bedeutung der Symbole

Gerechtigkeit WaageSchwert AusgewogenheitVerteidigung der Gerechtigkeit
Weisheit BrilleLaternenuhr Errungenschaft der MenschenErrungenschaft der Menschen
Besonnenheit Hammer und Amboss Kraft, Hemmung
Tapferkeit SchildSpiegel Verteidigung, SchutzTodesmut
  1. 4.       Ethische Tugenden   NE 3, 9+ V, 15

 

ß  zu viel                                                                 Tugend                                                            zu wenig à

Todesmut, Tollkühnheit, Übermut

Tapferkeit

Angst, Feigheit
Opportunismus, Stumpfsinnigkeit, Lethargie

Besonnenheit

Zügellosigkeit, Leidenschaft 
Allen alles Recht machen wollen, Unrechterleiden

Gerechtigkeit

Unrecht tun, Egoismus, Nachlässigkeit
Narzissmus, Arroganz

Selbstbewusstsein/ Durchsetzungsvermögen

Schüchternheit, Unsicherheit, fehlendes Selbstvertrauen
Beliebigkeit, Standlosigkeit

Toleranz

Intoleranz
Zu viel Aufopferung, Überbehütet

Solidarität

Egoismus
Zu viel Aufopferung

Nächstenliebe

Egoismus, Menschenverachtung

 

 

 

 

 

Schicksal

Veröffentlicht: 21. Januar 2012 von granum10 in Allgemein

 

In meinem Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage: „Gibt es das Schicksal?“. Ist das Schicksal für Ereignisse im Leben eines Menschen verantwortlich?

Das Schicksal ist eine das Menschenleben leitende „Macht“ und welche nicht selbst vom Menschen beeinflusst werden kann. So bezeichnen viele Menschen Ereignisse, bei denen sie die Ursache nicht kennen, zu dem geben sie dem Schicksal die Schuld. So beruhigen sie ihr Gewissen damit, da das Schicksal von niemandem geändert werden kann und so weisen sie alle Schuld von sich. Dies ist sozusagen der „Trost in der Not“.

Das Schicksal versucht man zum Beispiel durch die Hellseherei, das Kartenlegen oder durch Horoskope zu entziffern. Doch wenn man sein eigenes Schicksal erfahren würde, wäre das Leben dann noch lebenswert? Doch dies ist wiederum eine andere Frage.

Diese Frage, ob es das Schicksal gibt, ist eine sehr spezielle Frage welche natürlich von jedem unterschiedlich beantwortet werden kann. Meiner Meinung nach existiert ein  So erkläre ich mir viele Dinge die ich mir sonst nicht erklären hätte können. Ein Beispiel wäre meine Geburt. Durch das Schicksal kann ich mir erklären warum ich an diesem Tag , in welchem Land, in welcher Familie, usw., geboren wurde. So war es Schicksal in welche Umgebung ich geboren wurde. Außerdem denke ich dass mein Todestag schon von Anfang an bestimmt ist und ich daran nichts ändern kann. Wir alle sind unserem eigenen Schicksal grundlos ausgeliefert.

Paare, die sich beim ersten Augenkontakt sofort ineinander verliebt haben und für immer zusammen geblieben sind werden diese eine Begegnung als ihr Schicksal bezeichnen, dass diese beiden Personen sich gefunden haben. Das Gegenbeispiel wäre, dass wenn sich Personen trennen dies begründen, dass es nicht Schicksal war und so besser mit der Situation klar kommen.  Auch tragische Ereignisse wie der Tod eines geliebten Menschen werden mit dem Schicksal in Verbindung gebracht. So ist alles vom Schicksal vorbestimmt, wie z.B. der Geburtstag, die große Liebe oder auch der Todestag. Niemand hat auf das Schicksal Einfluss und kann sein eigenes Schicksal ändern. Es kommt so wie es vorbestimmt ist.

Auch wenn wir manchmal Denken wir könnten frei handeln, glaube ich das jeder Mensch nur seinem Schicksal unterliegt und alles viele Ereignisse durch dieses vorbestimmt sind. Nur so kann ich mir die meisten Ereignisse erklären.

Doch was ist deine Meinung? Existiert das Schicksal?

Kraft des Feuers

Veröffentlicht: 21. Januar 2012 von mitochondriumatp in Allgemein

© Johannes Peetz

Ich wache auf. Draußen ist es kalt und grau. Noch im Halbschlaf laufe ich ins Wohnzimmer. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen. Es ist ein Wintermorgen. Das Licht ist noch aus. Gerne beginne ich meinen Tag im Dunkeln. Gerade noch erkenne ich die Konturen der Möbel. Mir ist kalt. Ich gehe zum Ofen und entferne die Asche vom Vortag. Dabei freue ich mich schon auf das Knistern, das Knacken des Feuers.

