Archiv für Februar, 2013

Erfolg als Zwang?

Veröffentlicht: 19. Februar 2013 von vicky795 in Allgemein

Seit geraumer Zeit, seitdem das intensive Thema Facharbeit uns alle in Anspruch nimmt, stelle ich mir häufiger die Frage: ,,Wozu mache ich das überhaupt?!“
Wie Hans Jonas bezüglich seiner Äußerungen zu Technik und Ethik erwähnte ,,ist der Erfolg nötig unter dem Druck der menschlichen Bedürfnisse.“ 
Doch gibt es auch eine Möglichkeit diesem Zwang Erfolg zu erlangen auf irgendeine Weise zu entkommen? Oder hat man als Mensch keinerlei Wahl ob man sich anstrengt um das vorgegebene Ziel zu erreichen? 

Advertisements

Frage zum Sonntag am Montag ;)

Veröffentlicht: 11. Februar 2013 von fraumittag in Allgemein

Ab wann ist man eigentlich ein Philosoph oder eine Philosophin? Oder Was macht einen Philosophen/eine Philosophin aus?

Protokoll vom 06. Februar 2013

Veröffentlicht: 8. Februar 2013 von sandrairena in Allgemein

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Grundkurs Ethik
am Mittwoch, den 06. Februar 2013
Anwesenheit: 1 Lehrerin, 8 Schüler/innen
Protokollant: S.V. (08.02.2013)

Gliederung:
1.    Organisatorisches
2.    Vernunft und Glaube
3.    Ansätze der Religionskritik

1.Organisatorisches
Beiträge und Kommentare im weblog sind für das vierte und letzte Halbjahr freiwillig, ebenso die Noten. Aufgaben jedoch, die uns Frau Schütze ins weblog stellt, weil sie krank ist, sollen von jedem bearbeitet werden.

2. Vernunft und Glaube ->  http://www.spektrum.de/alias/pdf/sdw-12-01-s056-pdf/1135842?file

Zusammenfassung der einzelnen Abschnitte durch Überschriften
•    Einleitung: Definitionen Glaube und Vernunft, extreme Gegensätze -> Problemverdeutlichung
•    Im Christentum gab es schon immer sowohl der Glaube, als auch die Vernunft
•    Gegensatz in Geschichte, Zwiespalt
•    Definition Glaube
•    Definition Vernunft und Thesenaufstellung
•    Widersprüche von Glauben und Vernunft
•    Widersprüche sind keine Widersprüche (2 Abschnitte)
•    Keine geschichtlichen Berichte, sondern Absichten, die mit der Zeit gelesen und gedeutet werden sollen
Bibeltexte widerlegen keine Wissenschaft
•    Andere Deutungsebene der Bibeltexte -> stehen nicht im Widerspruch zur Wissenschaft
•    Analyse, Deutung, Absicht von Texten
•    Beispiel
•    Modernität -> Unterschied zwischen direkter Aussage und bildhafter Ebene -> Deutung im Wandel der Zeit
•    Warum lässt Gott Übel zu? -> Problem der Theologie, Bsp.: Theodizee
•    1. Antwort, Lösung
Ein Gott, der seine Allmacht selbst beschränkt
•    2. Lösung -> Übel als das Gute und 3. Lösung
•    Gott lässt trotz Allmacht Übel zu
•    Bedeutung der Innen- und Außensicht
•    Trinitätslehre
Umstrittene Wissenschaftlichkeit
•    Hinführung: Wie wissenschaftlich ist die Theologie?
•    Antwort: keine Definition der Wissenschaftlichkeit -> Problem der Glaubensbindung
•    Bindung an Glaube/Kirche ->  keine Bindung an wissenschaftliche Lehre (2 Abschnitte)
•    Jede Wissenschaft hat bestimmte Voraussetzungen
•    Glaube und Wissenschaft dürfen kein Widerspruch sein -> beide haben Wahrheitsanspruch
•    Theologie als Wissenschaft, Kritik
Theologie in der Zwickmühle
•    Kritik an Theologie als Wissenschaft
•    Notwendigkeit und Vorteile der Theologie
•    Viele Fragen erhalten innere Beantwortung (Innenansicht)
•    Vernunft und Glaube vereinbar -> wer glaubt, hat sich vernünftig dazu entschieden (2 Abschnitte)
Papst Benedikt XVI.: Gott ist „höchst-vernünftig“
•    Anfang der Vernunft
•    Mensch ist vernünftig durch Gott
•    Zusammenspiel der Theologie und Philosophie (2 Abschnitte)
•    starker Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft

