Frage zum Sonntag am Montag ;)

Veröffentlicht: 25. November 2013 von fraumittag in Frage zum Sonntag

Big King, Big Mac, Doppelwhopper, Chicken Wrap & Currywurst. 

Fleisch! Fleisch!! Fleisch!!! Überall !!!

Vegetarismus – eine ethische Lebensweise oder einfach nur schön einfach („Was geht mich denn noch der Fleischkonsum Anderer an???“) ?

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Kommentare
  1. kariyumi sagt:

    Mein Standpunkt zum Thema Fleisch essen ist relativ einfach. Ich Idee gerne mal Fleisch, doch jeden Tag wie es einige machen, finde ich zu viel.

    Die vegetarische Einstellung (ich gehe von einem Fleischverzicht auf Grund von einem Unwillen Tiere zu essen aus) finde ich sehr bewundernswert. Vom Fleischkonsum, der in unserer Gesellschaft bereits Normalität geworden ist, abstand zu nehmen, zum Schutz der Tiere, ist für mich ethisch bewundernswert.
    Ich denke nicht, dass Vegetarier es sich mit ihrer Einstellung einfach machen. Sie haben für sich entschieden, dass sie es moralisch (für sich) nicht in Ordnung finden, Tiere, andere lebende Kreaturen die sich, wie der Mensch, Jahrmillionen lang weiterentwickelt haben, zu ihrer Nahrung zu machen. Ich schätze meist aus dem Beweggrund, dass sie die verhältnisse, in welchen diese Tiere leben und sterben müssen, um uns als Nahrung zu dienen, nicht haltbar finden.
    Für mich ist diese Lebensweise ethisch, sofern sie darauf beruht, Tieren ein grausames und kurzes Leben zu ersparen.

    “Was geht mich denn noch der Fleischkonsum Anderer an???”
    Diese Aussage klingt meiner Meinung nach auf den ersten Blick recht simpel. Man ist auf sein eigenes Leben fixiert und interessiert sich nicht sonderlich für das Leben anderer. Jedoch denke ich, dass die vegetarische Lebensweise ihrer selbst wegen praktiziert wird, und somit von Leuten für sich selbst ausgeübt wird. Dementsprechend müssen sich diese, für mich, nicht für den Lebensstil anderer interessieren, das ist schließlich nicht „ihre Sache“.

    Außerdem denke ich nicht, dass es viel bringen würde, Nichtvegetarier vom Verzicht oder der Reduzierung ihres fleischgenusses zu überreden.

    • zoesllr sagt:

      Ich persönlich bin der Meinung, dass es verschiedene Gründe gibt, sich für den Vegetarismus zu entscheiden. Es gibt Menschen die, wie schon im vorigen Beitrag erwähnt, für sich entschieden haben, dass sie keine Lebewesen essen möchten bzw. das kein Tier für sie sterben soll. Zweitens gibt es Vegetarierer aufgrund von ökologischen Aspekten, zum Beispiel durch gezielte Auswahl ihrer Nahrungsmittel, ihre Schadstoffaufnahme zu verringern. Drittens Vegetarier, die aus gesundheitlichen Aspekten auf den Fleisch Konsum verzichten.
      Letztere kann man aus der Diskussion über die ethische Richtigkeit rauslassen, da diese sich nicht freiwillig für den Vegetarismus entschieden haben, sollten sie dies doch getan haben, fallen sie mit einem der anderen Aspekte zusammen.
      Um zur Frage „Was geht mich denn noch der Fleischkonsum Anderer an???” zurückzukommen, stimme ich kariyumi vollkommen zu, würde meine persönliche Meinung dennoch kurz anführen. Vorweg nehmen möchte ich noch, dass ich Vegetarier nicht alle in eine SChublade stecke sowie die weiteren Ausführung vermuten lassen könnten, ich gehe von meinem Eindruck von mir bekannten Vegetariern aus.
      Vegetarier (Aufgrund von ethischen Gründen) interessieren sich, glaube ich zumindest, relativ wenig dafür ob die Menschen in ihrem Umfeld Fleisch konsumieren oder nicht. Sie leben mit ihrem Vegetarismus und versuchen auch nicht andere davon zu überzeugen. Vegetarier die sich aus ökologischen Gründen für diesen Lebensstil entschieden haben Verhalten sich vermutlich anders, sie sind an der Umwelt interessiert und versuchen anderen ein Vorbild zu sein und sie geht der Fleischkonsum anderer ihrer Meinung nach eine Menge an.

