Kinderarmut in Deutschland

Veröffentlicht: 4. Januar 2012 von lila03 in philosophieren

http://www.ig-soziale-gerechtigkeit.wg.am/kinderarmut.jpg

Kinder sind tolle Wesen. Sie lachen, wenn sie fröhlich sind und weinen, wenn sie traurig sind. Sie verstellen sich nicht! Sie sind, wer sie sind. Sie habe ihr ganzes Leben vor sich und haben alle Möglichkeiten.
Doch leider gibt es bei einigen Kindern in unserer Gesellschaft nicht viel zu lachen und die Zukunft von ihnen ist ziemlich eingeschränkt. Von Anfang an befinden sie sich in einer Schublade aus der man nur schwer rauskommt.
Das betrifft die 2,5 Millionen Kinder, die unter der Armutsgrenze leben.

Welche Probleme zieht das nach sich?

Ein Kind (Ich nenne es Lisa) wird in eine Familie hineingeboren in der die Eltern von Hartz4 leben. Von Anfang an ist nicht genug Geld für Lisa da. Angefangen bei Spielsachen bis zu einer ausgewogenen Ernährung. Im Kindergarten ist sie schon immer das Kind mit den komischen und kaputten Kleidern. Schon in jungen Jahren lernt sie, was es bedeutet, in unserer Gesellschaft “anders“ zu sein. Lisa wird älter und  kommt in die Schule. Es ist kein Geld da für ein Pausenbrot und auch das Frühstück fällt sehr mager aus. Mit knurrendem Magen versucht Lisa sich zu konzentrieren, was ihr sehr schwer fällt. Vor allem in Mathe hat Lisa starke Probleme, doch wegen dem fehlenden Geld ist es ihr nicht möglich Nachhilfeunterricht zu nehmen. So bekommt sie eine schlechte Note nach der anderen. Im Mai wird Lisa acht Jahre alt. Aber auf die Frage ob sie ihren Geburtstag mit ein paar Freunden feiern dürfte, antworteten ihre Eltern nur: „Mit welchem Geld sollen wir einen Geburtstag  finanzieren?“ Aber da sie keine Freunde einladen kann, wird sie auch nicht mehr zu den Geburtstagen von andern Kindern eingeladen. Auch kann sie nicht in die Musikschule oder in den Turnverein. Nach und nach wird sie zu einer Außenseiterin, weil sie nirgends mitmacht und Kontakte knüpfen kann. Lisa ist jetzt in der vierten Klasse. Aber mit ihren schlechten Noten schafft sie es gerade auf die Hauptschule. Und auch dort wird es nicht besser mit den Noten. Mit Mühe und Not schafft sie ihren Abschluss. Aber eine Chance auf eine gute Ausbildung/ Arbeitsplatz hat sie nicht, niemand will sie mit ihren schlechten Noten. Sie jobbt eine Weile. Aber die Sorgen um das Geld werden so groß, dass Lisa anfängt sie im Alkohol zu ertränken.

Man sieht ein Kind, das die gleichen Chancen haben sollte wie alle anderen, aber eigentlich seit ihrer Geburt gebrandmarkt ist. Kinder wie Lisa können ohne Hilfe selten aus dem Loch der Armut rauskommen und haben nie die gleichen Chancen im Leben wie es z.B. ein Kind von einem Arzt hat.

Was denkt ihr? Was wäre eine gute Möglichkeit, Kindern wie Lisa zu helfen? Wer ist überhaupt für Kinder aus sozial schwache Familien verantwortlich?

