Warum legalisieren sie keinen Drogenhandel?

Veröffentlicht: 25. Oktober 2014 von hackfleisch567 in Allgemein

Marihuana, Heroin und Co. In Deutschland ist der Besitz von Drogen nicht erlaubt (http://www.sueddeutsche.de/thema/Drogen). Ich finde, dass das gewissermaßen gegen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung verstößt. Ich meine, klar werden jetzt manche sagen, dann geht man eben ins Ausland, wo sie erlaubt sind, oder man nimmt sie illegal. Aber meiner Meinung nach ist es doch so, dass die Herrscher, die obersten Politiker, wenn es sie schon an der Spitze unseres Landes gibt, dafür zu sorgen haben, dass es dem Land und den Leuten darin gut geht. Sie sollten es so weit bringen, dass sie Drogen legalisieren können, ohne, dass jemand Gebrauch davon machen wird, weil alle vernünftig und glücklich genug sind. Aber das bekommen sie natürlich nicht hin. Trotzdem finde ich es nicht verständlich, warum sie etwas ‚Gesellschaftschädigendes‘ wie Drogen nicht legalisieren, denn im Endeffekt hat doch dann jeder die eigene Entscheidungsfreiheit, ob er nun welche nehmen möchte oder nicht. Des Weiteren denke ich, dass Alkohol und Zigaretten beispielsweise nicht sehr viel ‚gesünder‘ sind. Aber dafür bestraft zu werden, weil man sozusagen selbstschädigende Mittel nimmt, finde ich absolut einschränkend. Man ist doch nur zur Ware und zum Mittel dieser Gesellschaft geworden. Sie brauchen unsere Arbeitskraft.

Oder wie seht ihr das Ganze?

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Kommentare
  1. miniimouse sagt:

    Das in einem Land alle Menschen so „vernünftig und glücklich“ sind, dass sie keinerlei Drogen zu sich nehmen, ist natürlich eine Wunschvorstellung und liegt sehr weit von der Realität. Deshalb denke ich, da der Staat eine gewisse Führsorgepflicht gegenüber seinen Bürgern besitzt, kann er kein zerstörenden und absolut negativen Drogen, wie beispielsweise Heroin, erlauben. Er würde diese damit verharmlosen. Viele Menschen würden dann, sei es wegen unzureichender Aufklärung, denken, diese Drogen können doch nicht so schlimm sein wenn der Staat sie erlaubt. Jedoch denke auch ich, dass der Grad der „Schädigung“ von illegalen Drogen zu legalen Drogen fließend ist und damit es auch schwierig ist eine Grenze zwischen diesen beiden Arten zu ziehen. Trotzdem ist es nötig diese Grenze fest zu legen. Dass das nicht so einfach ist, sieht man auch an den Debatten, die schon eine ganze Zeit lange laufen, in den die Politiker darüber diskutieren, ob Marihuana legalisiert werden soll. Meiner Meinung nach, kann man diese Droge noch zu den weicheren zählen. So schätzen viele Alkohol als schlimmer ein. Die Legalisierung von Marihuana würde wirtschaftliche wie auch soziale Vorteile mit sich bringen. Das gilt aber ausschließlich für diese Droge und darf auf keinen Fall auf alle anderen ausgeweitet werden. Mit dem Verbot von schweren bzw besonders schlimmen Drogen, will der Staat nicht unsere Arbeitskraft schützen, sondern viel mehr unsere Gesundheit.

  2. dietugend sagt:

    Es ist schwierig die Motive anderer Menschen zu „erraten“ und in dieser Hinsicht ist es auch nicht meine Absicht „den Politikern“ etwas zu unterstellen. Was ich aber unverständlich finde, ist dass man Drogen konsumieren aber weder besitzen oder verkaufen darf. Wie soll man Drogen konsumieren können ohne sie vorher besessen zu haben? Meiner Meinung nach stellt dies einen Widerspruch in sich dar. Wenn man Drogen konsumieren darf, dann sollte man sie auch besitzen dürfen!

    Zudem kann ich auch nicht nachvollziehen, warum manche Drogen erlaubt sind, die mindestens genau so schädlich sind wie andere illegale Drogen. Denken wir einmal an Zigaretten. Zigaretten (Tabak) sind wissenschaftlich erwiesen schädlicher als Cannabis. Wieso sind sie dann erlaubt und Cannabis nicht? Außerdem denke ich auch, dass verbotene Dinge einen besonderen Reiz darstellen. Und wenn man wirklich an Drogen herankommen möchte, dann schafft man das auch auf illegalem Weg.

    Meiner Meinung nach sollte man den Schwerpunkt auf die Aufklärung über die Gefahren von Drogenmissbrauch legen und nicht einfach „alles“ verbieten.
    Daher bin ich der Meinung, dass man nur den Konsum sehr starker Rauschmittel verbieten sollte wie den der „Modedroge“ Crystal Meth.