      Fazit:
      Ich denke heutzutage ist jeder so fixiert auf sich selber, dass man kaum noch auf seine Mitmenschen achtet (abgesehen von engsten Umfeld). Um die Frage auf den Vegetarismus zu beziehen, würde ich sagen es gibt Vegetarier die ihr Umfeld zum verzicht auffordern und welche die mit ihrer Entscheidung keinen anderen beeinflussen.

      • hackfleisch567 sagt:

        Das heißt also, dass du denkst, dass Vegetarier aus ökologischen Gründen zu sein ‚besser‘ ist als Vegetarier aus ethischen Gründen zu sein, oder? Klingt auch nicht schlecht, aber irgendwie unlogisch; ohne deine Theorie in Frage zu stellen: ich hätte das eher so gesehen, dass gerade die Vegetarier, die zwar aus ökologischen Gründen welche sind, aber versuchen, ihre Umwelt damit zu beeinflussen und ‚die Welt zu verändern‘ wie man so schön sagt, auch Vegetarier aus ethischen Gründen sind, weil sie sich ja für das Prinzip der Nachhaltigkeit und für die Rechte von Lebewesen interessieren.

    • hackfleisch567 sagt:

      Ich denke schon, dass es etwas bringen würde, andere Leute davon zu überzeugen, weniger Fleisch zu essen. Es gibt auch diese Schlachthofvideos, die Leuten als ‚Antiwerbung‘ für Fleisch dieses nicht mehr schmackhaft erscheinen zu lassen. Das betrachte ich auch als sinnlos, weil sie es vermutlich wieder vergessen werden und es mir zu krass erscheint. Aber man sollte schon die Leute darauf aufmerksam machen, was sie da eigentlich essen. Ich sage keineswegs, dass man gutes Fleisch oder Wild, das nicht vom Aussterben bedroht ist, nicht essen soll, aber diese Billigfleischproduktion aufgrund des Geldwahns regt mich auf. Leute, die Vegetarier sind und es rein aus eigener Überzeugung sind, mögen wohl ethisch sein, ja. Aber noch besser ist es doch, wenn sie sich für ihre Umwelt interessieren und es auch als ‚ihre Sache‘ sehen würden, weil man Leute doch von seiner Meinung zu überzeugen versuchen kann, wenn sie ‚moralisch/ethisch richtig‘ ist :).

      • hackfleisch567 sagt:

        Das erste war @ Zoesllr und das zweite und dritte @ Kariyumi, das ich wollte es nicht zweimal kommentieren (die Kommentare sind fast dieselben :D), aber das System hier hat mich verwirrt, tut mir leid :D.

    • hackfleisch567 sagt:

      Ich glaube schon, dass es etwas bringen würde, andere Leute davon zu überzeugen, weniger Fleisch aus Massentierhaltung zu essen. Ich sage nichts gegen Wild, wenn es nicht vom Aussterben bedroht ist und gegen Fleisch aus Freilandhaltung. Aber diese Massentierhaltung aufgrund der Geldgier wird nicht weniger werden, wenn keiner etwas dagegen unternimmt! Ich halte Demonstrationen, Blockaden und das Vorführen dieser Schlachthofvideos nicht für sinnvoll und ganz ehrlich weiß ich auch keine besonders gute Lösung, aber Vegetarier, die es aus Überzeugung und ethischen Gründen sind, sollten sich auch für den Fleischkonsum anderer Leute bzw. ihres Umfelds interessieren. Genauso können das natürlich auch bewusst fleischessende Nichtvegetarier. Es ist natürlich das Problem da, dass bei dem heutigen hiesigen Fleischkonsum die Fleischmasse der ‚guten Tierhaltungen‘ nicht ausreichen würde, aber sie würde der Bevölkerung langen, wenn man bewusst weniger Fleisch essen würde, was übrigens auch der Gesundheit des Menschen besser tun würde. Lieber Qualität als Quantität, oder? Viel teurer würde es auch nicht werden, weil man weniger Fleisch kaufen würde und somit auch weniger wegwerfen würde. Man züchtet die Tiere in Massen nicht nur, um sie umzubringen und zu essen, man züchtet sie, um sie zu töten und den Überfluss dann wegzuwerfen. Klingt grausam. Außerdem wird so gesehen auch sehr viel pflanzliche Nahrung verschwendet, die man auch genauso gut direkt aus dem Fenster werfen könnte, nur, dass das noch sinnvoller wäre, weil sich dann die hungernden Menschen dieser Erde diese Nahrung holen könnten :).
      http://www.vebu.de/umwelt/ressourcenverschwendung-und-welthunger/201-welthungerkrise-durch-fleischkonsum