Fragen an den Text
1. Wie reagiert die Kirche auf wissenschaftliche Beweise?
– „Die Christen müssen die sicheren wissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptieren.“
–  Bibeltexte sind heute anders zu deuten als damals ->  neue Deutungsebene mit Unterscheidung des direkten Aussageinhaltes und der bildhaften Deutungsebene
2. Gehen Glauben und Wissenschaft zusammen, wenn ja, wie?
– wissenschaftliche Methoden legitimiert die Theologie
– beide Lehren haben einen Wahrheitsanspruch, beide müssen wahr sein
– Vorteile für die Gesellschaft: Theologie als Wissenschaft -> Vorteile, Notwendigkeit
3. Inwiefern sind Glaube und Vernunft konträr (=gegensätzlich)?
– Glaube dient als Grundlage für wissenschaftliche Annahmen -> Prämissen
– Unterscheidung der Bildebene und der Sachebene, Frage nach der Deutung der Bibel -> keine wissenschaftliche Deutung
4.  Gibt es Beweise, dass Gott existiert? -> siehe Beiträge und Kommentare im weblog
Ein Gläubiger braucht keinen Beweis Gottes und einen Atheisten überzeugen diese Beweise nicht!

Kritik am Text
•    Der Text geht nur in eine Richtung, es gibt aber verschiedene Kirchen mit unterschiedlichen Ansätzen -> nicht auf der Grundidee der Vernunft und des Glaubens allgemein basierend
•    Der Text ist sehr lang
•    Glauben und Religion sehr einfach dargestellt
•    Vernunft wurde im Glauben untersucht, aber kein Hinterfragen der Grundidee was Vernunft überhaupt ist und ob glauben vernünftig ist

3.Ansätze der Religionskritik
These: Religion steht der Selbstverwirklichung und Selbstaufklärung im Wege

Argumentation Szientifisches Argument Anthropologisch-moralische Argumentation Soziologisch-politische Argumentation Psychologische Argumentation
Vertreter A.Comte L. Feuerbach,F. Nietzsche K. Marx, F. Engels S. Freud
Sicht auf Religion/ Argument Vorwissenschaftliche Erklärungsversuche undurchschauter Naturtatsachen Religion als Projektion anthropologischer Tatbestände; Gottesglauben als in wirkliche Wesen verwandelte Wünsche der Menschen;Ideologie der Schwachen -> der Starke soll an seiner geglückten Selbstrealisation gehindert werden und das Diesseits zugunsten eines imaginären Jenseits geschwächt werden Soziale Bedingungen der Entstehung dieser Wünsche: entlastende Illusion  der Schwächeren,  Verschleierung ungerechter Verhältnisse der Herrschenden Versuch, die Sinneswelt mit der Wunschwelt zu bewältigen; Entschlüsselung durch dasModell der frühkindlichen seelischen Mechanismen, aber durch Wissenschaftlichkeit sind Schranken gesetzt-> Gefährlich und der vernünftigen Lebensweise hinderlich

Sollte man versuchen, Gott zu beweisen?

Veröffentlicht: 5. Februar 2013 von tachribri in Religion

Meiner Meinung nach: ja!

