Gedanken zu veganer Ernährung

Veröffentlicht: 18. Januar 2013 von lila03 in Allgemein

Was es bedeutet vegetarisch zu leben, ist wohl den meisten bekannt. Aber was versteht man denn eigentlich unter Veganismus?

Vegan zu leben bedeutet auf jegliche Produkte tierischer Art zu verzichten, das heißt also weder Fleisch, noch Eier, noch Milch und sogar auf bestimmte Kosmetikartikel, Leder und Wolle wird verzichtet.

„Was essen die denn dann?“ und „Ist das nicht total ungesund so zu leben?“ sind oft die Antworten auf eine vegane Lebensweise. Genau das dachte ich zuerst auch, aber nachdem ich in letzter Zeit mehrmals auf diesen Begriff gestoßen bin, wollte ich mich doch damit einmal genauer damit auseinander setzten.

Denn Gründen für eine vegane Ernährungweise gibt es viele: Allein in Deutschland werden pro Jahr zwei Milliarden Tiere getötet. Die meisten werden in ihrem kurzen Leben in engen Käfigen gehalten, brutal misshandelt und getötet. Und das nur damit wir möglichst billig konsumieren können. Aber auch für die Umwelt ist diese Art von Tierhaltung katastrophal. Unmengen an Wasser werden dadurch verschlungen und dazu wird das Grundwasser erheblich verschmutzt. Es werden sogar, vor allem in Südamerika, Wälder gefällt um dort Tiere halten zu können. Zudem ist die Produktion von Fleisch Ressourcenverschwendung, denn um ein Kilo Fleisch zu erhalten, müssen 16 Kilo Pflanzen verfüttert werden, die meistens aus Entwicklungsländern importiert werden. Fleischessen bedeutet Hunger für die Welt.

Die Frage wie gesund vegane Ernährung ist, ist stark umstritten. Befürworter argumentieren damit, dass man sich gesünder ernährt und so seltener an Übergewicht oder Herzproblemen leidet, Kritiker bemängeln die fehlende Aufnahme von bestimmten Vitaminen. Frauen in der Schwangerschaft, Kindern und Jugendlich wird von einer kompletten, veganen Ernährungsweise abgeraten.

Aber ist eine vegane Ernährungsweise dann überhaupt umsetzbar im Alltag? Dies zeigt sich als sehr schwierig, denn vegane Lebensmittel werden fast nirgendwo angeboten. Kurz in der Cafeteria etwas zu essen geht also nicht mehr und auch bei Unternehmungen mit Freunden fällt ein spontaner Snack flach. Aber dennoch kann man einige Anregungen aufnehmen. Zum Beispiel könnte man sich einen Tag in der Woche komplett vegan ( oder abgeschwächt: vegetarisch ) ernähren. Vegane Produkte erhält man z.B. im Biotop in Crailsheim und auch der Regionalmarkt in Wolpertshausen hat ein paar im Sortiment. Diese sind allerdings zum Teil nicht gerade billig. Im Internet sind aber Listen zu finden, auf welchen vegane Produkte von handelsüblichen Herstellern aufgelistet werden z.B.  Ritter Sport hat drei vegane Schokoladen im Sortiment. Obst und Gemüse sind zudem sehr günstige vegane Produkte.

Man sollte sich als Konsument immer daran erinnern, dass man durch seinen Kauf Nachfrage schafft und damit auch Mitverantwortung trägt, wie die Produkte produziert wurden und was daraus resultiert. Denn wenn wir weiterhin so konsumieren wie wir es gerade tun, wird unsere Erde bald schlapp machen.

Für Interessierte hier noch ein Link zu mehr Informationen:

http://www.vegan.eu/

Und ein Rezept für sehr leckere vegane Muffins:

http://www.paules.lu/2012/07/vegane-schoko-tupfen-muffins/

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Kommentare
  1. granum10 sagt:

    Ich finde deinen Beitrag sehr gelungen und man kann deine Meinung gut nachvollziehen. Dennoch kann ich vegan zu leben nicht nachvollziehen. Es ist schon immer so, wir Menschen uns von Fleisch ernähren. Und Veganer essen nicht vegan, weil sie sich um die Erde Gedanken machen, sondern weil diese Mitleid mit den Tieren haben, die für unser Fleisch geschlachtet werden. Meiner Meinung nach ist es der Lauf der Natur. So war es schon immer und so wird es auch immer sein. Das ist der Lauf der Natur: „Fressen oder gefressen werden“. Dass Veganer auch Produkte von Tieren, z.B. Milch oder Eier, nicht essen kann ich auch nicht nachvollziehen. Das Eier legen und das Milch geben schadet den Tieren meines Wissens(wenn falsch, bitte antworten) nicht. Es ist völlig normal für diese Tiere und ihnen wird dadurch nicht geschadet. Dass Menschen auf einmal auf die Idee kommen Tiere, sowie deren Produkte nicht mehr zu essen kann ich in keinster weise nachvollziehen.