  2. coracalls sagt:

    Ich für meinen Teil esse gerne Fleisch, und ich würde nur ungerne darauf verzichten. Zudem ist der Mensch ein „Allesfresser“, Fleisch gehört also mehr oder weniger zu unserem Ernährungsplan.
    Das Problem liegt meiner Meinung nach in der Haltung der Tiere, die größtenteil ohne Zweifel grausam ist. Immer mehr billiges Fleisch für immer mehr Menschen, also riesige Mastbetriebe mit zu vielen Tieren. Die Tiere führen ein kurzes und qualvolles Leben.
    Dementsprechend ist ein Fleischverzicht zum Wohl der Tiere mit Sicherheit ethisch.
    Die Frage ist nur, bringt das etwas? Oder wird das überflüssige Fleisch, das keiner kaufen möchte, einfach weggeschmissen und die Tiere sind umsonst gestorben?
    Ich denke, am besten wäre die Reduzierung unseres Fleischkonsumes. Man muss nicht täglich ein Steak essen, was im Überigen auch nicht gesund ist.
    Zudem wird der Markt von Billigfleisch für wenige Cents überschwemmt, da kann man auch mal zum Teureren greifen. Diese Tiere wurden meist besser gehalten als die, deren Fleisch für wenige Cents verkauft wird.
    Aber um so etwas grundliegendes wie unsere vorherrschende Tierzucht zu verändern, müssen viele Menschen mithelfen und ihren Fleischkonsum verringern, bzw ganz auf Fleisch verzichten, deshalb geht uns der Fleischkonsum anderer Menschen sehr wohl etwas an. Man sollte aber trotzdem niemandem vorschreiben, was er wann zu Essen hat oder eben nicht, deshalb halte ich auch nichts von den sogenannten „Veggie-Days“, wie die Grünen sie einführen wollten. Man muss Überzeugungsarbeit leisten und die Menschen davon überzeugen, dass ein verringerter oder ganz eingestellter Fleischkonsum besser für Menschen und ethischer für die Tiere ist.

    • hackfleisch567 sagt:

      @Coracalls: Nichts ist meiner Meinung nach umsonst, selbst der Tod kostet das Leben ;). Okay, für dieses Thema hab ich mir eindeutig den falschen Namen ausgesucht, aber der war auch nicht wirklich durchdacht. Ich denke, dass dass es schon etwas bringt, wenn die Produzenten dann auf Dauer merken würden, dass sie zu viel Billigfleisch produzieren und dann würden sie die Menge vielleicht etwas reduzieren, weil es ja für sie auch nur Geld kostet. Eigentlich geht es hier ums Geld, da geht es doch immer drum. Wenn dann mehr Leute mehr Geld für gutes Fleisch ausgeben würden, dann würde es mit der Zeit vielleicht auch nicht mehr so viel Massentierhaltung geben. Bloß diesen Schritt muss man erstmal schaffen, aber wenn man es nicht versucht, dann kann es auch nicht klappen ;). Von diesen ‚Veggie-Days‘ halte ich auch nichts, obwohl ich die Grünen sonst echt in Ordnung finde, aber es bringt nichts, Leuten irgendetwas aufzuzwingen, weil das auf Dauer keinen Erfolg bringen wird. Sie müssen selbst zur Vernunft kommen und da hilft es auch nichts, wenn alle zum Vegetarier werden und sich der Verantwortung entziehen (alle werden es sowieso nie werden), was kein Vorurteil sein soll. Sicher gibt es auch Vegetarier, die es rein aus moralischen Gründen tun (ich sollte weniger von mir auf andere schließen ;D, aber wie in meinem anderen Kommentar erwähnt war ich auch mal Vegetarier auf Zeit und ich kenne das von vielen, dass sie den Grund nicht nennen können und es auch nicht sonderlich lange durchhalten).