In anderen Artikeln wurde schon angesprochen, dass Gottesbeweise kaum zu missionarischen Zwecken taugen, weil ein überzeugter Atheist eher nach Fehlern in der Argumentation des Beweises suchen wird, als sich zum Glauben an Gott bewegen zu lassen.
Gott beweisen zu wollen, um andere zu überzeugen, scheint demnach ein fragwürdiges Unterfangen zu sein.
Ich möchte aber von der anderen Seite herangehen: Gottesbeweise sollten nicht unbedingt deshalb gemacht werden, um andere zu überzeugen. Sie sollten vielmehr dem Gläubigen, der sie macht, oder auch anderen Gläubigen, eine Unterstützung sein. Glaube wird oft als etwas Gegensätzliches zur Vernunft gesehen, das auf Gefühlen beruht und sich nicht mit rationalem Herangehen ermessen, beweisen oder begründen lässt. Gläubige werden schnell als „naiv“ oder „leichtgläubig“ bezeichnet. Gerade für sie ist es eine Hilfe, sich auf etwas Logisches, Rationelles berufen zu können – auch zur eigenen Rechtfertigung vor Ungläubigen, aber vor allem für sich selbst, wenn sie ins Zweifeln kommen und sich fragen, ob ihr Glaube wirklich nur auf Gefühlen beruht.
Abgesehen davon kann es nicht schaden, einen Gottesbeweis zu versuchen. Warum sollte hier ein Denkverbot herrschen? Es gibt genauso Versuche, die Nichtexistenz Gottes zu beweisen, und eine Argumentation für Gott bereichert doch die Diskussion über dieses Thema. Also sollte es auch Philosophen geben, die für eine Gottesexistenz argumentieren.
Meiner Meinung lassen sich beide Thesen nicht irrtumslos beweisen – ob man nun glaubt, dass es Gott gibt, oder dass es ihn nicht gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden können.

Sollte/kann man Gott beweisen?

Veröffentlicht: 5. Februar 2013 von schmetterling02 in Allgemein

Auch ich habe mir die verschiedenen Gottesbeweise angesehen und mir überlegt, ob man mit ihnen wirklich beweisen kann, dass Gott existiert und ob es wirklich notwendig ist seine Existenz zu beweisen.

Der kosmologische Gottesbeweis, nachdem alles eine Ursache hat und auch diese wieder eine Ursache haben muss und irgendwann einmal Gott als erste/letzte Instanz (jenachdem von welcher Seite man die Kette bertachtet) stehen muss, erschien mir persönlich am logischsten. Denn am Anfang muss irgendein Ausgangspunkt gewesen sein, von dem aus alles begann.

Die Frage die sich mir jedoch irgendwann gestellt hat, war: Muss man Gott überhaupt beweisen? und Helfen diese Gottesbeweise wirklich dabei?
Ich bin der Meinung, dass all diese Gottesbeweise weitgehend logisch sind (aber man findet bei den meisten bestimmt Kritikpunkte, wenn man genauer hinsieht). Trotzdem finde ich es schwer zu sagen, dass aufgrund des z.B. kosmologischen Beweises ein Gott existieren muss. Es gibt trotzdem keinen eindeutigen Beweis, letztlich sind alle diese „Beweise“ nur (logische, nachvollziehbare) Gedankenkonstrukte, die auf eine mögliche Existenz Gottes schließen lassen.
Doch ist es überhaupt notwendig Gott zu beweisen? Ich denke es gab schon immer Menschen, die gesagt haben, ihnen ist das alles zu abwägig und Menschen, die an Gott glaub(t)en haben daraufhin versucht ihnen zu beweisen, dass sie mit ihrer Einstellung falsch liegen und es doch eine göttliche Macht gibt.  Ich denke allerdings, dass dies der falsche Weg ist. Es bringt wenig zu versuchen diese Menschen zu überzeugen, denn letztlich hat man keine eindeutigen, sicheren Beweise die die Menschen wirklich vom Gegenteil überzeugen könnten. Menschen die nicht an Gott glauben werden immer andere Beweise finden und versuchen die Existenz Gottes ihrerseits zu wiesderlegen.