Aus der Kommode, der mittleren Schublade, hole ich einen Grill-Anzünder und Zündhölzer.                                   – Dabei denke ich mir: Haben wir noch genug Anzünder und Streichhölzer? Müssen wir noch welche kaufen? –

Am Ofen lege ich den Anzünder in die dunkle und leere Brennkammer. Nun schichte ich kleine Hölzer und Reisig auf den Anzünder. Ich achte darauf, dass noch genug „Luft“ für das Feuer da ist.

Erinnerungen kommen auf. Ich denke an den Spätsommer. Die Zeit im Wald mit meinem Vater und meinen Geschwistern als wir Holz holten. Wir gingen früh morgens in unseren Wald. Fällten ein paar kranke und sturmgeschädigte Bäume. Die Äste entfernten wir mit der Axt und der Motorsäge. Dann schnitten wir die Stämme auf ein Meter Stücke zurecht, spalteten sie. Auf dem Hänger nahmen wir sie mit nach Hause und verarbeiteten sie ofengerecht.

Nun nehme ich ein Streichholz aus der Schachtel, reibe es an der rauen Fläche entlang. KCRCKKK – kaputt. Mit dem nächsten Streichholz habe ich Glück. Es zischt. Aus einem kleinen Funken entsteht eine Flamme. Warmes Licht erleuchtet kurz die Umgebung. Jetzt aber schnell in den Ofen damit. Um mir die Hände nicht zu verbrennen versuche ich den Anzünder zu entzünden. Es gelingt. Die Flamme frisst sich in das Holz und den Reisig hinein. Ich lege vorsichtig Weichholz auf. In die morgendliche Ruhe mischt sich jetzt das zunehmende Ziehen des Feuers. Ich erfreue mich daran. Nun kann mir das Feuer nicht mehr ausgehen. Jetzt wird es bald warm.

Bald darauf lege ich in die Flammen größere Stücke Hartholz. Das Feuer gewinnt mit zunehmender „Nahrung“ an Kraft. Mächtig, groß, fast schon bedrohlich wirkt es. Zum Glück ist das Feuer im Ofen sicher eingeschlossen. Ich beobachte das Feuer. Ich spüre die intensive Hitze auf meinem Gesicht. Die Flammen züngeln, als wollen sie spielen. In der zunehmenden Wärme und dem zunehmenden Licht, fühle ich mich wohl und geborgen. Ich bin erfüllt mit tiefer Zufriedenheit.

Das Anzünden des Feuers am Morgen, bedeutet mir sehr viel. Es hilft mir, dass ich in Stille und Gelassenheit den Tag beginnen kann.

Welche Bedeutung hat das Feuer speziell für dich?

Protokoll vom 12.1.2012

Veröffentlicht: 18. Januar 2012 von granum10 in Protokolle

Kurs: K1, Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 9 Schüler, 1 Lehrerin

Protokollant: D.S.

Gliederung :

  1. Wiederholung: Aristotelische Logik
  2. Aristoteles
  3. Wiederholung. Glück
  4. Aristoteles – Nikomachische Ethik

1.Wiederholung: Aristotelische Logik:

Die Aristotelische Logik findet man auf dem Protokoll von schmetterling02 vom 22.12.11 aus dem Ethik Grundkurs.

2.Aristoteles

1.Die Schule von Athen:

Die Schule von Athen von Raffael verweist auf die philosophische Denkschule des antiken Griechenlands. Diese wird verkörpert durch die größten Philosophen. Im Zentrum des Gemäldes stehen Aristoteles und sein Lehrer Platon. Bei näherer Betrachtung wird klar, dass Platons Hand nach oben zeigt, jedoch zeigt Aristoteles Hand zu Boden. Platon scheint auf das Reich der Ideen zu verweisen wohingegen Aristoteles zum Ausgangspunkt aller Naturwissenschaften deutet, aber er wolle auch seine Lehre im Hier und Jetzt verankern. Weitere Philosophen auf dem Gemälde wären unter anderem Herakles, Pythagoras, Diogenes oder Sokrates.

2. Allgemeines:

Einiges über Aristoteles, wie sein Leben , seine Liebe zu Platon oder seinen Werken findet man auf dem von FrauSchuetze ausgehändigten Blatt.

3.Wiederholung: Glück

Siehe Protokoll vom 15.12.2011 von 4blueberrys.

Fragen :

  1. Kann jeder glücklich sein?
  2. Verschiedene Arten von Glück
  3. Wovon hängt Glück ab

4.Aristoteles – Nikomachische Ethik:

Der folgende Text, sowie  Schaubilder beziehen sich auf „Das Wesen des Glücks“ aus „Nikomachische Ethik“ von Aristoteles.