  3. sncbn sagt:

    Jeder Mensch, der Fleisch konsumiert, stellt sich automatisch einer gewissen Verantwortung gegenüber seiner Umwelt. Anders als bei pflanzlichen Erzeugnissen muss schließlich für die Produktion von Fleisch ein Tier getötet werden – noch dazu geht Fleischproduktion heutzutage auch normalerweise mit den Methoden einher, die von vielen als Tierquälerei bezeichnet werden. Um mit dieser Verantwortung umzugehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche sich wohl grob in zwei Gruppen unterteilen lassen: Einerseits kann der Fleischkonsument so handeln, dass er hauptsächlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, indem er beispielsweise nur auf Aspekte wie Kosten oder Geschmack bei der Auswahl achtet. Andererseits hat er aber auch die Möglichkeit, auf die Verträglichkeit mit seiner Umwelt Wert zu legen. Hierbei würde er zum Beispiel das Leben des Tieres wertschätzen, indem er auf eine artgerechte Haltung achtet, oder er könnte Produkte aus klimaschonender Herstellung wählen.
    Jeder Fleischkonsument kann also meiner Meinung nach aus diesen beiden Gruppen von Möglichkeiten seine Handlungen wählen, nach denen er handelt. Dabei wäre es der schlimmstmögliche Fall, wenn er nur nach Aspekten der ersten Gruppe handeln würde, der bestmöglichste wäre ein Handeln nach allen Aspekten aus der gegenteiligen Gruppe. Mit dieser besten Möglichkeit würde der Konsument dann auch am meisten seiner Verantwortung gerecht – was letztendlich einem ethisch richtigen Handeln entspräche – im Idealfall, wenn alle Aspekte berücksichtigt würden, zu 100 Prozent.

    Der Vegetarismus ist eine von vielen Möglichkeiten, mit der beschriebenen Verantwortung umzugehen. In diesem Falle wird der Konsum von Fleisch komplett vermieden, wodurch natürlich alle damit verbundenen Probleme direkt gelöst sind. Ob diese Form allerdings tatsächlich der Verantwortung gerecht wird und damit ethisch gesehen in Ordnung ist, oder ob dies einfach nur als eine Möglichkeit genutzt wird, sich genau dieser Verantwortung zu entziehen, hängt jedoch davon ab, aus welchen Gründen eine solche Lebensweise von der jeweiligen Person gewählt wird.
    Ich denke, diese Gründe entspringen wieder einer der zwei verschiedenen Gruppen.
    Falls die vegetarisch lebende Person dies nur aus egoistischen Interessen heraus tut, so tut sie es nicht wegen ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt. Sie verfolgt dann einzig und allein das Ziel, für sich selbst Vorteile zu gewinnen. Diese können völlig verschiedener Art sein: Ein eigener Vorteil einer solchen Einstellung könnte sein, selbst gesünder leben zu wollen. Ein anderer wäre, keine Schuldgefühle gegenüber „süßen“ Tieren haben zu müssen. Und zuletzt kann das Interesse auch einfach darin bestehen, sich nicht weiter mit dem Problem beschäftigen zu müssen.
    Ist eine vegetarische Lebensweise hingegen darin begründet, der moralischen Verantwortung gerecht zu werden, dann ist sie mit Sicherheit ethisch absolut richtig. Sollte die Person den Vegetarismus wählen, weil sie erkannt hat, dass sie den Tieren gegenüber eine gewisse Verpflichtung hat, weil sie der Umwelt damit helfen möchte oder weil sie gegen die Produktionsbedingungen von Fleisch etwas tun will, dann stellt sie sich ihrer Verantwortung und hat einen Weg gefunden, damit ethisch richtig umzugehen.
    Letztendlich ist Vegetarismus also eine vollkommen ethisch richtige Lebensweise, wenn sie aus nicht-egoistischen Gründen erfolgt. Dann ist sie eine – von einigen weiteren – Möglichkeiten, mit der Verantwortung, die der Mensch gegenüber seiner Umwelt hat, umzugehen. Allerdings muss diese Lebensweise nicht unbedingt die einzig richtige sein. Auch Fleischkonsum, der in der Weise verantwortungsvoll geschieht, dass er die entsprechenden Aspekte abdeckt, ist ethisch vertretbar.
    Somit hängt es also von den Zielen, die hinter dem vegetarischen Leben einer Person stecken, ab, ob dieses moralisch richtig oder einfach nur eine bequeme Möglichkeit ist, sich seiner Verantwortung zu entziehen.

