Lügen: wirklich etwas Schlechtes?

Veröffentlicht: 26. Dezember 2014 von miniimouse in Allgemein

Lügen- jeder kennt sie, jeder gebraucht sie, doch niemand will mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Lügen gelten allgemein als etwas schlechten, denn niemand möchte angelogen werden. Dabei lügt jeder täglich mehrere male. Trotzdem verlangt man von seinen Mitmenschen Ehrlichkeit. Doch sind wir mal ehrlich, wären wir glücklich damit, wenn jeder immer nur die Wahrheit sagen würde? Könnte dann unsere Gesellschaft überhaupt noch existieren oder würden wir dann wieder in den Naturzustand zurückfallen, in dem Krieg aller gegen alle herrscht?

Dazu muss man zunächst einmal definieren, was „Lügen“ überhaupt sind. Beispielsweise kann man Lügen als Ausdruck einer Unwahrheit bezeichnen, welcher das Ziel hat, einem anderen Menschen einen falschen Eindruck zu vermitteln. Denn es ist doch so, jemand, der etwas erzählt, von dem er glaubt es sei die Wahrheit, was jedoch nicht stimmt, erzählt zwar nicht die Wahrheit, lügt aber auch nicht, da er dabei selbst an das Wahre in seiner Erzählung glaubt und nicht zum Ziel hat den anderen zu täuschen. Somit ist nur der ein Lügner, der beabsichtigt die Unwahrheit spricht. Dabei stellt sich die Frage: Wo fängt lügen an? Lügt man erst, wenn man jemanden bewusst manipulieren und hinters Licht führen will? Lügt man, wenn man beispielsweise der Freundin erzählt sie sei zu nicht zu dick, um sie nicht zu verletzten? Lügt man schon wenn man jemandem einen guten Tag wünscht obwohl man ihn nicht leiden kann? Oder kann man soweit gehen zu sagen, man lügt schon, wenn man nur lächelt auch wenn es einem schlecht gehen?

Letzteses würde ich nicht als klassisches Lügen bezeichnen, da man genau genommen nichts sagt. Nichtsdestotrotz hat es den Zweck seine Mitmenschen etwas, denken zu lassen, was nicht stimmt. Zudem sind auch Mimik und Gestik Formen der Kommunikation und damit streng genommen der genannte Fall eine Lüge. Wenn man das ganze so betrachtet, dann lügt jeder Mensch jeden Tag doch unendliche Male, immer wieder, aus verschiedenen Motiven: zum Selbstschutz, aus Höflichkeit, aus Rache oder Neid und noch vielen anderen Gründen.

Nun da Lügen ja allgemein als etwas Schlechtes gilt, stellen wir uns die Welt doch einmal ohne jegliche Lügen vor. Hier anhand einer kleinen Geschichte, ganz passend zum aktuellen Thema Weihnachten, was ja eigentlich ein Fest der Liebe ist…

Wir sitzen gerade alle um den Tannenbaum, nicht gerade glücklich. Die Stimmung ist so ziemlich im Eimer, Papa hatte soeben Mama mitgeteilt, dass ihr Essen versalzen sei und sie sowieso nicht kochen könne. Woraufhin Mama nur erwidert hatte, dass er überhaupt nichts zu sagen habe bis er endlich wieder einen Arbeitsplatz findet. Und so ging das dann weiter… Natürlich konnte da keiner von uns die schlechte Laune verbergen. Aber Weihnachten finde ich sowieso nicht so toll. Den Weihnachtsmann gibt’s ja nun mal nicht. Noch schlimmer wird das Ganze dann, als wir mit der Bescherung loslegen. Ich hatte mit zwar mit meiner Zeichnung für meine Oma total viel Mühe gegeben, aber es gefiel ihr trotzdem nicht und so sagte sie geradeheraus, dass ich das mit dem Malen lieber lassen solle.

Wären wir in einer solchen Welt glücklich? Es ist wohl ziemlich offensichtlich, dass hier keiner überglücklich ist. Jeder würde genau das sagen. Das würde sicherlich auch ein paar Vorteile mit sich bringen. So würde niemand mehr im falschen Glauben leben und jeder wüsste woran er beim anderen ist. Man könnte sich auch noch mehr verbessen, da man von jedem seine Fehler offen erfahren würde. Aber reicht das, damit ein solches Leben erstrebenswert ist?

