Frage zum Sonntag

Veröffentlicht: 8. Dezember 2013 von fraumittag in Allgemein

Anything I’m not
Lenka

I will never be, I will never be tall, no
And I will never be, never ever be sure of it all
Oh, why’s the world so cruel to me?
When all, all I ever wanna be is anything I’m not

Gimme a break, a little escape
I am so tired of being me
I wanna be free, I wanna be new and different
Anything I’m not, I’m not

I will never be, I will never be you, no
I will always be, I will always be me, that I know
But oh, even though I’m happy being me
I want to get away from all this harsh reality, oh

Wer bin ich?
Wer will ich sein?
Wie werde ich was ich sein will?
Woher weiß ich was/wie ich sein will?
Warum will ich anders sein als ich bin?
Warum ist es so wichtig das ich ich bin?

Was ist das ICH?

Quelle des Songtextes: http://m.metrolyrics.com/anything-im-not-lyrics-lenka.html Zugriff am 08.12.2013

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Kommentare
  1. kariyumi sagt:

    Wer bin ich?
    Das „ich“ setzt sich, meiner Meinung nach, aus verschiedenen Faktoren zusammen. Die Persönlichkeit eines Menschen bildet sich nicht von einem Tag auf den anderen komplett aus, sondern wächst und reift mit jedem Tag.
    Erlebnisse und Herausforderungen können Sicht- und Denkweise verändern, sowohl bewusst als auch unbewusst. Dennoch bleiben wohl Grundlagen erhalten, die sich nicht großartig verändern. Sie machen das „ich“ der Person aus. Deshalb denke ich nicht, dass es möglich ist, sich komplett und von Grund auf zu ändern, manche Dinge müssen erhaltenbleiben.
    Ob das „ich“, für das man sich selbst hält, das selbe ist wie das „ich“, welches von anderen ersehen wird, weiß ich nicht. Ih schließe daraus, dass sich aus Erfahrungen die im Laufe des Lebens erlangt werden, Erziehung und Umwelt das „ich“ und die Sichtweisen ausbilden.

    Wer will ich sein?
    Diese Frage wird jeder für sich selbst beantworten müssen, doch wie setzt sich die Vorstellung des eigenen „perfekten Ichs“ zusammen? Ich denke auch das hängt mit der Umwelt zusammen, denn dort findet man Leute die man bewundert und denen man nacheifert. Außerdem möchte ein Mensch wohl nicht nur für sich, sondern auch für andere perfekt sein, weshalb es auch möglich sein könnte, dass man sich auch nach Vorstellungen anderer richtet.

    Wie werde ich was ich sein will?
    Wie oben erwähnt bin ich der Meinung, dass sich das „ich“ im Laufe der zeit weiter ausbildet, es am Anfang zum Beispiel nur grobe Richtungen und Meinungen hat, die immer präziser und fundierter werden. Um zu werden wie man sein will, setzt man sich normalerweise Ziele, deren Erreichung eine Veränderung nach sich zieht (die nicht immer gut im Sinne von zielführend sein muss).
    Wenn das Ziel welches man sich gesetzt hat, nicht mit dem „natürlichen“ Ziel der „normalen“ Veränderung übereinstimmt, zwingt sich die Person vermutlich den Weg zu gehen, den sie für den besseren hält. (Also nicht der, der durch Erfahrungen geprägt ist). Das kann zur folge haben, das man sich selbst verliert und sich selbst belügt um sein wahres „ich“ hinter einem erschaffenen „schein ich“ zu verbergen.

    Woher weiß ich was/wie ich sein will?
    Höchstwahrscheinlich folgt man einfach dem Gefühl, Vorbilder, die von anderen bewundert werden eignen sich gut, so kann man „sicher“ sein, dass man bei anderen gut ankommt. Man sucht sich also nach Gefühl jemanden aus den man selbst und andere bewundert, um ein paar Eigenschaften zu übernehmen.

    Warum will ich anders sein als ich bin?
    Ähnlich wie bei dem woher, bin ich mir auch hier nicht sicher. Ich würde jedoch vermuten, dass ein Instinkt sein könnte. Man möchte sich vielleicht ändern, um sich der Gruppe anzupassen, was vor länger zeit vielleicht nützlich war.
    Oder aber man sehnt sich danach anders zu sein, weil man das Gefühl hat, so nicht gut genug zu sein, oder in eine Gruppe zu passen. Man verspricht sich von der Veränderung Erleichterung beim integrieren, oder von anderen angenommen zu werden. (Vielleicht gefällt anderen das „eigentliche ich“ nicht?)
    Wahrscheinlich durchläuft jeder Mensch einmal diese Phase.

    Warum ist es so wichtig das ich ich bin?
    Es ist trotz allem wichtig, das man das eigene „ich“ behält, denn das ist das einzig echte und macht die Persönlichkeit aus. Es ist im Prinzip die Seele jedes einzelnen und somit einzigartig. Jedes „ich“ hat besondere Eigenschaften, die so kein anderer hat, Ansichten und Erlebnisse, die andere vielleicht nicht kennen oder teilen. Dadurch, das man verschieden ist, entstehen verschiedene Ideen und Interessen. Letztendlich entstehen wissen und Erkenntnis nur aus den Fähigkeiten einzelner, die durch Erfahrungen und ähnlichem im „ich“ verankert sind. Anders wäre es, denke ich, nicht möglich.
    Manchmal möchte auch die Gesellschaft das „ich“ eines einzelnen ändern und formen, weil es ihnen so nicht passt und ihnen im Weg ist. Das sollte man nicht tun, denn niemand hat das recht das „ich“ eines anderen ohne seinen Willen ändern zu wollen. Wenn alle Menschen ihr „ich“ angepasst haben, werden keine neuen, vielleicht aberwitzigen, Ideen mehr aufgestellt die das Leben nachhaltig (positiv?) verändern können. Doch auch wenn es Menschen gibt die durch ihr „ich“ geleitet schlechtes tun, ist es kein Grund alle „Ichs“ der Menschen zu vereinheitlichen, denn wenn wir keine Fehler machen, können wir nicht aus ihnen lernen und uns weiterentwickeln.