  4. chubiduu sagt:

    Ich denke dass das vegetarische Leben durchaus eine ethische Lebensweise ist. Allerdings muss man unterscheiden zwischen denen die kein Fleisch essen, weil sie es schlichtweg nicht mögen oder es momentan nur eine Modeerscheinung ist und denen die es aus Überzeugung nicht essen, die etwas bewirken wollen und ihren Standpunkt klar machen wollen.

    Das umstellen des Lebens um etwas in der Welt zu ändern. Solch eine Lebensumstellung ist keinesfalls einfach. Im gegenteil: Vegetarier und vorallem Veganer machen es sich viel schwerer im Leben. Das Einkaufen wird komplizierter, man muss überall darauf achten das keine tierischen produkte enthalten sind, man kann nicht mal eben schnell etwas essen, sondern muss meistens selbst frisch kochen. Nebenbei muss man natürlich auch auf den eigenen Körper achten da man viele Nährstoffe nicht zu genüge zu sich nehmen kann. Diese muss man notfalls mit Tabletten künstlich zu sich nehmen.
    Es verändert also insgesamt den Tagesablauf und macht es nicht gerade einfacher.

    Meiner Meinung nach wird diese Lebensweise allerdings problematisch wenn man nun sein eigenes Kind von Geburt an Vegetarisch oder Vegan ernährt.

  5. davorka173 sagt:

    Meiner Meinung nach ist am Konsumieren von Fleisch nichts schlimmes dran und ehrlich gesagt finde ich auch mehr Argumente die für den Verzehr solcher Produkte sprechen als dagegen.

    Der Mensch war, wie uns immer geprädigt wurde, ein Jäger und Sammler. Er ernährte sich damals sowohl von Kräutern und Beeren, als auch vom Fleisch getöteter Tiere. Zudem wurde auch alles vom Tier weiter verarbeitet: Fleisch und Fett als Essen, Fell als Kleidung und Knochen als Waffen. Aber auch heute wird alles vom Tier wiederverwendet, nur eben nicht mehr für Dinge, die dem Menschen beim Überleben helfen (z.B. Fell als Dekoartikel oder Möbelstück).
    Außerdem stecken in dem Fleisch wichtige Stoffe, die unser Körper dringend benötigt (z.B. Eisen). Selbstverständlich kann man diese Mineralien auch auf andere Weisen aufnehmen, aber Fleisch wäre nunmal der natürlichste Weg.

    Heutzutage werden schließlich auch extra Tiere gezüchtet, die dann eben helfen sollen, den Fleischkonsum des Menschen etwas zu sättigen.

    Wir hier in Deutschland ernähren uns größtenteils eh nur von heimischen Tierarten (Hähnchen, Schwein, Rind, Wild, etc.), vondaher müssen wir uns auch keine Sorgen machen, eine gewisse Tierart zu bedrohen.