Nein, ich denke nicht, denn was würde einem das alles denn schon bringen? Man würde ein einsames Leben führen, voller Streit und Hass. Man bekäme ständig Schlechtes zu hören bekommen und wüsste genau, wer wie über einen denkt. So etwas man nicht glücklich, wohl eher depressiv.

Damit komme ich zu dem Schluss, eine Welt ohne Lügen eine schreckliche wäre und somit nicht erstrebenswert ist. Die kleinen Alltags- und Höflichkeitslügen sind also wichtig für ein harmonisches Zusammenleben. Doch die schwerwiegenden Lügen, der Zweck es ist zu manipulieren und hinters Licht zu führen, diese sind wirklich nicht nötig. Ohne sie wäre unser Zusammenleben vielleicht noch etwas schöner, denn sie sind nicht dazu da, um höflich zu sein, um jemanden zu schützen oder ihn nicht zu verletzten, sie bewirken eher das Gegenteil, sind meist nur zum eigenen Vorteil. Ob es berechtigt ist, von anderen zu erwarten, dass sie diese Art von Lügen unterlassen ist eine andere Frage. Denn man nutzt doch selbst solche Lügen immer wieder, wie kann man da verlangen, dass andere es nicht tun? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wollen wir alle doch auch nicht auf diese Lügen verzichten. Vielleicht gehören sie ganz einfach zu uns, den Menschen, zu unserer Gesellschaft. Ob uns das als schlecht ausweist, sei mal dahingestellt.

Ich bin der Meinung, dass es auf jeden Fall schlecht ist zu lügen, wenn man damit bewusst in Kauf nimmt anderen zu schaden. Doch allgemein sollte Lügen nicht immer als etwas Negatives gesehen werden, gerade dann, wenn es verhinder, dass wir uns gegenseitig verletzen.

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Kommentare
  1. fredlchen sagt:

    Das ist eine gute Frage, ob Lügen etwas Schlechtes sind oder nicht und nicht gerade einfach zu beantworten und beurteilen.

    Ich bin der Meinung, dass sich jeder im Inneren eigentlich Ehrlichkeit wünscht, denn oftmals erkennt man Lügen (z.B. über das Aussehen). Der Mensch ist so sensibel um zwischen aufrichtige oder nur gespielte Freude über ein Geschenk zu unterscheiden und das verletzt meiner Meinung nach viel mehr als ein ehrlich gemeintes „es gefällt mir nicht“.

    Ich stimme dir absolut zu, dass es oftmals viel einfacher ist zu lügen als die Wahrheit zu sagen, und dass man es oftmals aus Schutz für sich selber oder jemand anderen macht und keine bösen Absichten hat.

    Ich denke es kann auch um einiges einfacher sein, wenn man ehrlich zueinander ist. Man muss nichts vorspielen was man eigentlich gar nicht so meint und man muss nicht immer aufpassen nichts Falsches zu sagen. Außerdem kommt es meiner Meinung auch darauf an, wie man etwas sagt. Es macht einen großen Unterschied ob man sagt „ich finde deine neuen Schuhe so was von hässlich“ oder „mir gefallen deine neuen Schuhe nicht so, das ist nicht mein Style“. Oder ist das schon wieder eine Lüge, wenn ich die Schuhe eigentlich wirklich hässlich finde?! Ich finde es sehr wichtig, Kritik auf positive Art zu äußern.

    Ich verstehe nicht ganz, wie du darauf kommst, dass die Menschheit in den Naturzustand zurückfallen würde, wenn man nicht mehr lügen würde. Nur weil man ehrlich zu seinen Mitmenschen ist, heißt das noch lange nicht, dass man sie bekriegt. Meiner Meinung nach ist es mit Lügen dem Naturzustand ähnlicher, wenn jeder durch Täuschen der anderen sich selbst einen Vorteil verschafft. Wäre es vielleicht nicht sogar eine bessere Welt wenn die Politiker gerade heraus sagen was sie denken? Oder wenn ein Unternehmen offen zugeben würde, dass es Kinderarbeit betreibt? Nicht denkbar, was dann alles passieren würde! Wäre es nicht auch denkbar, dass man ein viel tieferes Vertrauen in Menschen haben wird, wenn man genau weiß woran man ist?

