Archiv für November, 2012

Recht auf Konsum?

Veröffentlicht: 30. November 2012 von FrauSchuetze in Links, philosophieren, Recht&Gerechtigkeit

Ausgehend vom Link zu Slavery Footprint stellen sich viele Fragen, überspitz kann man es in einer Frage zusammenfassen: Ist Konsum in der heutigen Zeit ethisch vertretbar?

Protokoll vom 28.11.2012

Veröffentlicht: 28. November 2012 von lysosom1995 in Allgemein

Protokoll zum Thema Krieg

Anwesend: alle Schüler

Thema: Krieg

Zu aller erst durften die Schüler ein in Zweiergruppen verschiedene Standbilder, welche alle Krieg darstellen sollten.

Als nächster Punkt beschäftigten wir uns mit der Frage, wann eigentlich Krieg gerecht ist oder ob es überhaupt keinen gerechten Krieg gibt.

Gerechter Krieg:

hierfür wurde uns ein Blatt ausgeteilt auf dem ein Text über die verschiedenen Vorstellungen eines gerechten Krieges in einzelnen Geschichtsabschnitten stand. Es handelte sich hierbei um einen Text der ZEIT ONLINE.

Dazu wurden verschiedene Aufgaben bearbeitet.

Zeitliste:

50v.chr. Cicero: Gerechter Krieg ist ein Verteidigungskrieg

Augustinus + Hostiensis: Gerechter Krieg als Instrument der Christianisierung

Kreuzzüge: Krieg gerecht, wenn er im Namen des Guten geführt wird

1539 Francisco de Vitoria: Einschreiten für Atzteken gegen die Gewalt die ihnen wiederfahren ist

1618 -1648, 30 Jähriger Krieg: Verteidigungskrieg

2011 Libyen: Verstoß gegen die Menschenrechte und zum Schutz von Menschenleben

Gibt es einen gerechten Krieg?

Kriterien eines gerechten Krieges

  • Verteigigungskrieg, Notwehr
  • Gefärdung des Weltfriedens
  • systematische Menschenrechtsverletzung (humanitäre Motive)
  • Konfessionskriege (Chrisitanisierung)
  • legitime Autorität
  • Krieg als letztes Mittel

Gegenargumente

  • Vielleicht Gespräch (diplomative Mittel)
  • Frieden nicht erkämpfbar
  • Verschiedene Vorstellungen
  • Missionarisierung (Religionsfreiheit)
  • Zwar rechtlich legitimiert, aber nicht moralisch

Zum Abschluss unserer Stunde durften wir wieder in Gruppen verschidene Standbilder zum Thema Frieden erstellen.

Protokoll vom 21.11.12

Veröffentlicht: 24. November 2012 von schmetterling02 in Allgemein

Kurs: Ethik Grundkurs K2, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: 9 Schüler und 1 Lehrerin

Thema: Menschenrechte

Gliederung:

  • Welche Menschenrechte gibt es?
  • Entwicklung der Menschenrechte
  • universell?
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Was tun?

1.) Zu Anfang der Stunde haben wir ein Blatt bekommen mit Symbolden, die Menschenrechte beschreiben. Wir haben   die Bilder dann den entsprechenden Menschenrechten zugeordnet (z.B. Recht auf freie Meinungsäußerung, Recht auf Leben, Recht auf Arbeit…). Im Klassenzimmer verteilt hiengen alle 30 existierenden Menschenrechte, so haben wir einen Überblick erhalten.

2.) Anschließend haben wir einen kurzen Film gesehen, der die Entwicklung der Menschenrechte und deren Merkmale darstellte. Die Entstehung der Menschenrechte begann bereits in der Antike (Ägypten,Griechenland, Rom) und entwickelte sich immer weiter, bis in der amerikanischen und der französischen Revolution die Menschenrechte zum ersten Mal in der Verfassung veranktert wurden.