  3. fredlchen sagt:

    Wenn es danach geht, was unsere Freiheit und unsere Selbstbestimmung in Deutschland geht, gibt es noch mehr Dinge, die diese einschränken wie zum Beispiel Inzest/Inzucht oder auch Polygamie, die in Deutschland verboten sind. Sollten diese Dinge auch erlaubt werden nur weil das Verbot unsere Freiheit einschränkt?

    Wenn es keine Gesetze mehr geben würde die unsere Freiheiten einschränken würde das meiner Meinung nach eher zur Anarchie passen als zu unserem Staatssystem der Demokratie.

    Außerdem finde ich, dass für mich ein gewisses Wohl und ein gewisser Schutz über absoluter Freiheit stehen. Der Freiheit müssen Grenzen gesetzt sein, wenn jeder dieselbe Freiheit besitzen soll.

    Haschisch oder auch Extasy sind keine Drogen, die man aufgrund unglücklich seins nimmt sondern vielmehr um Spaß zu haben und sich aufzuputschen. Demnach zählt für mich nicht, dass der Staat dafür zu sorgen hat, dass alle Bürger glücklich sind damit er dann die Drogen erlauben kann weil niemand sie mehr braucht.

    Ich denke auch, dass viele Menschen nicht selber entscheiden können ob Drogen gut oder schlecht für sie sind, da sie die Risiken oft nicht abschätzen können und wie dietugend sagt, es zu wenig Aufklärung gibt. Und wie handhabt man es dann mit Kindern? Dürfen sie auch schon selbst entscheiden ob sie Drogen nehmen wollen oder nicht weil sonst ihre Freiheit verletzt würde? Ist es allgemein schon eine Verletzung der Freiheit, wenn Kinder nicht selbst entscheiden dürfen sondern von ihren Eltern bevormundet werden?

    Die Strafe auf Besitz, An- und Verkauf von Drogen ist als Abschreckung gedacht, wobei ich auch nicht verstehe warum ihr Konsum dann erlaubt ist. Andererseits schafft das Illegale auch immer einen Anreiz da hat dietugend Recht. Jedoch wird durch das Verbot meiner Meinung nach vorgebeugt, dass Drogen wie Heroin aus einer Laune oder einem Gefühl (z.B. Verzweiflung) heraus gekauft werden und dient so zum Schutz des Einzelnen. Dort greift die Fürsorgepflicht des Staates wie miniimouse sagt. Und die die unbedingt Drogen nehmen wollen werden sich auch über Gesetzte hinwegsetzten.

    Ich glaube kaum, dass der Staat das aus Eigennutz macht, weil er uns als Arbeitskräfte braucht, denn wenn Drogenhandel legal wäre, würde der Staat finanziell sehr stark davon profitieren.

    Demnach denke ich nicht, dass Drogenhandel generell legalisiert werden sollte, auch wenn man über manche Drogen wie Alkohol, Tabak und Haschisch diskutieren kann.

  4. chibimikuuu sagt:

    Ich bin der Ansicht, dass man weiche Drogen legalisieren sollte. Ein Aspekt der bisher noch nicht genannt wurde, ist jener der besagt, dass es bereits legale Drogen gibt, nämlich in der Medizin. Nicht nur zählt Cannabis in gewissen Formen zu Medikamenten, sondern auch Betäubungsmittel könnten von ihrer Wirkung her zu Drogen gezählt werden.
    Ein weiterer Aspekt der angesprochen werden sollte ist, dass Man die Drogentotenzahl senken könnte, da es sich verhindern ließe, dass die Leute gestreckte Drogen, d.h. Drogen von schlechter Qualität zu sich nehmen. Es zählt doch auch zur Fürsorgepflicht des Staates, dass die Bürger mit Drogensucht, welche eine Krankheit ist, Hilfe bekommen, sei dies in Form von qualitativ hochwertigen Drogen oder sonstigen Hilfestellungen wie Drogenentzugskliniken.
    Vor allem möchte ich auch das Argument von miniimouse aufgreifen, dass die Legalisierung wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. So wie die Situation jetzt ist, werde die Kriminellen darin gefördert, Drogen anzubauen und zu verkaufen, da sich hohe Preise erzielen lassen. Die Nachfrage sinkt nicht, auch wenn die Preise steigen, da man bei Sucht nicht von den Drogen wegkommt. Man könnte den Drogenmafias Einhalt gewähren, wenn sich Drogen legal bei angemessenen Preisen mit guter Qualität in bestimmten Etablissements beschaffen lassen.
    Hinzu kommt, dass das Verbot kaum eine Abschreckung darstellt, so reizt einen das illegale noch.
    Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass das Verbot eine willkürliche Beschneidung der eigenen Gestaltung des Lebens darstellt, da man das vollständige Eigentum am eigenen Körper hat und diese Rechte auch nutzen können musste solange man niemanden dadurch in seiner Freiheit einschränkt.

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