Fragen zu Kant

Veröffentlicht: 21. April 2012 von FrauSchuetze in Klausur, Philosophie
  • Kann ich alles denken? –> ja
  • Was ich nicht denken kann, kann ich auch nicht wollen? –> man kann alles denken, die wirkliche Wirklichkeit kann ich jedoch nicht erkennen und darüber nachdenken (wegen mangelhafter Erkenntniswerkzeuge). Etwas, was ich nicht wollen kann, kann ich trotzdem denken.
  • Bei der Verallgemeinerung der Maximen bei Kants kategorischem Imperativ muss ich doch prüfen, ob ich die Maxime denken und wollen kann. –> ja
  • Aber denken kann ich doch prinzipiell alles. Wie kann ich dann eine Maxime (verallgemeinert) nicht denken? –> Widersprüche schließen sich aus, z.B. kann ich nicht die Maxime formulieren, dass ich (in Notsituationen) lügen darf und gleichzeitig erwarten, dass ich in einer ständig ehrlichen Gesellschaft leben darf. (Wenn ich lüge, kann ich prinzipiell von allen angelogen werden (oder auch nicht).
  • Sind alle Maximen universalisierbar? –> sollten sie sein, wenn nicht, dann sollten sie umformuliert werden.
  • Und wann genau kann man sie nicht denken? –> s.o.
  • Kann man Maximen als persönlichen Handlungsvorsatz definieren? –> ja
  • und diese sind dann für jeden anders, oder? –> ja, indem sie verallgemeinert werden, kann geprüft werden, ob genau diese Maxime als vernünftiger (moralischer) Handlungsgrundsatz dient. (Indem ich prüfe, ob ich wollen bzw. denken kann, dass sie den Status eines allgemeinen Gesetzes annehmen)
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Kommentare
  1. sandrairena sagt:

    Ich habe nur eine Frage, ob ich den Zusammenhang richtig verstanden habe:
    Eine Pflicht ist ja dann ethisch gut, wenn den Menschen zu einer Handlung keine Neigungen anreizen, sondern er es regelrecht nur aus Pflicht macht. Als Pflicht bezeichnet Kant die Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung vor dem moralischen Gesetz in mir. Und damit meint Kant, dass man so handeln soll, dass das Prinzip seines Handelns jederzeit als Grundlage eines allgemein gültigen Gesetzes dienen könnte –> der persönliche Handlungsgrundsatz, die Maxime also universalisierbar ist und damit für alle Menschen gültig. Demnach ist dann eine Pflicht gut, wenn man den kategorichen Imperativ anwendet und dieser als moralisch richtig ausfällt.
    Stimmt das so? Oder habe ich Dinge durcheinader gebracht?

  2. FrauSchuetze sagt:

    Hallo,

    es ist alles richtig & super zusammengefasst. Einzig im ersten Satz würde ich das erste „Pflicht“ durch „Handlung“ ersetzen.
    viele Grüße,
    M. Schütze

  3. sandrairena sagt:

    vielen Dank, Frau Schütze

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