    Dass die Erde schlapp machen wird, sehe ich so wie du, dennoch wird sich das Essverhalten der Menschen nicht ändern, weil viele werden sich denken: “ ich alleine kann dadran doch nichts ändern, so esse ich weiter mein Fleisch“. Es wird sich erst am Essverhalten der Menschen ändern wenn sie selbst merken, dass es so nicht weiter gehen kann und schnellst möglich eine andere Lösung gesucht werden muss.

  2. lila03 sagt:

    Zu dem Thema den Tieren macht das doch nichts, hier zwei interessante Quellen.
    Der Film hier ist relativ lang, aber sehr informativ:

    Alternativ hier ein sehr gute Dokumentation (schriftlich) zu dem Thema Huhn und Eier legen:
    http://www.helles-koepfchen.de/massentierhaltung_leben_fuer_den_tod_teil3.html

  3. schmetterling02 sagt:

    Auch ich finde deinen Beitrag gelungen!
    Ich ernähre mich schon sehr lange vegetarisch (nicht nur wegen der Tiere die geschlachtete werden, sondern vor allem, weil mir Fleisch nicht mehr schmeckt). Durch Zufall bin ich vor etwa einem halben Jahr auf ein veganes Kochbuch gestoßen, auch meine Mum war sehr daran interessiert und so haben wir dieses Buch gekauft (vor allem, weil die Gerichte wirklich lecker aussahen!). In diesem Buch war neben den Rezepten noch sehr viel über diese Art der Ernährung erklärt. So ziemlich alles war wirklich plausiebel beschrieben und so haben meine Mum und ich begonnen diese Rezepte auszuprobieren und auch sonst unsere Ernährung auf vegan umgestellt. Auch mein Brunder und mein Dad haben die veganen Gerichte wirklich gerne gegessen (beide essen ganz normal Fleisch, Käse, Milch…).
    Zu meiner Überraschung ist es eigentlich garnicht so schwer sich vegan zu ernähren, für so ziemlich alle „normale“ Produkte gibt es planzlicher Ersatzprodukte, die meistens auch echt lecker sind (aber wirklich nicht immer billig)! Trotzdem muss ich lila03 zustimmen, sobald man das Haus verlässt ist es wirklich schwer sich vegan zu ernähren, in den meisten Restaurants hat man schon „Probleme“ wenn man Vegetarier ist, es gibt weit weniger Auswahl (was ich jetzt nicht besonder schlimm finde). Als Veganer hat man eigentlich überhaupt keine Chance. Obwohl es nicht schwer ist vegan zu kochen und zu backen!
    Ich selbst ernähre mich zur Zeit weitgehen vegan, jedoch nich ich dabei nicht sehr streng (ich esse normale Schokolade und auch mal einen Kuchen), ich muss sagen ich vermisse nichts! Zu der Vitamingeschichte: Im Winter sollte man zusätzlich noch Fruchtsäfte trinken, ansonsten sind so ziemlich alle anderen Stoffe im Essen enthalten!

  4. sandrairena sagt:

    Auch ich finde deinen Beitrag echt gelungen. Ich habe auch schon immer mal wieder von den Veganern gehört und kann dieses nicht so recht nachvollziehen. Die Frage, die sich mir stellt ist, was die Veganer davon abhält, die tierischen Produkte nicht zu nehmen? Wie im ersten Kommentar schon erwähnt, schadet es den Tieren ja nicht: Das Kälbchen von der Kuh bekommt immer noch genug Milch zum Trinken, das Huhn hat immer noch viele andere Chancen um ihre Küken auszubrüten und die Bienen haben so fleißig Vorräte gesammelt, dass sie es trotzdem durch den Winter schaffen.
    Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Gründe für den Veganismus die Chance auch eine bessere Welt in den Entwicklungsländern ist, wie du in deinem Beitrag schon erwähnt hast, oder die nicht artgerechte Tierhaltung. Wobei das eher ein Grund für den Vegetarismus wäre.
    Daher kann ich persönlich die Vegetarier verstehen, wenn sie sagen, dass sie kein Fleisch aufgrund der Massentierhaltung essen. Das Denken der Veganer jedoch, kann ich nicht so recht nachvollziehen.

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