    Ich denke nicht, dass es eine klare Grenze zwischen Lüge und Wahrheit gibt. Das liegt im Auge des Betrachters ob ein „Guten Morgen“ das nicht so gemeint ist eine Lüge ist. Jeder geht zunächst einmal von sich aus und behandelt die anderen dementsprechend. Aber die Frage ist doch dann vielmehr, ist Nichts sagen schon lügen?

    Das Argument, den anderen durch eine Lüge zu schützen werte ich nicht allzu hoch, denn wie das Sprichwort schon sagt haben Lügen kurze Beine. Will heißen, dass die Wahrheit oftmals doch noch ans Licht kommt und dann kann eine Lüge, die gut gemeint war, viel schlimmere Auswirkungen haben als wenn man von Anfang an weiß woran man ist.

    Außerdem muss es ja nicht immer negativ sein, seine wahre Meinung zu äußern. Oft verletzen auch lügen. Wenn ich neidisch auf das Aussehen einer Person bin und ihr sage, dass ich sie hässlich finde ist das eine Lüge. Wenn ich jedoch gestehen würde, dass ich eigentlich nur neidisch bin und sie total hübsch finde wäre das doch nichts Schlechtes, oder?

    Lügen schaffen eine eigene Welt, eine Illusion in der es sich bis zu einem gewissen Punkt gut leben lässt. Die Frage ist, lebt es sich besser in einer angenehmen Illusion oder in der „harten Realität“?

  2. Madbread sagt:

    Ich stimme vielen deiner Argumente, die du in deinem Beitrag genannt hast zu. Es ist für ein harmonierendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft wichtig manche Dinge zum Schutz anderer und zum Wohl der eigenen zwischenmenschlichen Beziehung zu verschweigen und anausgesprochen zu lassen. Doch bin ich der Überzeugung, dass man die Notwendigkeit der „Pflichtlügen“ durchaus einschränken sollte. Viele verschwiegene Wahrheiten sollten, auch wenn sie schmerzhaft und vielleicht sogar verletznd sind, ausgesprochen werden. Dies darf allerdings nicht auf diese grausame, niederschmetternde, lieblose Art geschehen, da sonst, wie von miniimouse beschrieben, die Gesellschaft in einen primitiven Naturzustand zurückfällt. Entscheident ist die Art und Weise wie man jene Wahrheiten ausspricht, wie man im allgemeinen mit anderen fühlenden Menschen umgeht. Es ist einfach nicht zu Lügen, wenn man anderen ihre Mängel und Unzulänglichekeiten „vor den Latz knallt“. Die Herausforderung liegt in der Aufgabe Wahrheit mit Behutsamkeit und Liebe zu verbinden. Der Unterschied liegt in der einfachen Tatsache, dass man der betreffenden Person versucht zu helfen, sie in ihren Mängeln unterstützt und sich selbst nicht als Scharfrichter darstellt, sondern als stützender Freund und Gehilfe. So kann die Geschichte aus dem oberen Beitrag auch so,lauten:
    Wir sitzen gerade alle um den Tannenbaum mit vollem Bauch und seligem lächeln im Gesicht. Die Stimmung wurde gerade ziemlich angeheitert, da Papa soeben Mama gefragt hatte, ob sie wohl etwas zu viel Salz in das Essen getan habe und ob sie nicht Lust habe mit ihm demnächst einen Kochkurs zu besuchen. Woraufhin Mama erwidert hatte, dass sie diesem Wunsch gerne nachkommen werde, wenn sie auf der Fahrt dorthin einen Abstecher zum Jobcenter machen würden um ihm die Möglichkeit zu geben seine Kreditwürdigkeit für die Anzahlung des Kurses wieder herzustellen, da es ansonsten wohl weiterhin nur Salzgerichte geben würde…Und so ging das dann weiter… Natürlich konnte da keiner von uns die schlechte Laune beibehalten. Weihnachten ist nunmal ein Fest der Freude, obwohl der Weihnachtsmann nur noch für meine kleinen Geschwister eine ernsthaft reale Person ist. Noch ausgelassener wurde das Ganze dann, als wir mit der Bescherung loslegen. Ich hatte mit zwar mit meiner Zeichnung für meine Oma total viel Mühe gegeben und sie freute sich auch sehr, aber sie bezeichnete mich trotzdem „Picasso der anderen Art“ und empfahl mir ihr beim nächsten Fest etwas zu basteln.