Merkmale der Menschenrechte

  • Menschenrechte gelten für alle Mensche → sind universell
  • Menschenrechte sind unveräußerlich
  • Generelle Gleichheit der Menschen

3.) Im Anschluss an den ersten Teil des Films haben wir einen Text gelesen, in dem Ausnahmen der Menschenrechte erläutert wurden.

Ausnahmen

  • im Krieg / in Zeiten der Not: Es müssen Derogations- oder Notstandsklauseln erlassen werden
    → eigentlich sind Menschenrechte unveräußerlich!
  • es gibt aber auch notstandsfeste Menschenrechte, die trotz Notstandsklauseln gelten

Der Text beschäftigte sich auch mit der Frage, ob Menschenrechte universell gültig sind, auch in anderen Kulturen.

Menschenrechte können und sollten universell sein!
Das Problem liegt allerdings in den Kulturen. Sie glauben, dass durch Menschenrechte die Traditionen zerstört würden, da das Gewicht der Menschenrechte stark auf der individuellen Freiheit liegt, was nicht immer zu anderen Kulturen passt.
Menschenrechte sind im Dioalog veränderbar. In naher Zukunft werden sie wohl weiterentwickelt werden,  auch andere Kulturen können sich einbringen.
Schon das Wort „Menschenrechte“ impliziert eine universelle Gültigkeit bzw. dass diese Rechte allgemein gültig sein sollten.

4.) Im zweiten Teil des Film wurden Menschenrechtsverletzungen in heutiger Zeit angesprochen.

Einige Beispiele sind:

  • Sklaverei
  • Haftstrafen, wenn man seine Meiung frei äußert oder seinen Glauben lebt
  • es gibt ca. 1 Milliarde Menschen auf der Erde die nicht lesen und schreiben können (trotz Recht auf Bildung)
  • nicht überall sind Männer und Frauen gleichberechtigt

5.) Was tun für Menschenrechte?

Es gibt verschiedene Ebenen auf denen man handeln kann:

Lokal

  • selbst Menschenrechte leben (Denken ändern)
  • sich und andere Menschen informieren
  • protestieren

National

  • Arche
  • Bundestagsabgeordnete anschreiben oder Disskussionen bei Wahlkämpfen anregen, Petitionen
  • protestieren

Global

  • Ogranisationen wie z.B. UN, Brot für die Welt, Caritas …  unterstützen
  • protestieren

Einladung zum philosophischen Essaywettbewerb

Veröffentlicht: 21. November 2012 von FrauSchuetze in Links, philosophieren
Schlagwörter:

Hier der Link zum Ausschreibungstext

Viel Erfolg!

Protokoll vom 14.11.12

Veröffentlicht: 18. November 2012 von 4blueberrys in Protokolle

Kurs: Ethik Grundkurs K2 Gymnasium Gerabronn

Awesende: 9 Schüler, 1 Lehrerin, 1 Referendar

Thema: Recht und Gerechtigkeit

Gliederung:

  • Strafzwecktheorien
  • Urteile und Strafe
  • der Staat als Henker

1.) Strafzwecktheorien

Zu Beginn beendeten wir die Gruppenarbeit der letzten Stunde zu den Strafzwecktheorien und verglichen die erstellten Plakate. Wir stellten fest, dass hier in Deutschland eine Mischung aus allen angewendet wird, um die jeweils negativen Aspekte aufzuwiegen. Desweiteren machten wir uns Gedanken, welche Strafzwecktheorien auf das Fallbeispiel der letzten Woche zutreffen (Fallbeispiel: Ameneh Barahmi). Wir fanden sowohl relative bzw. generalpräventive („… damit so etwas nie wieder einem anderen Mädchen zustößt.“) als auch absolute („so ist das Gesetz der Vergeltung.“) Ansätze. Zu einem Täter-Opfer-Ausgleich kam es aber nicht, da zwischen ihnen keine Begegnung stattfand.