    Letztendlich beschwert sich auch niemand, wenn sich ein Löwe in der Steppe eine Gazelle schnappt, tötet und verzehrt. Liegt eben in der Natur. Nur hat sich der Mensch neue, einfachrere Methoden ausgedacht, um an sein geliebtes Fleisch zu kommen.
    Und im Ernst, einen vegetarischen Löwen habe ich noch nie gesehen 🙂

    Zuletzt ist vielleicht noch zu sagen, dass ich sowieso zwischen zwei Arten von Vegetariern unterscheide (wie auch „chubiduu“ bereits sagte): Es gibt die Leute, die kein Fleisch essen, weil es ihnen einfach nicht schmeckt und die Art von Menschen, die sagen „Aber die armen Tiere!“
    Ich persönlich habe Tiere auch unheimlich gern, aber ich esse ja schließlich nicht meine eigenen Haustiere. Wenn ich ein Tier im lebendigen Zustand sehen würde und es nach seinem Tod verspeisen sollte, würde ich dies auch niemals über mein Herz bringen, aber das ist ja nicht der Fall, also!

    Ich habe bei weitem nichts gegen Vegetarier; ich habe auch sogar einige in meinem Freundeskreis. Wenn jemand kein Fleisch essen mag, bitte! Ich allerdings würde mich niemals von meinem Fleischkonsum lösen wollen; es schmeckt mir einfach (zu gut).

  6. hackfleisch567 sagt:

    Es gibt eine Menge feindseliger oder auch freundschaftlicher Sprüche gegenüber Vegetarier, was zeigt, dass diese Lebensweise hier heutzutage vermehrt ausgeübt wird und auch teilweise ein großes Thema darstellt. Ich finde den Spruch ‚Metzger sind Mörder‘ viel übertriebener als zum Beispiel: ‚Vegetarier essen keine Tiere, aber sie essen ihnen das Futter weg‘, ‚Das Wort ‚Vegetarier‘ kommt aus dem Indianischen und bedeutet: ‚Zu blöd zu Jagen“ oder ‚Auch Vegetarier beißen nicht gern ins Gras‘. Die Hardcorevegetarier haben häufig eine sehr viel krassere Einstellung gegenüber den Fleischfressermenschen als umgekehrt. Die drei letzten haben eine Spur von Humor in sich. Vegetarier essen klar mehr Gemüse, aber wohl nicht so viel, dass es den Tieren schaden könnte ;). Jedoch ist es sehr hart, zu behaupten, dass Metzger Mörder wären, weil das indirekt implizieren würde, dass jeder Mensch als Mörder bezeichnet werden kann, da Insekten auch Tiere sind und man täglich Tausende von ihnen totlatscht. Ich habe nichts gegen Vegetarier und auch nichts gegen Fleischfressermenschen, aber ich finde, dass man diese Entscheidung jedem selbst überlassen sollte und keiner der beiden sich über den anderen lustig machen sollte. Man lebt nur einmal und dann soll man so leben wie man selbst es für richtig hält, sofern es nicht ausartet (Mord und Totschlag wäre nicht vertretbar). Sicher ist die eine Lebensweise nachhaltiger als die andere, aber ich finde, wenn man sein ganzes Leben daraus auslegt, dass es den Generationen nach uns gut geht, dann hat man doch selber nichts davon (ich hoffe, das klingt nicht so egoistisch). Ich war mal selbst für 5 Monate Vegetarierin und 2 Wochen davon Veganerin, aber ich muss zugeben, dass ich nach einer gewissen Zeit anfing, von Bratwürsten zu träumen und ich konnte auch nicht wirklich erklären, warum ich es bin (wo mir wieder so ein Spruch einfallen würde: ‚Don’t ask me why I’m a vegatarian, ask yourself why you’re not‘;)). Aber da bin ich der Meinung von ’sncbn‘, dass man mit seiner vegetarischen Lebensweise seiner moralischen Verantwortung gerecht werden wollen sollte und dies nicht aus egoistischen oder gar keinen Gründen tun sollte, bzw. tun kann, aber dann wäre es keine ethische Lebensweise. Also wenn man sagt, ich werde Vegetarier, um gesünder zu leben und weil mir die Tiere leid tun oder weil ich die anderen mit meiner Willenskraft und meinem Durchhaltevermögen beeindrucken will, dann ist man meiner Meinung nach ein Vegetarier aus egoistischen Gründen, der sich jetzt nicht mehr verantwortlich für den übertriebenen Fleischkonsum in unserer heutigen Gesellschaft fühlen muss. Wenn man es aber aus Überzeugung tut, etwas in der Gesellschaft verändern zu wollen und auch auf Demonstrationen geht und andere zu überzeugen versucht, dann ist es ethisch. Was ich wiederum für unnötig halte, weil jeder das wie schon gesagt für sich entscheiden muss. Meiner Meinung nach ist es das beste, die Mitte zu finden, nach der man 2-3 mal in der Woche Fleisch oder Fisch isst und gutes Fleisch aus der Region kauft, wo die Tiere gut leben konnten. Klar denken da manche, dass die Tiere doch sowieso sterben werden und das doch egal sei, wie sie leben, aber es macht schon einen Unterschied, weil die Tierhaltung schon häufig Tierquälerei entspricht und auch die Tötung am laufenden Band. Wenn man die Tiere ordentlich hält und gesund füttert, finde ich es vertretbar, sie zu essen. Das Problem ist viel eher, dass man zu viel Billigfleisch kauft und isst als dass man überhaupt Fleisch isst. Der Mensch ist nun mal ein Allesfresser und man könnte auch nur Wildfleisch essen, weil man da sicher sein kann, dass die Tiere nicht mal gezüchtet worden sind, um zu sterben. Die momentane Lösung dieses Fleischkonsum kann man übertrieben so sehen, dass es manche gibt, die zu viel Fleisch essen und dann die paar Vegetarier, die gar keins essen. Kann man das als Lösung bezeichnen? Ich meine, das entfernt auch nicht die Idee der Massentierhaltung. So, das war meine Meinung, auch, wenn sie über deine These etwas weiter hinausging ;).

