Legen wir zu wenig Wert auf kleine „unscheinbare“ Dinge im Leben

Veröffentlicht: 15. Januar 2013 von lysosom1995 in Allgemein, philosophieren

Carl Hilty – Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener

Als ich dieses Zitat las, dachte ich zunächst nicht genauer darüber nach was die bedeutung sein sollte. Erst als ich mich fragte was Carl Hilty damit ausdrücken wollte, verstand ich die tiefere Bedeutung. Ich denke er möchte sagen, dass wie heutzutage nur noch große für uns wichtig erscheinende Dinge schauen und kleine Dinge außen vor lassen. Doch ist dies so?

Ich finde, dass Carl Hilty in gewisser Weise recht hat, da scheint, als würden nur noch Dinge zählen, welche von hohem Geldwert sind. Jeder schaut nur noch darauf wer das Größte, das Schönste oder das Schnellste hat. Dabei zählt nur noch Größer, Teurer, Schöner, Schneller usw. und irgentwie ist jeder nur noch glücklich, wenn er materielle Dinge besitzt, welche nicht jeder sofort hat oder erwerben kann. Dabei geraten kleiner erscheinende Dinge wie z.B. Zuneigung, Familie oder ein Lächeln immer mehr in den Hintergrund und wir haben uns daran gewöhnt diese Sachen nicht mehr als etwas Besonderes zu sehen. Dabei könnte es so einfach glücklich zu sein, wenn man sich an diesen Bedürfnissen festhält und sich bewusst macht, wie schön sie sind. Denn ohne Liebe, Zuneigung und Emotionen kann man sehn dass Menschen ohne diese Dinge oder ohne Familie, Freunde, eben den wirklich wichtigen Dingen, kein erfülltes Leben haben und nicht glücklich sein können. Desshalb ist es auch oft für Reiche die zwar alles haben was sie brauchen, aber trotzdem nicht glücklich sind da ihnen oft wahre Freunde fehlen oder die Liebe zu einer Person fehlen. Sie besitzen oft alles, doch im Endeffekt wiederrum gar nichts. Natürlich sollte man auch beachten, dass für jeden Menschen andere Dinge wichtiger sind. Man kann nicht sagen, dass dies oder das für jeden wichtig sein soll, dass diese Person ein glückliches und erfülltes Leben führen kann. Jeder Mensch ist anders und so bevorzugt einer Dinge, die für einen anderen unwichtig sind. Insgesamt sollt aber jeder nicht immer nur auf die als primär wichtigen Dinge schauen, sondern sich hinterfragen, was einem sonst noch wichtig ist aber nie wirklich bewusst geworden ist. Die Kunst sollte daher sein, sich über kleine Dinge zu freuen und seine Lebensfreude an diese Merkmale zu heften und nicht an große materialistische Dinge.

Wie seht ihr das? Legen wir zu wenig Wert auf kleinere unscheinbarere Dinge und sind daher nicht immer glücklich?

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Kommentare
  1. sandrairena sagt:

    Ich stimme dir in deiner Meinung, dass wir wenig Wert auf die kleinen und unscheinbaren Dinge im Leben legen und dass wir in einer Welt leben, in der nur noch die großen Dinge Anerkennung erhalten, zu. Was Carl Hilty sagt, finde ich sehr gut. Es ist viel sinnvoller, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht und sich an den kleinen Dingen erfreut. So kann nämlich ein kleiner Marienkäfer, der auf deiner Hand landet ein Lächeln auf deinem Gesicht hervor zaubern. Eine Blume mit wunderschönen, leuchtend-farbigen Blüten kann dich zum Staunen bringen. Dein Lieblingslied kann beim Hören für eine kurze Auszeit vom stressigen Alltag sorgen und dir kurze Zeit zur Entspannung geben. Und schon ein kleines Lächeln einer Person kann dein Herz erfreuen oder es sogar zum Rasen bringen.
    Es gibt so viele Dinge im Leben, die den Menschen reich mit Freude oder Glücksmomenten beschenken, wenn man sie nur sieht. Denn oft ist es so, dass man immer nur daran denkt was einem noch fehlt und dadurch vergisst, was man schon hat, da einem der Weg versperrt wird, durch dieses große,meist weit entfernte Ziel. Ein Beispiel dazu wäre folgendes: Ein wohlhabender Mann hat vor Augen, sehr reich zu werden, um sich eine Weltreise leisten zu können. Daher hängt er sich immer mehr in seine Arbeit und versucht immer noch besser zu sein und mehr zu leisten. Dadurch findet er keine Zeit mehr für seine geliebte Frau und seine lieben Kindern. Es kommt so weit, dass sich die Frau von ihrem Mann trennt, da dieser nicht mehr zu hause ist vor lauter Arbeit, kein längeres Gespräch mehr zwischen den beiden zustande kommt und er nicht mal mehr genau weiß, wie seine Kinder heißen. Endlich hat es der Mann geschafft: Er ist reich und kann sich die Weltreise leisten. Jedoch ist er alleine und einsam in seiner leeren Wohnung. Er kann sich zwar alles kaufen, aber ihm fehlt Liebe. Da erst erkennt er, wie reich er eigentlich schon durch seine geliebte Frau und seine gesunden Kinder war! Hätte er seine Augen geöffnet uns sich daran erfreut, dass ihn seine Frau liebt, seine Kinder anlachen und mit ihm zum Spaß herum blödeln wollen, hätte er zufrieden sein sollen.
    Somit stimme ich Carl Hilty voll und ganz zu: Wenn man auf das Kleine in der Welt achtet, lebt man ein reicheres und zufriedeneres Leben.

  2. granum10 sagt:

    Euch kann ich beiden nur zustimmen. Diese kleine, unscheinbare Dinge, wie du sie nennst, sind für manche Menschen meiner Meinung nach so bedeutungslos, dass sie diese nicht beachten. Doch würden sie sich Zeit für diese kleine Dinge nehmen, dann würden sie feststellen, dass nicht alleine die großen, prachtvollen Dinge sich zu beachten lohnen, sondern auch das, was auf den ersten Blick unsichtbar erscheint. Vielleicht ist es nur ein kleiner Stein, der Menschen das Gefühl von Zufriedenheit gibt. Oder einfach nur eine Tat eines Menschen, die er aus nächsten Liebe getan hat, welche zunächst nicht belanglos erscheint, aber wenn man diese Tat sich im näheren anschaut, merkt man das diese kleine Tat eine große Wirkung auf sich selber hat. Ein Beispiel dafür wäre, dass Freunde sich Zeit nehmen einem Freund beim Umzug zu helfen. Für den Umziehenden scheint es als völlig normal, dass seine Freunde ihm bei so einem wichtigen Schritt beiseite stehen und ihm dabei helfen. Doch betrachtet er diese kleine Geste der Freunde näher, würde er vielleicht bemerken, dass diese alle Termin abgesagt haben um ihm beim Umzug zu helfen. So würde er erkennen, was er für ein Glück hat, solche Freunde zu haben.

  3. Dein Beitrag und dein gewähltes Zitat gefällt mir sehr gut. Ich habe mir über dieses Thema auch schon öfter Gedanken gemacht und mit Freunden darüber geredet.

    Gerade in unserer derzeitigen Situation, als Ausbildungsplatz-/ Stellensuchende stellte ich mir oft die Frage, wie ich meine Prioritäten setzten soll. Als Beispiel kann ich eine Bekannte nennen, die sich entschieden hat, Architektur zu studieren. Nach dem Studium besteht zwar die Möglichkeit auf einen sehr guten Verdienst, allerdings muss sie dafür jetzt hohe Opfer bringen. Familie und Freundeskreis sieht man nicht mehr regelmäßig, stehen an zweiter Stelle und die Nächte werden dafür teilweise in der Uni durchgearbeitet.
    An dieser Stelle frage ich mich (und die Bekannte sich mittlerweile auch), ob es das Wert ist, für einen möglichen sehr guten Verdienst nach einigen Jahren Studium, sehr viele Momente mit vertrauten Personen zu verpassen.

    Anhand diesem Beispiel möchte ich sagen, dass ich dir vollkommen zustimme. Meiner Meinung nach werden Prioritäten viel zu oft, von jedem falsch gesetzt.

    (Angelehnt an die MasterCard Werbung 😉 )
    Ein italienischer Sportwagen: 160.000€
    Eine gute, gepflegte Freundschaft: UNBEZAHLBAR

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