Das Wesen des Glücks:

Nach Aristoteles strebt alles Handeln oder Wählen, sowie praktische Können und jede wissenschaftliche Untersuchung nur nach einem Gut.

            –> Das Gute = das Ziel, das um seiner selbst willen angestrebt wird

So stellt Aristoteles die Glückseligkeit (Eudamonia) also höchstes Gut dar.

Im Geiste sei jedoch das höchste Gut jedoch das Tätigsein.

                                                                                           Tätigsein:

                       1.Herstellen (poiesis)                                                             2. Handeln (praxis

                           –  „um einer anderer Willen“                                                – „um seiner selbst willen“

                           – Technik/Handwerk                                                             – Politik/Ethik

Außerdem gebe es nach Aristoteles nur 3 Lebensformen bei denen man die Chance auf Glück erhält:

3 Lebensformen:

  1. Das Leben des Genusses
  2. Das Leben im Dienste des Staates
  3. Das Leben als Philosoph
Wobei man bei der 1. Lebensform die niedrigste Chance auf Glück erhält und bei der 3. die höchste.
Das vollendete Glück:
  1. Handeln im öffentlichen Dienst
  2. Tätigsein des Geistes
  3. Selbstgenügsamkeit, ruhevolles Leben
Wiederum steigt die Chance auf Glück von 1-3. Außerdem solle man 2. und 3. sich als Lebensaufgabe setzen.
Die Bedingung für das vollendete Glück : Nahrung und Gesundheit (ohne diese Bedingung habe man keine Chance auf Glück).
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Ps: Bis zum Freitag muss jeder Schüler mindestens einen Beitrag und fünf Kommentare ins WordPress geschrieben haben.

und danach?

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 von FrauSchuetze in philosophieren

Bis zum Horizont – was mag wohl danach kommen?  Wäre es nicht manchmal ganz gut, in die Zukunft zu blicken, hinter die Fassaden zu schauen?  Oder wird man dann nur enttäuscht? Oder verliert das Leben seinen Reiz?

Natur vs Technik – Sollte/Kann der Mensch die Natur beherrschen?

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 von 4blueberrys in philosophieren

Der Mensch versucht in vielen Dingen, die Natur zu beherrschen. Er baut riesige Wolkenkratzer und kilometerlange Brücken, er züchtet Pflanzen in Plantagen, er hält sich Nutztiere, entzieht der Erde Rohstoffe aller Art und vieles mehr. Doch was berechtigt ihn dazu?

Diese Frage kann unterschiedlich gesehen und beantwortet werden. So steht zum Beispiel in der Bibel: „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (..)“ In religiöser Hinsicht also ist der Mensch von Gott über die Natur gestellt und soll sie zu seinem Vorteil nutzen.

Man könnte auch dagegen argumentieren, da z.B. Tiere in ähnlicher Weise wie Menschen nach Selbsterhaltung, Fortpflanzung und Überleben streben und ebenfalls Leid empfinden können, und der Mensch diese Interessen und Rechte nicht ignorieren oder gar verletzten darf. Durch diese Gemeinsamkeiten ist der Mensch der Natur quasi gleichgestellt.

So könnte man noch weitere Dinge anführen. Ich selbst bin der Meinung, dass der Mensch diese Berechtigung nicht aus der Tatsache schließen sollte, dass er die Möglichkeiten dazu hat. Das heisst, wir sollten uns nicht über die Natur stellen, weil wir uns für technisch weit entwickelt halten und die Natur als primitiv und degeniert bezeichnen. Denn Fakt ist, dass wir diejenigen sind, die die Natur zum Leben brauchen, und nicht umgekehrt.

In diesem Zusamenhang sollte man sich auch die Frage stellen, ob der Mensch überhaupt in der Lage dazu ist, die Natur zu beherrschen. Ich bin der Meinung, dass er das nicht ist, denn es spricht einiges dagegen. So ist der Mensch zum Beispiel oft machtlos gegen viele Naturkatastrophen, wie etwa Tsunamis, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, schwere Stürme und vieles mehr. Trotz aller Technologie kann er sich oft nicht ausreichend gegen diese Naturgewalten schützen und trägt direkt oder indirekt Schaden davon.

