Zukunft

Veröffentlicht: 27. Dezember 2012 von FrauSchuetze in philosophieren

Früher war das Leben recht gut planbar: man lernte einen Beruf und führte ihn lebenslang aus. Heute ist das anders: es gibt eine Fülle von unterschiedlichen Berufen und auch Wegen, wie man zu diesem Beruf kommen kann. Hat man dann einen, wird erwartet, dass man sich weiterbildet und weiterentwickelt. Woher weiß man, dass man sich richtig entschieden hat? Ist Zukunftsangst die Kehrseite der vielen Möglichkeiten?

Nachtwächter

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Kommentare
  1. 4blueberrys sagt:

    Ich denke nicht, dass Zukunftsangst unweigerlich mit dieser Vielzahl von (neuen) Möglichkeiten zusammenhängt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch zu „einfacheren“ Zeiten viele Menschen in ständiger Zukunftsangst gelebt haben, bspw. wenn sie ein zu niedriges oder sehr unregelmäßiges Einkommen hatten, oder eben wenn sie gar nicht erst die Möglichkeit auf Arbeit hatten (wegen zu wenig Arbeitsmöglichkeiten, Einschränkungen jeglicher Art – das kann ja auch heute noch der Fall sein) . So gesehen führt auch die Abwesenheit von irgendwelchen Möglichkeiten und Aussichten zur Angst um die Zukunft.
    Ich denke, dass es gut ist, soviel Auswahl zu haben. Zwar erschwert das die Suche nach etwas Passendem, aber was ist schlimm daran, auch mal eine Fehlentscheidung zu treffen was das betrifft? Schließlich bringt das auch weiter, und man sollte sich nicht davon entmutigen lassen denn man hat ja auch noch andere Möglichkeiten, wenn etwas mal nicht zu einem passt.

  2. mitochondriumatp sagt:

    Ich denke, dass heut zu Tage Zukunftsangst die Kehrseite vieler Möglichkeiten ist. Wir werden immer mehr von unserem Umfeld beeinflusst. Unsere Familie, Verwandte, Bekannte legen uns immer auf’s Herz was gut für uns sei, welchen Berufsweg wir eher unterlassen sollen. Dabei spielen unteranderem deren Ängste mit ein. Sie meinen es zwar gut, aber wir werden zu sehr in eine Richtung gedrängt und es fällt uns schwer unsere eigenen Berufswünsche wahrzunehmen.
    Wir geraten in Zukunftsängste und stellen unsere bisherigen Vorstellungen in Frage. Ich finde jedoch wichtig, dass man das tut, was man für sich als richtig empfindet – etwas das einem liegt und an dem man Spaß hat. Man soll diesen Weg verfolgen und seine Erfahrungen machen. Sowohl positive als auch negative Erfahrungen stellen eine Bereicherung im Leben dar. Diese Erfahrungen zeigen ob man sich richtig entschieden hat.

  3. sandrairena sagt:

    * Woher weiß man, dass man sich richtig entschieden hat? *
    Bei dieser Fülle von Berufen, die wir heute haben, finde ich persönlich es sehr schwierig zu wählen, welchen Beruf man erlernen möchte. Die Entscheidung ist auf das weitere Leben sehr entscheidend, denn sie bestimmt den zukünftigen Wohnungsort, das Einkommen von dem man leben wird und den Tagesablauf. Und dennoch finde ich, dass diese Entscheidung nicht einmalig ist, sondern auch geändert werden darf, wenn einem danach ist.
    Denn ich habe mich gefragt, was überhaupt „richtig“ ist. Kann man diese Frage überhaupt klären? Ich kam zu dem Ergebnis, dass etwas richtig ist, solange es sich bei einem selbst gut anfühlt, man damit zufrieden ist und auch glücklich mit dem ist, was man sich vorgenommen hat. Sobald einem Zweifel kommen und Ängste, sollte man sich nochmals klar werden, ob das der richtige Weg für einen ist. Demnach ist die Frage, ob man sich richtig entschieden hat, meiner Meinung nach immer situationsbedingt von dem Ist-Zustand. Beispielweise finde ich es jetzt richtig, dass ich nach der Schule anfangen werde zu studieren. Es fühlt sich bei mir gut an und ich denke auch, dass es der richtige Weg für mich ist. Vielleicht denke ich in ein paar Jahren, dass es falsch war, dass ich eine Lehre hätte machen sollen. Aber selbst dann, kann ich diese immer noch machen, wenn es für mich dann als richtig erscheint.
    So denke ich, dass die Frage nach der richtigen Entscheidung immer nach dem jetztigen Zustand abgewogen werden sollte. Wenn man die Entscheidung trifft, welchen Beruf man wählt, sollte es sich zu dem Zeitpunkt auch gut anfühlen. Und wenn einem etwas in den Sinn kommt, was einem als „richtiger“ erscheint, hat man immer noch die Möglichkeiten zu wechseln.
    Allerdings sollte man nicht ständig seinen Weg ändern und im Kreis laufen, sondern eben über längerer Zeit ein Ziel im Auge behalten, das man verfolgt, weil es einem als richtig erscheint.