2.) Urteile und Strafe

Wir sahen uns ein Video zu verschieden Strafen im Laufe der Geschichte an und sollten uns überlegen, welche Bestrafungen als absolut und welche als relativ zu bezeichnen sind. Wir kamen zu folgendem Schluss (einige Strafen wurden bei beiden eingeteilt):

relativ:

  • Pranger im Mittelalter (Abschreckung)
  • Spiegelstrafe aus der Antike und dem Mittelalter (Abschreckung)
  • Freiheitsstrafe/Gefängnis (Resozialisation)
  • Kreuzigung in der römischen Antike (Abschreckung)
  • Todesstrafe heute (generalpräventiv)
  • Kahlscheren von Frauen nach dem 2. Weltkrieg (Abschreckung, Warnung)
  • Guillotine/Enthauptung (generalpräventiv)
  • Gefängis/Freiheitsstrafe (generalpräventiv, Warnung)

absolut:

  • Codex Hamurapi aus dem 18. Jh. v. Chr. (gleiche Vergeltung)
  • Spiegelstrafen aus der Antike und dem Mittelalter (gleiche Vergeltung)
  • Zwölftafelgesetz (beschränkt das Strafmaß)
  • Todesstrafe (Vergeltung der Schwere der Schuld)
  • Kahlscheren von Frauen nach dem 2. Weltkrieg (Vergeltung)
  • Guillotine/Enthauptung (Vergeltung)
  • Gefängnis/Freiheitsstrafe (Vergeltung)

3.) Der Staat als Henker

Im letzten Teil der Doppelstunde sollten wir aus einem Zeitungsartikel („Der Staat als Henker“, ZEIT 2/07) Argumente für und gegen die Todesstrafe herausarbeiten und uns selbst welche überlegen. Der Artikel handelte vor allem von dem Fall Saddam Husseins. Im Folgenden teilten wir uns in zwei Gruppen (Pro und Contra Todesstrafe) und diskutierten im Plenum, ob und inwiefern die Todesstrafe sinnvoll ist. Die genannten Argumente lauteten wie folgt:

 

Pro Todesstrafe Contra Todesstrafe
– Vergeltung für schwere der Tat

– Bestimmung über anderes Menschenleben

– Zurechnungsfähigkeit/Selbstkontrolle vorrausgesetzt

– ausgleichende Gerechtigkeit

– Abschreckung

– Recht auf Leben verspielt

– Schutz der Gesellschaft

– Nachdenken bei Anhängern erzwingen

– höhere Prävention/Keine Wiederholungstäter

– Recht auf würdigen Prozess

– Staat stellt sich auf die selbe Stufe wie Täter

– irreversibel

– keine Resozialisation

– keine Buße

– Zweifel an Schuld/Bestrafung von Unschuldigen

– Legitimierung von Gewalt durch den Staat (Teufelskreis)

– Menschenwürde/Gleichheit

– 2. Chance

– längeres Leiden

– Kostenfaktor Todesstrafe höher

 

 

Hauptsache man sagt mal seine Meinung?

Veröffentlicht: 11. November 2012 von schmetterling02 in Allgemein

Hauptsache man sagt mal seine Meinung, egal wozu?

Es ist wichtig, dass man seine Meinung äußert, auch wenn sie manchmal für einen selbst oder andere vielleicht nicht sehr angenehm ist. Man kann durch seine Äußerung manchmal unangenehme Blicke oder Kommentare von anderen erhalten, oder es beginnt eine Disskusion, doch ist es deswegen besser seine Meinung für sich zu behalten und nichts zu sagen, oder sogar den anderen beizupflichten, obwohl man eigentlich anderer Ansicht ist? Ich denke nicht, man sollte zu seiner Meinung stehen! Es kann schon sein, dass man die ein oder andere unangenehme Situation erlebt, aber solche Erfahrungen machen einen auch stärker, sie geben einem das Gefühl von Sicherheit, denn man weiß, man kann seine Meinung auch vor anderen vertreten. Natürlich kann man die Anderen nicht immer von seiner Meinung überzeugen, aber das muss man ja auch garnicht.

Seine Meinung zu sagen kann auch anderen Menschen helfen, denn sie erhalten so einen neuen Blickwinkel auf die betreffende Sache und können so besser eine Entscheidung treffen.

