Abtreibung – das Normalste der Welt?

Veröffentlicht: 12. Juli 2014 von avocadobrei in Allgemein

Heutzutage gibt es viele junge schwangere Mädchen, aber auch viele Frauen, die ungewollt schwanger werden. Das Kind würde jedoch ihren kompletten Lebensplan verwerfen. Viele dieser Frauen stehen daher vor eine folgenschweren Entscheidung und egal, wie sich sich entscheiden, es liegt meist ein harter Weg vor ihnen. Ganz besonders, wenn man sich dazu entscheidet ein Kind abzutreiben, denn das ist etwas, was man sein Leben lang nie vergessen wird, auch wenn man es scheinbar aus seinem Leben verbannt hat.

Die Medien wurden auf eine junge Frau aufmerksam, die sich in dieser schwierigen Situation befand. Sie hatte sich für eine Abtreibung entschieden, jedoch wollte sie sich darüber hinaus noch filmen lassen. Das Video stellte sie in Youtube, um ihrer Aussage nach, den Frauen die Angst vor diesem Schritt zu nehmen. Das Schlimme an dem Video, meiner Meinung nach, ist die Art und Weise, wie sie ihre Emotionen rüber bringt. Denn tatsächlich scheint sich die junge Frau zu freuen und zeigt kaum Anzeichen von einem schlechten Gewissen oder derartigem. So hat es für viele wirklich den Anschein, als sei an einer Abtreibung überhaupt nichts schlechtes dran.

Ich weiß, das Thema Abtreibung ist schon so oft diskutiert worden, doch dieses Video hat mich echt geschockt. Viele sagen ja, dass das etwas Normales sei und ich habe auch viele Interviews gelesen, in denen Frauen „mal eben“ abtreiben gehen. Ich finde es schlimm, wenn so etwas verharmlost wird. Ich bin nämlich allgemein gegen Abtreibung. Und da gibt es jetzt viele die sagen würden, dass wenn man Abtreibung ablehnt, dass man dann auch nicht verhüten dürfte, aber das ist Schwachsinn! Man kann niemanden dazu zwingen nicht abzutreiben, aber ich glaube man sollte sich schon bewusst sein, dass man dadurch ein lebendiges Wesen tötet, auch wenn viele meinen, dass es zu Anfangszeit noch nicht als solches gewertet werden kann. Ich denke das Stadium spielt keine Rolle. Leben ist Leben. Die junge Frau von dem Video scheint vielleicht auf den ersten Blick glücklich und erleichtert, jedoch hat sie bewusst die Szenen gewählt in denen das so aussieht. Denn ich glaube nicht, dass sie das nicht mitgenommen hat. Und selbst wenn sie am Anfang keinerlei Anzeichen ein schlechten Gewissens zeigt, denke ich, sie wird es vielleicht erst nach Jahren spüren, spätestens, wenn sie ihr erstes gewolltes Kind bekommt. Dennoch habe ich keine Ahnung, wie es ist in solch einer Situation zu stecken und ich finde, dass egal, wie sich eine Frau da entscheidet, man Verständnis haben soll, auch wenn man ganz anderer Meinung ist.

 

Was denkt ihr dazu? Wenn ihr mehr über den Fall erfahren wollt: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/25-Jaehrige-filmt-sich-selbst-bei-Abtreibung-id29761621.html

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Kommentare
  1. chibimikuuu sagt:

    Man sollte meiner Meinung nach zuerst auf die Umstände der Person achten. Die Abtreibung als „Verhütung-danach“ ist beispielsweise einfach unverantwortlich; wenn man sich bewusst ist, dass man als Frau schwanger werden könnte, die Folgen bereits absehen kann und trotzdem unverhütet Geschlechtsverkehr hat.

