Archiv für Oktober, 2014

Ist es zu rechtfertigen, ehemalige Terroristen zu begnadigen?

Veröffentlicht: 25. Oktober 2014 von hackfleisch567 in Allgemein

2009  wurde für das ehemalige Mitglied der linksextremistischen Terrorgruppe ‚Revolutionäre Zellen‘ (RZ), Hans-Joachim Klein, ein ‚Straferlass im Gnadenwege‘ verfügt  (nur, um ein Beispiel zu nennen) (http://blog.beck.de/2009/03/07/ehemaliger-terrorist-hans-joachim-klein-begnadigt). Möglicherweise zurecht, da er das Recht auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft hat, das Recht, sich zu resozialisieren, so wie jeder andere Täter auch. Hier gehen die Meinungen auseinander. Manche finden auch, dass diese Begnadigung nicht der richtige Entschluss war, weil solche Terroristen durch ihre Mordanschläge das Recht, in Freiheit zu leben, verwirkt hätten und natürlich weiß man nie, ob sie nicht eines Tages wieder zuschlagen werden, wenn sie noch immer ihrer radikalen Meinung anhängen. Oder sollte man es auch von der Einstellung abhängig machen? Sollte man schauen, ob sie ihre Taten bereuen und einsehen, dass sie sich der nun vorherrschenden Gesellschaftsordnung anpassen müssen?

Warum legalisieren sie keinen Drogenhandel?

Veröffentlicht: 25. Oktober 2014 von hackfleisch567 in Allgemein

Marihuana, Heroin und Co. In Deutschland ist der Besitz von Drogen nicht erlaubt (http://www.sueddeutsche.de/thema/Drogen). Ich finde, dass das gewissermaßen gegen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung verstößt. Ich meine, klar werden jetzt manche sagen, dann geht man eben ins Ausland, wo sie erlaubt sind, oder man nimmt sie illegal. Aber meiner Meinung nach ist es doch so, dass die Herrscher, die obersten Politiker, wenn es sie schon an der Spitze unseres Landes gibt, dafür zu sorgen haben, dass es dem Land und den Leuten darin gut geht. Sie sollten es so weit bringen, dass sie Drogen legalisieren können, ohne, dass jemand Gebrauch davon machen wird, weil alle vernünftig und glücklich genug sind. Aber das bekommen sie natürlich nicht hin. Trotzdem finde ich es nicht verständlich, warum sie etwas ‚Gesellschaftschädigendes‘ wie Drogen nicht legalisieren, denn im Endeffekt hat doch dann jeder die eigene Entscheidungsfreiheit, ob er nun welche nehmen möchte oder nicht. Des Weiteren denke ich, dass Alkohol und Zigaretten beispielsweise nicht sehr viel ‚gesünder‘ sind. Aber dafür bestraft zu werden, weil man sozusagen selbstschädigende Mittel nimmt, finde ich absolut einschränkend. Man ist doch nur zur Ware und zum Mittel dieser Gesellschaft geworden. Sie brauchen unsere Arbeitskraft.

Oder wie seht ihr das Ganze?

Kursprotokoll

Veröffentlicht: 8. Oktober 2014 von schlumpfiinchen in Allgemein

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs K2, Protokoll vom 02.10.2014 von 13:30-15:05 Uhr, Thema: Gerechtigkeit

Protokollantin: schlumpfiinchen

Anzahl der Anwesenden: 10 Schüler

Verlauf der Doppelstunde:

  1. Ultimatum-Spiel
  2. Gerechtigkeit im Wandel der Zeit
  3. Gerechtigkeit als Tugend

1. Ultimatum-Spiel:

Wir gingen in 3er -Gruppen zusammen und sollten uns als Ziel setzten 1000 € gerecht aufzuteilen, wobei Person A entscheiden durfte, wieviel Person B bekommt. Person B durfte dem Vorschlag zustimmen oder ablehnen. Wenn Person B ablehnte , bekamen beide nichts. Wenn B zustimmte, bekamen beide den vereinbarten Betrag. Person C sollte dabei die Spielrunde beobachten und protokollieren.

Unsere Ergebnis des Spiels war, dass Person B bei jeder Gruppe weniger bekam als A.

2. Gerechtigkeit im Wandel der Zeit

Wir hörten ein Hörspiel über die Gerechtigkeitsvorstellung in der Antike von Platon und Aristoteles, die diese als Tugend sahen, sowie über die neuzeitlichen Vertragstheorien von Thomas Hobbes, Jean- Jacques Rousseau und Immanuel Kant.  http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/gerechtigkeit-tugend-verfahrensgerechtigkeit-100.html

Zu diesem Hörspiel füllten wir die im Anhang aufgezeigten Arbeitsblätter aus.

3. Gerechtigkeit als Tugend

WIr sollten annehmen in einer Bibliothek zu arbeiten, in der wir für das Ausleihen der Bücher verantwortlich sind. Ein Freund bittet uns ihm ein schwer zugängliches Buch zu beschaffen, weil er es dringend bräuchte und gern besitzen würde. Nun wurde uns die Frage gestellt, wie wir in dieser Situation handeln würden und was wir dabei als gerecht bzw. ungerecht ansehen.

Unsere Meinungen waren dabei gespalten. Einige sahen es als ungerecht an ihm das Buch auszuhändigen, da es verboten ist auszuleihen. Andere stellten die Bedingung er dürfte es ausleihen, aber nicht behalten. Wir waren uns also in dem Punkt einig, dass er es nicht für immer behalten dürfte.

Die Aufgabe bestand nun darin anhand von 2 Texten (-> Anhang) die Lösung für unser oben genanntes Problem zu finden. Nach thomas Nagel und Robert Spaemann wäre es nicht gerecht unserem Freund das Buc zu geben, das man sich den Gesetzten wiedersetzten würde und die Zugänglichkeit für alle wichtiger ist als die für unseren Freund. Es sei denn, das Interesse des Freundes ist so hoch, sodass es wieder gerechtfertigt wäre.

 

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