Meiner Meinung nach, sind die Gottesbeweise, v.a. der kosmologische nachvollziehbar aber eigentlich unnötig, denn jerder Mensch muss für sich wissen, ober er an die Existenz Gottes glaubt oder nicht. Denn alle Beweise sind nur wage Versuche etwas zu beweisen, was man nicht wirklich beweisen kann.

Kann man Gott beweisen?

Veröffentlicht: 4. Februar 2013 von sandrairena in Allgemein

Der kosmologische Gottesbeweis geht davon aus, dass die Welt aus Bewegungen besteht. Diese Bewegungen sind sowohl als physikalische Ortsbewegungen zu verstehen, als auch als „Übergänge von der Möglichkeit in die Wirklichkeit“, wie dem Werden, Entstehen und Verändern. Wichtig ist dabei, dass die Bewegung sich nicht selbst auslösen kann, sondern etwas Bewegendes benötigt, um in Bewegung zu kommen. Somit besitzt jede Bewegung eine Ursache, die wiederum einer anderen Ursache zugrunde liegt. Doch auch diese Bewegung hat eine andere Ursache … und diese Bewegungskette lässt sich endlich weiter führen. Jedoch nicht ins Unendliche. Denn laut Thomas von Aquin muss es eine Grundursache geben, ein „erstes unbewegtes Bewegendes“, das diese Bewegungskette in Bewegung versetzte.

Ein gutes Beispiel dazu, das diese Theorie veranschaulicht sind Dominosteine: Diese kann man senkrecht hintereinander aufstellen. Sobald der erste Dominostein umgekippt wird, fallen auch die anderen Steine nacheinander um (sofern man die Steine gut aufgebaut hat 🙂 ), wobei jeder Stein durch die Bewegung des vorherigen Steins um fällt, der wiederum durch die Bewegung des Stein davor umgefallen ist. Auch diese Kette lässt sich nur bis ins Endliche zurück führen, denn irgendwann gelangt man zum ersten Grundstein zurück, der als erster umgekippt wurde. Dieses „ erste unbewegte Bewegende“ versetzt sich somit von selbst in Bewegung, was jedoch zugleich ein Widerspruch ist. Denn zuvor wurde die These bekräftigt, dass jede Wirkung eine Ursache besitzt, da nichts von selbst eine Bewegung auslösen kann. Die These: ALLES besitzt eine Ursache, stimmt somit nicht ganz.

Der Blickwinkel, dass Gott die erste Ursache von allem war, würde bedeuten, dass Gott überweltlich, einfach allmächtig ist, da er sich den Thesen auf der Welt widersetzt und sich eben selbst in Bewegung bringt ohne etwas anderem Bewegendem. Somit bringt auch Gott den ersten Stein zum Fallen. Er bringt die Welt durch seine erste Bewegung in Bewegtes und Bewegendes, ist somit zugleich Ausnahme von allem und sehr mächtig. Ein anderer Gedanke, der mir noch dazu kommt ist, was es mit dem Menschen nach dieser Theorie auf sich hat. Denn laut der Theorie, ist nur Gott dazu befugt, alles in Bewegung zu bringen. Der Mensch jedoch handelt auch von selbst, bzw. entwickelt Gedanken und Reflexe, die ihn zu einer Handlung bringen oder zwingen. Kann der Gedanke somit von Gott laut dieser Theorie stammen? Denn sonst würde sich der Mensch ebenso von selbst in Bewegung setzten. Das wäre zum einen damit erklärbar, dass Gott über uns herrscht und allmächtig ist oder zum anderen, dass wir Ebenbilder Gottes sind und somit auch stark abgeschwächte Eigenschaften von ihm besitzen.

Abschießend jedoch und meiner eigenen Meinung nach, lässt sich Gott nicht beweisen, sondern man kann nur auf eine göttliche Macht oder eine obere Hand schließen, auf jemanden vertrauen, der immer und überall ist. Man kann nichts beweisen, was keine nachweisbaren Beweise und Belege hinterlässt! Und außerdem genügt es schon, wenn man an einen Gott, eine göttliche Macht glaubt.