Als ich das Bild von Frau Schütze gesehen habe, sind mir sofort kleine Graffities oder auch Aufkleber eingefallen, die in einer Stadt überall kleben. So etwas ist neben der verbalen Meinungsäußerung noch eine weitere Möglichkeit seine Meinung kund zu tun. Sie ist (in diesem Fall) viel öffentlicher und erreicht mehr Leute.
Diese Art der Meinungsäußerung finde ich sehr gut, wenn es um Themen geht, die auch viele Leute etwas angehen und über die man sich zumindest einmal Gedanken gemacht haben sollte. Ein Beispiel wären Bürgerentscheide wie Stuttgart 21. Man sah vor dem Entscheid viele Plakate sowohl von Beführwortern als auch von Gegnern hier konnte man sich mit dieser Meinungsäußerung seine eigene Meinung bilden. Man sah auch oft diese „Ortsschilder“ auf denen Stuttgart 21 demonstrativ durchgestrichen war, auch dies war eine Form in der Öffentlichkeit seine Meinung über das Projekt auszudrücken.
Hier finde ich es auch völlig legitim. Allerdings sollte man davon Abstand nehmen zu allem und jedem seinen „Senf dazu zu geben“, denn wenn man sich das Bild noch einmal ansieht merkt man, dass die Aussage „Dreiecke sind doof“ ohne einen Zusammenhang auf die Wand gesprüht wurde. Was bringt das? Die Menschen die diese Aussage lesen, können damit doch überhaupt nichts anfangen, denn sie wissen ja nicht worum es geht und in welchem Zusammenhang die Aussage getroffen wurde. Sie wissen nicht, ob die Person die diese Aussage getroffen hat, sie nur auf eine bestimmte Situation bezogen hat oder generell eine Abneigung gegen Dreiecke besitzt. Außerdem, warum ist es wichtig jedem mit- zuteilen, dass man Dreiecke nicht mag? Damit können nur Menschen etwas anfangen, die dieser Person nahestehen, denn sie  sollten z.B. bei Geschenken darauf achten, dass  möglichst keine dreieckigen Formen darin auftauchen, da die Person Dreiecke ja „doof“ findet. Für jeden anderen Menschen macht es keinen Unterschied ob er weiß, dass die Person die er da gerade vor sich hat Dreiecke mag oder nicht. Auf dem Bild ist aber nur die Aussage zusehen, man weiß noch nichteinmal wer diese getroffen hat!

Ein weiterer Grund abzuwägen was man wann und zu wem sagt ist, dass man Personen mit seiner Meinung auch verletzen kann, vor allem, wenn man weiß, dass die Person anders über bestimmte Dinge denkt. Auch hier kommt es darauf an, wie und warum man seine Meinung äußert. Man sollte in solchen Situationen behutsam vorgehen und versuchen seinen Standpunkt zu erläutern und nicht einfach nur sagen „finde ich gut“ oder „finde ich schlecht“.

Kurz gesagt: Ich finde, es ist nicht gut einfach mal seine Meinung zu sagen, nur damit man sie gesagt hat. Es bringt oft nichts, da die Menschen um einen herum mit dieser Information nichts anfangen können, da sie wie auf dem Bild aus dem Zusammenhang gerissen oder einfach generell unwichtig ist.
Oft kommt es bei dem Gegenüber nicht gut an, wenn man immer und überall seine Meinung sagt, irgendwann ist es zuviel des Guten und es kommt nur noch komisch rüber, als wenn man nur Aufmerksamkeit bräuchte und es garnicht wirklich um seine Meinung geht, man nur provozieren will.

Generell finde ich es aber wichtig, seine Meinung zu sagen, damit die Leute um einen herum auch wissen woran sie bei einem sind, denn: Woher sollen die Leute denn wissen was dir wichtig ist, was du denkst, wenn du nicht darüber redest?!

Wie so oft kommt es auch hier auf Qualität an und nicht auf Quantität.