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Kommentare
  1. sandrairena sagt:

    Nachdem ich deinen Bericht gelesen hatte, fand ich keine Worte dazu. Aber das ist keine echte Geschichte, oder? Über dieses Thema habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht. Aber das ist eine gute Frage, wie man solchen Kindern helfen könnte. Ich kenne mich da nicht besonders aus, aber könnte man nicht das Jugendamt verständigen, damit Lisa Chancen auf Essen bekommt? Auf eine warme Mahlzeit? Ob das Jugendamt etwas unternimmt, liegt immernoch daran, wie schlimm die Situation ist, aber ein Versuch wäre das wert. Es gibt doch auch Horte für Kinder von sozial schwächeren Familen, die mit Essen versorgt werden, vom Sozial- und Jugendamt. Ein Unterschied besteht auch immernoch darin, ob sie auf dem Land wohnt, wo es dann alle Ortseinwohner mitbekommen, die ihr auch etwas spenden könnten oder ob sie in der Stadt wohnt. Hier könnte sie aber in diese Horte gehen. Auch die Burger unterstützen manchmal beim Kauf von einem Produkt Kinder aus ärmeren Schichten.
    Aber mal noch eine andere Frage: Würde das Geld von zwei Erwachsenen, die Hartz4 empfangen und das Kindergeld vom Staat für Lisa nicht ausreichen, gut über die Runden zu kommen? Das müsste doch genügen.

  2. lila03 sagt:

    Nein die Geschichte von Lisa ist nicht echt. Ich wollte nur einmal aufzeigen wie es leider vielen Kinder in Deutschland geht! Ich fand deine Vorschläge wie man KIndern in Armut helfen könnte ziemlich gut. Das Problem ist nur dass es in z.B. Berlin mehr als 33% KInder gibt die untern der Armutsgrenze leben. Oft kann sich das Jugendamt nicht um jedes einzelne Kind kümmern. Zu deiner letzten Frage: Das Geld „sollte“ im norma Fall für das Nötigste reichen. Aber oft ist das Problem dass die Eltern es für sich verwenden z.B. für Alkohol oder Zigaretten und, dass, das KInd oft nichts von dem Geld sieht. Das ist aber nicht in allen Fällen so. Es gibt Eltern die von Harz4 leben und alles für ihre Kinder tun. Aber oft ist eben bei sozial schwachen Familien ein Probleme mit Alkohol vorhanden da die Eltern keinen Sinn mehr im Leben sehen. Und auch wenn die Eltern das Geld für die Kinder geben reicht es trotzdem nicht neben der Miete, den Heizkosten, dem Essen noch den Sportverein, die Klassenreise oder ein Musikinstrument zu finanzieren. Und dadurch wird das Kind gleich wieder zum Ausenseiter, da es „anderst“ ist.

  3. tachribri sagt:

    Die Frage, wer für Kinder aus sozial schwachen Familien verantwortlich ist, ist nicht einfach. Laut dem Prinzip des Sozialstaates ist der Staat zwar verpflichtet, in wirtschaftlichen Nöten zu helfen, aber wieviel er hilft, bleibt ihm selbst überlassen, und es lässt sich für die Bürger kein Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung ableiten.
    Meiner Meinung nach ist aber nicht nur der Staat verpflichtet, zu helfen. Jeder, der etwas abgeben kann, ob nun Zeit oder Geld oder Klamotten an die Kleiderkammer, sollte seinen Beitrag leisten, denn nur so funktioniert das System. Dazu kann man verschiedene Anreize haben: Vielleicht will man „etwas Gutes tun“, um „sein Karma zu verbessern“ oder sein Gewissen zu beruhigen, oder man tut es, weil einem selbst auch schon oft geholfen worden ist und man etwas zurückgeben will, oder einfach aus reiner Nächstenliebe.
    Ich finde, das Sinnvollste ist, wenn man in seiner Nachbarschaft anfängt. Nicht nur Hartz-4-Empfänger bzw. deren Kinder brauchen Hilfe, sondern z.B. auch alte oder einsame Leute. So lernt man seine Nachbarn kennen und bekommt ein gutes Verhältnis zu ihnen. Im Rückzug bekommt man auch etwas, und wenn es „nur“ Dankbarkeit ist.

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