Energiewende um jeden Preis – Ist Windkraft ethisch vertretbar?

Veröffentlicht: 20. Juli 2014 von uschili in Allgemein, Gesellschaft, Recht&Gerechtigkeit

Die Grünen trieben de Energiewende voran. Gesetze wurden erlassen, zahlreiche Windparks sind schon gebaut und mehr als das 100-fache soll folgen. Genau erforscht und untersucht ist das Projekt jedoch (noch) nicht, klar ist aber bereits jetzt, dass es viele Schattenseiten aufweist. Wälder werden abgeholzt, Lebensräume zerstört, geschützte Tierarten wie der Rotmilan gefährdet und die Gesundheit des Menschen leidet enorm – und das alles um angeblich ein kleines bisschen CO2 zu vermeiden? Wenn dann noch Professoren bezeugen es sei sehr wenig effizient und zudem bestünde das Risiko der um Deutschland weiterhin gebauten AKW’s, so fragt man sich, was das soll.
Natürlich trägt der Mensch die Verantwortung und muss handeln, nicht allerdings zum Leidwesen anderer. Mit Hilfe dem heutigen Stand der Technik und dem enormen know-how könnten Modelle entwickelt werden, die nicht nur auf den ersten Blick sinnvoll aussehen. Der Hintergedanke, die Umwelt zu schonen, ist ethisch nachvollziehbar und entspricht dem Sinn der Ethik, allerdings zählen nicht nur die Motive, sondern mindestens genauso deren Folgen. Jedoch sind die Motive vieler leider auch nicht mehr ethisch vertretbar, wie folgendes Beispiel zeigt: Vor wenigen Wochen wurde in Frankenhardt in Hohenlohe den Rotmilanen Gift beigemischt. Die Folge: Sie starben und die WKA’s können gebaut werden. Ebenso ist es mit der Ausweisung möglicher Flächen. Der Eigentümer kassiert eine Menge Geld, deutlich mehr als er mit Landwirtschaft verdienen würde.
Mein Entschluss steht schon lange fest: Gegen Windkraft in diesem Ausmaß muss etwas getan werden, denn sinnfreies, effizienzloses, Mensch und Tier gefährdendes und damit erst recht nicht ethisch vertretbares gehört nicht in eine fortschrittliche Welt wie unsere, in der man andere, weit aus bessere Möglichkeiten, die zur Energiewende beitragen würden, verwenden.

 

Bild: http://rubikone.de/index.php/component/content/article/12-allgemein/456-2014-02-06-die-zukunftim-jahre-2022-ins-bild-gebracht-m ; 4.12.2014

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Kommentare
  1. St. Sanktus sagt:

    Zuerst waren es die Kohlekraftwerke, dann die AKW’s & jetzt schließlich Windkraftanlagen. Ich selbst muss zugeben, dass ich von diesem Thema recht wenig Ahnung habe, was Effizienz & Umweltbelastung angeht. Aber ich glaube kaum, dass sämtliche Expertengremien, Forscher & Politiker bei der oft angesprochenen Energiewende auf diese monströsen Technikwunderwerke setzen würden, falls sie tatsächlich wie von dir behauptet „sinnfrei, ineffizient, Mensch und Tier gefährdend“ wären.
    Fakt ist, dass Windkraftanlagen große Teile zur Nachhaltigkeit unserer Erde beitragen. Ob sie tatsächlich mitten in Hohenlohe die Landschaft schänden müssen bleibt zunächst außen vor, jedoch haben WKA’s in den richtigen Gebieten (Stichwort Offshore) sehr wohl ihren Wert, wenn sie richtig geplant & hergestellt wurden (man betrachte den Neodym-Generator).
    Wie bei der Organspende auch ist es nicht wichtig, mit welcher Intention sie gebaut werden – Geld, Macht, Nachhaltigkeit. Wichtig ist, DASS etwas getan wird.
    #I ❤ Windkraft

  2. miniimouse sagt:

    Sicher sind auch Windkraftanlagen nicht perfekt und bringen einige Nachteile mit sich, jedoch sind sie wohl im Gegensatz zu Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken noch das „kleinere Übel“. Denn meiner Meinung nach, ist das „um angeblich ein kleines bisschen CO2 zu vermeiden“ ziemlich untertrieben, wenn man sich mal anschaut was diese kleine bisschen CO2 so anrichten kann. Diese werden dann nicht nur lokal sondern global zum Problem. Um die Situation genauer einschätzen zu können fehlt es auch mir an Wissen. Trotzdem denke ich, das man sich beim Thema Energie nicht sofort auf eine Meinung beschränken sollte, denn, dass nur eine Art der Energiegewinnung ausreicht, bezweifle ich. So ist es natürlich auch nicht gut ausschließlich nur auf Windkraft zu setzen und weiterhin nach effizienten und umweltschonenden Methoden der Energiegewinnung zu Forschen.
    Doch letztendlich stimme ich St. Sanktus zu, Windkraftanlagen haben eindeutig Vorteile, welche man vor lauter Kritik nicht einfach ausblenden sollte.