Allerdings muss man sagen, dass der Mensch in dieser Hinsicht schon „Fortschritte“ gemacht hat, wenn man verschiedene Epochen in der Geschichte der Menschheit anschaut. So würde dem Menschen zum Beispiel ein Vulkanausbruch, würde er in der jetzigen Zeit stattfinden, weniger schaden wie etwa der Vulkanausbruch bei Pompeji in der Antike. Denn der Mensch hat nun bessere Möglichkeiten, diese Dinge rechtzeitig zu erkennen und zu verstehen als damals. Außerdem würde er sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können (Siedlungsgebiete evakuieren, …) und so weniger Schaden davontragen. Aber „beherrschen“ könnte er es trotzdem nicht, da es dennoch passieren würde.

Was denkst du? Ist der Mensch dazu berechtigt, über die Natur zu herrschen, und ist er überhaupt in der Lage dazu?

Natur vs. Technik

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 von FrauSchuetze in philosophieren

Kann der Mensch die Natur beherrschen / einbauen – die Naturkräfte verwalten?

Können Häuser praktisch UND schön sein?

Grenzen

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 von FrauSchuetze in philosophieren

Welche Bedeutung haben Grenzen? Die Grenze zwischen Meer & Land, zwischen Meer & Horizont – lassen sich Grenzen eindeutig bestimmen, verschieben, verschieden interpretieren?

Sind Grenzen wichtig für mich als Person, im Sinne einer Ab-grenzung? Merkt man Grenzen in den Köpfen seiner Mitmenschen bzw. ist man sich derer immer bewusst?

Kinderarmut in Deutschland

Veröffentlicht: 4. Januar 2012 von lila03 in philosophieren

http://www.ig-soziale-gerechtigkeit.wg.am/kinderarmut.jpg

Kinder sind tolle Wesen. Sie lachen, wenn sie fröhlich sind und weinen, wenn sie traurig sind. Sie verstellen sich nicht! Sie sind, wer sie sind. Sie habe ihr ganzes Leben vor sich und haben alle Möglichkeiten.
Doch leider gibt es bei einigen Kindern in unserer Gesellschaft nicht viel zu lachen und die Zukunft von ihnen ist ziemlich eingeschränkt. Von Anfang an befinden sie sich in einer Schublade aus der man nur schwer rauskommt.
Das betrifft die 2,5 Millionen Kinder, die unter der Armutsgrenze leben.

Welche Probleme zieht das nach sich?

Ein Kind (Ich nenne es Lisa) wird in eine Familie hineingeboren in der die Eltern von Hartz4 leben. Von Anfang an ist nicht genug Geld für Lisa da. Angefangen bei Spielsachen bis zu einer ausgewogenen Ernährung. Im Kindergarten ist sie schon immer das Kind mit den komischen und kaputten Kleidern. Schon in jungen Jahren lernt sie, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft “anders“ zu sein. Lisa wird älter und  kommt in die Schule. Es ist kein Geld da für ein Pausenbrot und auch das Frühstück fällt sehr mager aus. Mit knurrendem Magen versucht Lisa sich zu konzentrieren, was ihr sehr schwer fällt. Vor allem in Mathe hat Lisa starke Probleme, doch wegen dem fehlenden Geld ist es ihr nicht möglich Nachhilfeunterricht zu nehmen. So bekommt sie eine schlechte Note nach der anderen. Im Mai wird Lisa acht Jahre alt. Aber auf die Frage ob sie ihren Geburtstag mit ein paar Freunden feiern dürfte, antworteten ihre Eltern nur: „Mit welchem Geld sollen wir einen Geburtstag  finanzieren?“ Aber da sie keine Freunde einladen kann, wird sie auch nicht mehr zu den Geburtstagen von andern Kindern eingeladen. Auch kann sie nicht in die Musikschule oder in den Turnverein. Nach und nach wird sie zu einer Außenseiterin, weil sie nirgends mitmacht und Kontakte knüpfen kann. Lisa ist jetzt in der vierten Klasse. Aber mit ihren schlechten Noten schafft sie es gerade auf die Hauptschule. Und auch dort wird es nicht besser mit den Noten. Mit Mühe und Not schafft sie ihren Abschluss. Aber eine Chance auf eine gute Ausbildung/ Arbeitsplatz hat sie nicht, niemand will sie mit ihren schlechten Noten. Sie jobbt eine Weile. Aber die Sorgen um das Geld werden so groß, dass Lisa anfängt sie im Alkohol zu ertränken.

Man sieht ein Kind, das die gleichen Chancen haben sollte wie alle anderen, aber eigentlich seit ihrer Geburt gebrandmarkt ist. Kinder wie Lisa können ohne Hilfe selten aus dem Loch der Armut rauskommen und haben nie die gleichen Chancen im Leben wie es z.B. ein Kind von einem Arzt hat.

Was denkt ihr? Was wäre eine gute Möglichkeit, Kindern wie Lisa zu helfen? Wer ist überhaupt für Kinder aus sozial schwache Familien verantwortlich?