    Was jedoch im Falle einer Vergewaltigung? Ein junges Mädchen, ein älterer „Onkel“, es entsteht ungewollt ein Kind. Man sollte nicht nur auf das Wohlergehen des Kindes, sondern auch auf das der Mutter achten. Was wenn die Geburt des Kindes zu psychischen, womöglich auch physischen Schäden der Frau führt? Du tötest dein Keim eines kommenden Lebens? Vielleicht tötest du im Falle des nicht Abtreibens die Blume, die den Samen hervorgebracht hat. Ich stelle es mir schwierig vor, das Kind des Vergewaltigers aufzuziehen. Natürlich kann man das Kind immer noch nach der Geburt zur Adoption freigeben, jedoch würde die „Erinnerung“ an jene Vergewaltigung weiter bestehen. Sie, nicht als Mutter sondern Mensch hat ein Recht auf Selbstbestimmung. Andererseits hat das Kind ein Recht auf Leben. Diese beiden treffen aufeinander, was die ganze Sache erst so umstritten macht.

  2. St. Sanktus sagt:

    Siehst du, avocadobrei – Kaum ist dein Beitrag gepostet, schon entwirft chimbumbum (oder wie auch immer) einen Extremfall zum Thema ‚Abtreibung‘. Und man muss ihr zustimmen – man kann einer Mutter schließlich nicht zumuten mit dem lebenden Vorzeigeschild für die vielleicht dunkelste Erinnerung ihres Lebens zusammen zu sein & auch noch verlangen das Kind zu lieben. Aber es gibt noch mehr Fälle, an denen deine verallgemeinerte Rosa-Brillen-Meinung an ihre Grenzen stößt – muss die Mutter das Kind auch bekommen, wenn sie bei der Geburt vorhersehbar sterben würde? Höchstwahrschelinlich sterben würde? Vielleicht sterben würde? Wie meine Vorrednerin schon sagte lassen zwei fest in unserer Gesellschaft verankerte Rechte hier ein Dilemma enstehen – und die Grenze ist fließend. Wie sehr darf die Mutter eingeschränkt werden? Darf sie abtreiben, wenn sie die Schule für das Kind abbrechen müsste? Muss sie es bekommen, wenn sie es allein groß ziehen müsste? Sind wir ehrlich – im Endeffekt muss dieses Entscheidung jedem selbst überlassen bleiben & dabei spielt meiner Meinung nach auch die Intention der Frau zum Geschlechtsverkehr keine Rolle.
    Sind ihr Kondome zu teuer muss sie sich eben bewusst sein, dass 10,95€ gegen das Lebensrecht eines eventuellen Zellhaufens/Embryos/Kindes (Hier einsetzen, welche Stellung die Mutter zum Thema ‚Wann beginnt Leben‘ hat) stehen.
    Niemand kann verlangen, den Dingen den gleichen Wert beizumessen wie man es selbst tut.
    Klar – es ist gut Stellung zu beziehen & Argumente zu finden, aber ein Urteil zu pauschalisieren (Abtreibung ja oder nein) ist unmöglich & unfair, solange jeder Mensch selbst denken kann.

  3. miniimouse sagt:

    Auch ich persönlich bin nicht ausschließlich für oder gegen die Abtreibung und stimme St. Sanktus dabei zu, dass es bei diesem Thema immer auf die Situation ankommt, in der die Mutter steckt. Nicht nur die Gesundheit, auch die finanziellen Mittel, die Unterstützung und die persönliche Reife spielen dabei eine sehr wichtige Rolle. Deshalb hast du meiner Meinung nach auf jeden Fall recht, wenn du sagst, dass man für die Entscheidung der Mutter Verständnis zeigen sollte. Nur sie allein kann zwischen dem Austragen und dem Abtreiben des Kindes entscheiden und auch nur sie ist dazu berechtigt. Und in den meisten Fällen ist diese Entscheidung vielleicht die schwerste die eine Frau in ihrem Leben treffen muss. Was bringt es ihr also, wenn sie dabei noch von der Außenwelt kritisiert und verurteilt wird. Sicher ist die Verharmlosung dieses Themas auch nicht der richtige Weg damit umzugehen, denn dabei würde man sich wahrscheinlich nur selbst belügen. Denn diese Frage kann man höchstwahrscheinlich nie richtig beantworten. Trotzdem muss jede schwangere Frau eine Entscheidung fällen und das einzige, was ihr Umfeld dabei für sie tun kann, ist sie in allem zu unterstützen und für sie da zu sein.