  2. coracalls sagt:

    Sollte es irgendwann möglich sein zu beamen, könnte man zwar den Menschen, aber nicht das zugehörige Ich transportieren. Man könnte jedes einzelne Atom wieder original zusammenbauen, eine exakte Kopie der Person erstellen, aber sie wäre nicht die selbe wie vorher, nur die gleiche.
    Was uns einzigartig macht, sind unsere Gedanken – und somit unser eigenes Ich-Bewusstsein.
    Nehmen wir an, bei der Geburt eines Babys wäre seine Persönlichkeit ein weißes unbeschreibenes Blatt Papier, und so wäre es bei jedem Neugeborenen (die Gene lassen wir mal vollkommen aus dem Spiel). Wir nehmen uns jetzt zwei dieser Blattbabies und packen sie in die selbe Gesellschaft, in die selbe Familie, machen sie sozusagen zu Zwillingen, die beide von all ihren Verwandten gleich behandelt werden und das gleiche erleben. Das erste, was diese beiden Babys sehen, ist das Gesicht ihrer Mutter, also malen wir dieses Gesicht auf das Persönlichkeitsblatt. Irgendwann bekommen die Babys Hunger, also malen wir ein Fläschchen als Hungersymbol auf das Blatt. Die beiden bekommen beigebracht, dass es böse ist, seinen Brei über den ganzen Tisch zu spucken, also fügen wir dem Blatt ein entsprechendes Symbol hinzu.
    Dieses Spiel ließe sich jetzt beliebig weiterführen, und am Ende würden unsere beiden Charaktere einträchtig nebeneinandersitzend vor dem Kamin sterben, weil sie vollkommen gleich sind, das gleiche erlebt haben, die gleichen Entscheidungen getroffen haben, mit den gleichen Leuten in Kontakt gekommen sind und sich generell wie ein Ei dem anderen gleichen.
    Stimmt aber nicht, denn irgendwann in diesem Leben kommt es zu einem Bruch zwischen den beiden und sie fangen an, sich zu unterscheiden.
    Nehmen wir an, unsere Zwillinge sind etwa fünf Jahre alt und sitzen sonntags gemeinsam vor dem Fehrnseher und sehen sich die Sendung mit der Maus an. Der Moderator stellt folgende Aufgabe: „Stellt euch mal einen Hund vor, wie er über eine Wiese läuft.“ Zwilling 1 denkt an einen großen gelben Hund, der über eine schöne Blumenwiese schlendert, und Zwilling 2 stellt sich vor, wie ein kleiner blauer Hund über einen Golfplatz rennt. Und wieso? Wo doch beide volkommen gleich sind? Weil es nahezu unmöglich ist, zur selben Zeit den selben Gedanken zu haben.
    Natürlich kennt man das, man sitzt neben der besten Freundin im Unterricht, die Tür geht auf und ein Referendar kommt rein, der genau so aussieht wie der Typ aus dem Kinofilm, den man letzte Woche gesehen hat. Dann guckt man sich an, grinst und flüstert gleichzeitig den Namen des Films, weil man gleichzeitig daran gedacht hat. Doch auch diese Gedanken unterscheiden sich, man hat zum Beispiel eine andere Szene im Kopf. Fakt ist also, dass man nicht in den Kopf des anderen hineingucken kann und immer anders denkt als das Gegenüber, oder zumindest andere Denkansätze hat.
    Genauso ist das bei unseren Zwillingen. Irgendwann unterscheidet sich ein Gedanke und diese Ungleichheit sorgt dafür, dass sie unterschiedliche Vorlieben, und schließlich auch Persönlichkeiten entwickeln. Beispielsweise entwickelt Zwilling 1 eine Vorliebe für die Farbe gelb, Zwilling 2 für blau und Zwilling 2 möchte gerne golfen gehen, während Zwilling 1 jegliche sportliche Aktivität hasst.
    Diese Ungleichheiten werden natürlich von Erziehung, Sozialisation, Genen, der Tatsache, dass es keine gleiche Gedanken gibt und vielen anderen Faktoren begünstigt und vorangetrieben, die die Persönlichkeit eines Menschen prägen. Jeder Mensch ist somit einzigartig, also ist auch jedes Ich einzigartig.
    Das Ich ist das Gesamtbild eines Menschen, das er selbst sieht mit allem, was dazugehört: die Gedanken, die Vorlieben, die Interessen, die Erinnerungen und nicht zuletzt der eigene Körper, denn so sehr wir sie uns auch wegwünschen, die krumme Nase und das hässliche Kinn werden immer ein Teil von uns sein, auch wenn wir uns unters Messer begeben und diese Makel korrigieren lassen.
    Wichtig ist noch, dass das Ich das ist, was wir selber von uns sehen. Ein bei Eltern sehr beliebter Spruch ist „Wir kennen dich besser, als du dich selbst“, doch das stimmt nicht. Das mag vielleicht gewesen sein, als man noch ein Baby war und das Blatt noch relativ leer, doch mittlerweile hat sich da so vieles angesammelt, dass es für andere Leute unmöglich ist, alles zu kennen. Auch verhält man sich unter Leuten anders, als wenn man allein ist, sodass deren Eindruck weiter verfälscht wird.
    Also zusammengefasst: Das Ich = das Gesamtbild (einschließlich Erziehung, Gedanken, Vorlieben etc.), das ich von mir selbst habe

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