  7. hackfleisch567 sagt:

    *darauf auslegt (Zeile 14 v.o.)
    *nicht gezüchtet worden sind… (Zeile 5 v.u.)
    *dieses Fleischkonsums (Zeile 4 v.u.)

  8. uschili sagt:

    Meiner Meinung nach ist es unnötig komplett auf den Fleischkonsum zu verzichten und vegetarisch zu leben, nur weil man es erschreckend findet, wie mit den Tieren umgegangen wird. Ist man jedoch kein Fleisch aus religiöser oder einer anderen Überzeugung oder weil man es schlichtweg nicht mag, so ist das etwas anderes.
    Der Mensch war schon immer ein Jäger und ernährte sich schon immer von Tieren. Daran soll sich auch nichts ändern. Allerdings sollte man sich im Klaren sein von wem man seine Produkte kauft, bzw. zu welchem Preis. Denn der Grund für diese schreckliche Massentierhaltung und -quälerei ist einfach nur eine Folge des Verhaltens von uns Konsumenten. „Je billiger, desto besser“, so das Denken vieler Menschen aber im nächsten Satz sagen, dass es unmöglich sei, wie mit den Tieren umgegangen wird. Mal Hand auf’s Herz, würden Sie ca. das 5-fache für Fleisch bezahlen?
    Wenn ja, dann zeigen Sie es und kaufen Sie Fleisch von den zwar wenig, aber dennoch vorhandenen Metzgereien, Bauern etc.
    Wenn nein, dann schauen Sie weiterhin zu, wie zahlreiche Tiere enorme Schmerzen ertragen müssen, nur damit Sie Ihr Fleisch günstig kaufen können.
    Sagen viele Menschen „ja“, so kann das Problem an den Wurzeln behoben werden und den Tieren geht es bald wieder besser.
    Ein weiterer Faktor, der helfen könnte, das Problem zu lösen, sind neue Beschlüsse bezüglich der Gesundheit der Tiere, die aber teilweise schon gemacht werden.
    Somit bleib ich bei meinem Standpunkt, dass es wesentlich sinnvoller ist, Probleme an den Wurzeln zu beheben, anstatt immer nur die Folgen zu betrachten.

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