  3. dietugend sagt:

    Was dieses Thema betrifft bin ich ganz deiner Meinung, miniimouse. Das Thema was du ansprichst ist ein allgegenwärtiges, was uns alle betrifft. Denn Lügen ist menschlich, es gibt keinen Menschen der noch nie gelogen hat. Wir können nicht immer die Wahrheit sagen, das ist unmöglich. Aber meiner Meinung nach stellen Lügen manchmal auch kein Problem dar, da sie in einigen Fällen gerechtfertigt sind. Ich denke, dass es wichtig ist, warum man lügt. Es kommt auf die Motive an: Wenn man zum Beispiel lügt, um eine andere Person nicht zu verletzen, ist diese Lüge meist gerechtfertigt, da man eine gute Absicht hatte.

    Anders ist es, wenn schlechte Motive hinter der Lüge stecken, wenn man bewusst anderen damit schaden will, dann ist Lügen natürlich nicht gerechtfertigt und auch nicht wünschenswert. Natürlich ist Ehrlichkeit in unserer Gesellschaft ein sehr geschätzter Wert, allerdings ist dies auch das Glück beziehungsweise Glücklichsein. Menschen haben manchmal Gedanken, die andere Menschen verletzen können, die im Grunde aber vielleicht gar nicht böse gemeint sind. Diese Gedanken offen und ehrlich zu äußern, ist nicht sinnvoll, da damit etwas anderes erreicht wird, als man bezweckt hatte. Daher bin ich auch der Meinung, dass lügen an sich nicht immer etwas Schlechtes sein muss.

    Dabei muss man auch zwischen „großen Lügen“ und „kleinen Lügen“ unterscheiden. Wenn man zum Beispiel eine gute Freundin anlügt und behauptet, ihr neues Kleid würde ihr ausgezeichnet stehen, auf das sie so stolz ist, ist das eine kleine Lüge. Wenn man aber in einer Beziehung den anderen betrogen hat und dies abstreitet, ist es eine große Lüge. Bei solch wichtigen Dingen zu lügen, die das Leben in großem Maße beeinflussen, ist es nicht sehr sinnvoll zu lügen, denn es ist anstrengend diese Lüge aufrecht zu erhalten, da man dem anderen etwas vorspielen muss. So distanziert man sich von dem anderen und das gegenseitige Vertrauen schwindet.

  4. avocadobrei sagt:

    Ich bin ähnlicher Meinung wie dietungend, da Lügen eigentlich nur etwas schlechtes ist, wenn man es aus einer bösen Absicht tut. Es ist wohl ein bisschen zu weit hergeholt, dass eine Welt ohne Lügen im Krieg aller gegen alle enden würde. Wir sind ja hoffentlich zivilisiert genug, dass so etwas nie passieren wird. Außerdem ist es nicht möglich, da man ja nie wüsste, ob der Andere wirklich die Wahrheit sagt. Das Lächeln, wenn es einem eigentlich schlecht geht, ist doch keine Lüge. Man kann ja auch lächeln, damit es einem wieder besser geht und es ist ja die eigene Entscheidung, ob man will, dass jeder weiß, wie es einem geht oder eben nicht. Und sich selbst kann man damit sowieso nicht täuschen. Ich denke, dass Lügen das Leben und den Alltag erleichtert für alle Beteiligten – für den Lügner und für den Belogenen. Und sind wir mal ehrlich, wer will den schon immer die nackte Wahrheit abbekommen. Ist es nicht manchmal auch gut zu wissen, dass uns eine andere Person die Wahrheit nicht sagt, um einen selbst nicht zu verletzen. Manche Lügen können einem sicher auch das Leben retten oder helfen etwas zu überwinden. Man sollte nur aufpassen, dass man sich im Leben nicht selbst etwas vortäuscht und sich darin verrennt. Da sollte man dann gute Freunde haben, die einem mal den Kopf waschen, auch wenn die Wahrheit vielleicht weh tut. Es ist nur blöd, wenn man permanent lügt, weil man keine Lust hat etwas zu tun oder weil man angeben will, vor allem weil man sich irgendwann wundert, dass einem keiner mehr glaubt.