  4. lysosom1995 sagt:

    Heute gibt es sehr viele Möglichkeiten sich in verschiedene Richtungen und Berufe zu orientieren. Dies finde ich zunächst sehr vorteilhaft, da jeder sich Berufe aussuchen kann, die am besten zu einem passen sollten. Früher musste man entweder wenn die Eltern einen Betrieb hatte, nach der Schulzeit dort arbeiten oder suchte sich einen anderen Beruf wie Metzger, Bäcker oder Schuster. Es gab insgesamt nicht annähernd so viele verschiedene Berufsrichtungen und Berufe. Es hat auf jeden Fall seine Vorteile heute so viele Berufsrichtugen für junge Leute anzubieten, dennoch bringt dies einige Probleme. Mir selber fällt es heute sehr schwer aus so vielen Berufen herauszufiltern, was für mich in Frage kommt für meine Zukunft. Es ist keine Leichte entscheidung die einfach in kurzer Zeit gefällt wird, denn die Entscheidung bestimmt später mein eigenes Leben. Oftmals ist auch ein Problem, dass wir jungen Leute nicht wissen oder uns nicht vorstellen können, was sich hinter den ganzen Berufsnahmen sich verbirgt. So gibt es sehr spezielle und fremdklingende Berufsnahmen. Früher konnte sich jeder darunter vorstellen, was ein Metzger oder ein Bäcker ist und was dieser für Aufgaben hat. Daher verzögern viele ihre Entscheidung, da sie nicht zurecht kommen mi den vielen verschiedenen Möglichkeiten, die sich ihnen bietet und da sie keine Falsche Entscheidung für ihre Zukunft treffen wollen.

  5. Ich würde nicht sagen, dass eine Kehrseite von vielen Möglichkeiten die Zukunftsangst ist.
    Das würde meiner Meinung nach nur ein pessimistisch in die Welt schauender Mensch sagen.

    Meiner Meinung nach, ist es zwar schwierig zu entscheiden, welche Möglichkeit man wählt, aber letztendlich hat man heute nur eine größere Auswahl an Berufsmöglichkeiten. Durch die vielen Nischen in einer Berufsrichtung (Beispiel Kaufmann: Industriekaufmann, Automobilekaufmann, Bankkaufmann etc.) kann man einen Beruf wählen, der perfekt an Fähigkeiten und Interessen angepasst ist. Auch nach der Lehre/Studium, wenn man eine genauere Vorstellung von dem gewählten Beruf erlangt hat, kann man immer noch durch Weiterbildungen oder Umschulungen den Beruf und die Stelle erlangen, mit der man glücklich ist.
    Ich sehe keinerlei Anlass zum Zugzwang dazu, dass wenn man etwas erreicht hat und selbst damit zufrieden ist, sich gezwungerner Maßen weiterzubilden.

    Ich meine, man hat sich richtig entschieden, wenn man zufriden damit ist, was man macht. Falls nicht gibt es dank der vielen Berufsmöglichkeiten immernoch weitere Wege, die man einschlagen kann 🙂

    Nicht vergessen, es ist zwar die Qual der Wahl aber NICHT die Wahl der Qual!

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