Ist Gelassenheit der Schlüssel zum Glück?

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von avocadobrei in Allgemein

File:Silhouette yoga.pngLizenz: CC by Onef9day 3.0

 

Findet man sein Glück, wenn man alles gelassen nimmt? Durchaus ist das eine Überlegung wert, denn wer Negativem im Leben gelassen gegenüber steht, der ist unabhängig von äußeren Faktoren und entzieht sich dem steigenden Druck unserer Leistungsgesellschaft. Man nimmt das Leben so wie es ist und lässt die Dinge einfach auf sich zu kommen, denn viele Dinge im Leben kommen zufällig. Gelassenheit ist ein Schlüssel zum Glück, aber nicht der Einzige.

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Kommentare
  1. St. Sanktus sagt:

    Kann dir überhaupt nicht zustimmen.
    Genauso wie alles im Leben hat auch Gelassenheit 2 Seiten – ein Extrem nennt man auch ‚Engstirnig‘, das andere ’stoisch‘ (oha – ein pseudo-intellektuelles Fremdwort: http://www.wikipedia.org/wiki/Stoa)
    Wenn der Mensch tatsächlich jede Herrausforderung und alles im Leben ‚gelassen‘ nimmt ist ihm im Umkehrschluss schließlich alles sch***egal; Man hat kein Pflichtgefühl mehr oder das Bedürfnis irgendetwas zu tun. Glaubt ihr so kann eine Gesellschaft funktionieren? Und auch der Mensch selbst wird nicht wirklich glücklich dabei: ‚Zwingt‘ man sich nie irgendeine Herrausforderung anzunehmen, sich irgendeinem Problem zu stellen erreicht man letzten Endes gar nichts.
    Natürlich sollten wir uns nicht über Dinge aufregen, die wir nicht ändern können. Die, die wir ändern können sollten wir aber durchaus anpacken!
    ‚Chill dein Leben, nimms locker‘ propagiert aber das Gegenteil. Auch im Punkt Gelassenheit brauchen wir also eine goldene Mitte, die sicher nicht leicht zu finden ist (was sind denn überhaupt die Dinge, die man ändern kann?). Sie kann also nicht der absolute Schlüssel zum Glück sein, lieber avocadofürst.
    Was wirst du jetzt sagen (insofern du dir das überhaupt bis hierhin durchgelesen hast)?
    Richtig: ‚Nimms gelassen‘! Denn auch das Problem mit der Gelassenheit kann ich gelassen nehmen, so wie alles auf der Welt, worauf ich dir wieder erklären würde, wieso das nicht gut ist. Worauf du wieder sagst… und und und. Ein Paradoxon! Aber das Problem liegt doch eigentlich ganz woanders: Kann man wahre Gelassenheit wirklich produzieren? Ist das nicht eine Gefühlssache? Ich kann mir doch selber nicht befehlen, dass ich gelassen sein soll, wenn ich gerade erfahre, dass meine Freundin den Porsche gegen den Baum gesetzt hat. Auch z.B. Beziehungsschwierigkeiten kann ich zwar á la ‚bleib geschmeidig‘ einfach wegschieben und verdrängen. Trotzdem belasten sie mich noch, machen mich unglücklich.

    Dito: Alles gelassen zu nehmen ist kein Schlüssel zum Glück.

  2. avocadobrei sagt:

    Wer sagt eigentlich das Gelassenheit bedeutet, dass einem alles sch***egal ist? Gelassenheit bedeutet lediglich, dass man Dinge so hinnimmt, die man sowieso nicht ändern kann und damit meine ich zum Beispiel die Naturgesetze! Wenn man sich permanent Vorwürfe macht, dass man es besser hätte machen können, dann ist man auch nicht glücklich. Das ständige Streben nach mehr macht auch unglücklich. Klar ist es nicht immer einfach und auch gar nicht wünschenswert, dass du alles gelassen hinnimmst, wie zum Beispiel den Unfall deiner „Freundin“, aber viele wünschen sich, dass sie Misserfolge weniger an sich ranlassen, denn wer alles zu ernst nimmt, der lebt nicht richtig. In vielerlei Hinsicht ist eine gelassene Herangehensweise besser als ein hektische und übereilte Herangehensweise, bei der sicher Fehler auftreten werden. Außerdem ist Gelassenheit nicht nur ein Gefühl, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Die Reinigung von Katharsismomenten ist essentiell um gelassen zu sein. Des weiteren denke ich hilft Gelassenheit um sich auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren und man kann seine Ziele viel einfacher verfolgen, denn wenn man alles zu sehr an sich ranlässt, dann plagen einen immer mehr die Selbstzweifel und man macht sich selbst zuviel Druck. Ich finde es ist auch eine Kunst zu schweren Schicksalsschlägen zu sagen „Scheiß drauf, ich leb trotzdem weiter und mach mein Ding“, aber deshalb ist es dir ja nicht egal, du lernst nur richtig damit umzugehen.

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