  4. Ich denke auch, dass man das Thema ‚Abtreibung‘ auf keinen Fall verabsolutieren kann. Man kann als Außenstehende/r auch nicht darüber urteilen, ob es gut oder schlecht ist, da das jede mögliche Mutter in spe für sich entscheiden muss. Aber meiner Meinung nach sind Embryonen in einem so frühen Stadium noch keine Wesen, die man als lebendige Menschen bezeichnen kann. Man tötet massenweise Schweine, Rinder und Hühner, die man nicht einmal alle essen kann und dann sollte man nicht ein Wesen aus seinem Körper entfernen dürfen, das man nicht zur Welt bringen möchte, weil man nicht wollte, dass es entsteht, das noch nicht einmal richtig lebt und, das womöglich sein eigenes Leben völlig umkrempeln, im negativen Sinne, würde? Ich denke nicht. Natürlich sollte man eine Abtreibung nicht als ‚die Pille danach‘ nutzen, da stimme ich mit ‚chibimikuuu‘ überein, weil das unverantwortlich ist. Letztendlich weiß ja dann doch niemand, ob werdende Menschen in diesem Stadium etwas spüren oder nicht und man sollte es, wenn möglich, schon nicht zu einer Abtreibung kommen lassen. Wenn es aber nun passiert ist, kann man es auch nicht mehr rückgängig machen und wenn dann eine Abtreibung erwünscht ist, warum nicht. Die Mutter hat nun einmal das Recht auf Selbstbestimmung und der Embryo ist vermutlich noch kein Leben, also hat er auch kein Recht darauf. Das Recht der Mutter überwiegt hier aus meiner Sicht. Vor allem bei Opfern einer Vergewaltigung ist es wichtig, Nachsicht walten zu lassen, aber auch, wenn das Kind eben ‚einfach so’/aus Versehen ungewollt entstanden ist. Denn es gibt Menschen, für die es ein Weltuntergang ist, ein Kind alleine erziehen zu müssen und sie auch die Vorstellung nicht ertragen könnten, dass es im Falle einer Adoption ein Fremder erzieht und Menschen, denen das nichts ausmacht. Was ich damit sagen will, ist, dass jeder für sich seine Entscheidung treffen muss und die von ‚St. Sanktus‘ aufgeworfenen Fragen werden von verschiedenen Menschen als ganz unterschiedlich schwerwiegend wahrgenommen.
    Natürlich darf man dieses Thema auch nicht verharmlosen und mir ist nicht zu Ohren gekommen, dass Leute ‚einmal so eben schnell‘ abtreiben gehen, @ ‚avocadobrei‘. Ich denke, dass jeder da vorher genau überlegt und im Anschluss eventuell sogar in psychologische Betreuung geht. Aber das von dir genannte Video finde ich ganz und gar nicht gut, da dadurch die Abtreibung schon sehr verharmlost wird, da die Frau es ja nicht zu bereuen scheint. In dem Fall finde ich es nicht wichtig, Frauen die Angst vor der Abtreibung zu nehmen. Ich finde nicht, dass Abtreibung etwas sehr grausames ist, aber wenn Frauen Angst davor haben, sollen sie es doch lassen, ihrer Überzeugung treu bleiben und sich nicht von einem derartig lügnerischen Video beeinflussen lassen.

  5. Wale sagt:

    Mal Hand aufs Herz: Wer hat nur Sex rein zur Fortpflanzung?
    Meine Freundin und ich jedenfalls nicht! Wir genießen unser Sexleben in vollen Zügen. Weil kein Verhütungsmittel 100% sicher ist, sind wir froh, ein allenfalls ungewollt gezeugtes Kind abtreiben zu können. Schon in alten Zeiten wurde abgetrieben und wie: Mit fragwürdigen chemischen Substanzen oder dubiosen mechanischen Methoden wurde versucht, den Embryo zu töten. Oft kam es vor, dass er die Prozedur mehr oder weniger stark verletzt überlebte und in der Folge ein behindertes Kind geboren wurde. Dass die abtreibende Frau bei diesem Eingriff erhebliche gesundheitliche Risiken einging, kam noch dazu.
    Die heutzutage angewandten Abtreibungsmethoden -ob chemisch oder mechanisch durch Absaugung- töten den Embryo sicher, schnell und schmerzlos und für die Frauen bestehen kaum mehr gesundheitliche Risiken.

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