  5. St. Sanktus sagt:

    Also diese ‚Der-Zweck-heiligt-die-Mittel-Ideologie‘ gewisser Vorredner ist ja wohl für die Tonne. Damit könnte ich auch rechtfertigen unsere Lehrerin zu entführen, weil es der Klasse eine Klausur erspart – was madbread hingegen sagt gefällt mir wirklich gut. Allein wenn jeder sich selbst nicht so ernst nimmt können Wahrheiten für viel mehr Vertrautheit sorgen als „Notlügen“, „gut gemeinte Lügen“ und wie ihr sie sonst noch alle nennt. Es sollte jedermanns Bestrebung sein so wenig zu Lügen wie möglich.
    Anderes Thema, auf das ich gerade keine Antwort finde – darf man Leute verarschen? Und ist Ironie eine Lüge?

  6. Madbread sagt:

    Ob man Leute „verarschen“ darf ist eine Frage, die man wohl nicht pauschal beantworten sollte. Der von dir verwendete vulgäre Begriff impliziert nicht zwingend boshafte Absichten. Doch ist das Ziel einer solchen Aktion immer die Belustigung anderer oder seiner selbst auf Kosten eines Opfers. Dieses Opfer trägt in jedem Fall zu aller erst den Schaden davon. Nun debattiert man gern darüber, dass es sich um eine alltägliche Handlung ohne große Auswirkung handelt und, dass oft auch der Betroffene selbst darüber Lachen kann. Wenn man so argumentiert kann man so ziemlich alles rechtfertigen. Es ist eine Ausrede. Es ist schließlich nicht vorhersehbar, wie eine Person reagieren wird. Ich denke, dass das wichtigste Argument, das gegen das „verarschen“ anderer spricht, der Fakt ist, dass dies immer zum Verlust von Vertrauen zwischen den Personen führt, wie minimal, witzig oder gut gemeint der „Vertrauensmissbrauch“ auch sein mag. Auf der Basis eines solchen Urvertrauen in den Charakter eines jeden Menschen, fußen all unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, wie flach oder tief sie auch sein mögen. Ist dieses Zerstört ist es kaum mehr zu retten. Daher bin ich der Überzeugung, dass man mit dem Vertrauen nicht leichtsinnig und leichtfertig spielen sollte, nur um kurz seinen persönlichen Spaß daran zu haben.

  7. Madbread sagt:

    „Ironie, die, ist die Fähigkeit, eine Sache so auszudrücken, wie sie nicht ist, gleichzeitig Kritik daran zu üben, wie sie ist oder wie der Gesprächspartner meint, dass sie sei und zugleich das Verständnis der eigenen Bemerkung von der Intelligenz des Gesprächspartners abhängig zu machen.“ (stupidpedia.org)
    Ironie wird meines Verständnisses nach nur verwendet, wenn man sich bewusst ist, dass der Gegenüber diese Bemerkung richtig zu deuten weiß. Man möchte eine Botschaft übermitteln, die auch verstanden werden soll. Ohne diesen Gedanken kann man auch gleich den größten Humbug erzählen, ohne den Umweg über eine offensichtliche Unwahrheit zu machen, oder? Wenn allerdings der Gesprächspartner die Ironie in den Worten nicht erkennt, geht der Zweck des Gesprochenen verloren und verwandelt sich, sofern man den Irrtum nicht aufklärt, in eine Lüge.

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