  3. uschili sagt:

    In Anbetracht der Tatsache, dass in meiner Umgebung ein großer Windpark gebaut werden soll habe ich mich zwar immer noch zu wenig, aber dennoch genug mit Statistiken, Reden von Beführwortern und aktuellen Ereignissen, wie das Erbauen von WKA’s in näherer Umgebung, auseinandergesetzt. Oftmals wird man von bedingungslosen Beführwortern der Windkraft als Atomkraftbeführworter abgestempelt, was nicht stimmt. Allerdings belegen Statistiken, dass zukünftig die Windkraft niemals ausreichen kann um auch nur annähernd den benötigten Strom herzustellen. Die Atomkraft ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft auch in ferner Zukunft noch elementarer Bestandteil unserer Energiegewinnung. Desweiteren muss man erwähnen, dass es verwunderlich ist, weshalb um Deutschland herum, Atomkraft um Atomkraft neu erbaut wird, wenn Windkraft eigentlich die bessere Lösung sei (->http://rubikone.de/index.php/component/content/article/12-allgemein/456-2014-02-06-die-zukunftim-jahre-2022-ins-bild-gebracht-m – Selbst Japan beginnt wieder zu bauen und 120 Kernkraftswerkblöcke in 28 Ländern befinden sich im forgeschrittenen Planungsstadium, aber lest selbst!). Übrigens, nur weil wir uns derzeit sehr stark auf die Windkraft verstärken, heißt das nicht, dass man sich nicht auch für sicherere Atomkraftanlagen in unseren Nachbarländern einsetzen sollte, denn wenn auch nur eines davon explodiert, und die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht gerade niedrig, sind wir alle davon betroffen.
    Die Ursache weshalb Politiker, Forscher und sämtliche Expertengremien auf Windkraft setzen ist Greenwashing und lediglich Geld. Die Grüne Regierung hatte einen Plan, wollte nach nur wenigen Forschungsergebnissen komplett diesen umsetzen und hat dabei nicht nur annähernd Risiken in Betracht gezogen. Nun wird gesagt, was gesagt werden muss, den Bürgern wird die „heile Welt“ vorgegaukelt, die meisten, die sich nicht intensiv mit dem Thema befassen, und es ist ein äußerst komplexes Thema, müssen das glauben was ihnen gesagt wird. Spricht man die Verantwortlichen von bspw. EnBW auf Gegenargumente und negative Folgen und falsche Versprechen an, ist Ihnen deutlich anzumerken, dass Sie zunächst irritiert sind, Sie überspielen dann Ihre Unsicherheit mit falschen Zahlen (für die es genügend Gegenstatistiken gibt), und werden äußerst aufbrausend und aggressiv. Desweiteren ist es mehr als ersichtlich mit welchen falschen Mitteln gespielt wird. Unzählige Entscheidungen sind rechtswidrig, der Bürger wird verarscht und mit finanziellen Mitteln besiegt. Anwohner wird Geld versprochen, das sie nie bekommen werden, rechtliche Schritte werden übergangen, in dem nur ein Teil der Fakten gesagt wird. Ich möchte nicht ausblenden, dass Windkraft an geeigneten Standorten eine gute Investition sein kann, aber mich macht es wütend mit welchen Mitteln Großkonzerne Ihre Macht ausspielen und uns Bürger sang-und klanglos ausnutzen und verarschen!
    PS: Ich denke, das in meinen Ursprungsblog eingefügte Bild sagt viel aus!

  4. avocadobrei sagt:

    Windkraftanlagen sind ja eigentlich auch nicht da um „ein bisschen CO2 einzusparen“, sondern um Nachhaltigkeit zu garantieren. Denn nach dem in Japan eines davon hochging haben alle nach er Energiewende geschrien ohne genauer darüber nachzudenken. Die Politiker sind natürlich der breiten Masse gefolgt, um ihre Wähler zu behalten. Erst jetzt kommen nach und nach die Probleme der Energiewende auf. Genau wie damals, als man die AKWs in den Himmel gelobt hat und 50 Jahre später feststellt „wohin mit dem ganzen radioaktiven Müll?“. Ich finde auch, dass diese Windräder schlecht sind, da sie unsere Landschaft zerstören. Lieber ein Atomkraftwerk als 300 Windräder! Und ich glaube nicht, dass auch nur ein Politiker, der sich für die Energiewende ausspricht, sich so ein Teil hinters Haus bauen lassen würde. Natürlich haben beide ihre Vorteile, das bestreite ich nicht, aber es ist die gesamte Umsetzung der Energiewende, die meiner Meinung nach falsch aufgezogen ist. Was die ganzen Statistiken betrifft, da würde ich lieber vorsichtig sein, da es bekanntlich zu jeder Statistik eine Gegenstatistik gibt. Da gibt es schließlich weitaus bessere Sprüche, die man immer wieder hört: Atomkraftgegner überwintern bei Dunkelheit und kaltem Hintern :D!

  5. avocadobrei sagt:

    Interessant finde ich übrigens, dass man weder Atomkraftwerke noch Windkraftanlagen will und auf der anderen Seite kümmert es einen kein Stück, wie viel Strom man verbraucht bzw. wie verschwenderisch man lebt.

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