Protokoll 14. April 2016

Veröffentlicht: 20. April 2016 von jessusisreal98 in Allgemein

Stundenprotokoll 14.04.2016, 7:45-9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

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Gliederung:

  1. Film „Hannah Arendt“
  2. Organisatorisches
  3. Diskussion über Pflicht und Verantwortung
  4. Meinungen zum Film
  5. Thema „Verantwortung“

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  • 1. Film „Hannah Arendt“

Zu Beginn der Stunde schauten wir den Film „Hannah Arendt“, den wir in der letzten Woche begonnen hatten, zu Ende.

Der Film handelt von der gleichnamigen politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt und dem sogenannten Eichmann-Prozess, in dem es um die Bestrafung eines Mittäters an vielen nationalsozialistischen Verbrechen namens Adolf Eichmann geht.

 

  • 2. Organisatorisches

Danach wurden die restlichen Termine für das Schreiben einer Stundenzusammenfassung verteilt. Ebenso wurde auch geklärt, dass der Teil der Schüler, der nun aufgrunde des Mangels an folgenden Ethikstunden keine Zusammenfassung mehr schreiben wird und auch noch keine zu den vorhergehenden Unterrichtsstunden geschrieben hat einen Blogeintrag als Anregung zum Philosophieren mehr als die restlichen Mitschüler schreiben sollte.

 

  • 3. Diskussion über Pflicht und Verantwortung

Da wir in der letzten Ethikstunde die Aufgabe bekamen uns während des Films, den wir nun früher in der Stunde zu Ende schauten, Gedanken über die Fragen was Eichmann im Film unter Pflicht verstand und wer laut verschiedener Aussagen im Film die Verantwortung für die Taten der Nationalsozialisten und spezieller Eichmanns eigenen Taten trug, wurden diese Fragen nun in der Klasse zusammen mit unserer Lehrerin diskutiert.

Zuerst wurde Kants Definition von Pflicht als Gehorsam vor dem Gesetz aufgestellt und im Bezug auf Eichmanns Vorstellung festgestellt, dass ihm komplett die moralische Komponente fehlt.

Eichmann sehe sich laut eigenen Aussagen nicht mehr als Person, sondern liese sich allein als Instrument benutzen.

Er sehe es als seine Pflicht an, den Aussagen seiner Befehlshaber zu folgen und somit dem Gesetz zu folgen. Somit sehe er sich selbst als unschuldig an, da er dachte nur das zu tun was er tun musste.

Außerdem stelle er sich als unfähig etwas zu bewirken dar und behauptete, dass andere, die nicht an seiner Position standen auch etwas hätten bewirken können, es jedoch auch nicht taten.

Dies jedoch ist abstrus da gerade Eichmann in seiner hohen Position unter den Nationalsozialisten etwas bewirken hätte können.

Ebenso wurde im Unterricht die These aufgestellt, dass die Vernichtung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus wie in einer Massenabfertigungsfabrik ablief und die beteiligten Mittäter allgemein nur dazu verpflichtet gefühlt haben, den Befehle Folge zu leisten und sich selbst keine Schuld zusprachen.

Wenn Menschen jedoch so handelten, sind sie nur unfähig über ihre Taten nachzudenken und diese zu hinterfragen. Jeder ist für seine Taten verantwortlich, da man als Mensch selbst die Fähigkeit habe, sich zu entscheiden was man tut.

Letztendlich kamen wir zu dem Entschluss, dass jeder unabhängig von seiner soziallen Position Befehle hinterfragen sollte. Ansonsten muss jeder ein Maß an Schuld an seinen Taten tragen, da er die Fähigkeit hätte sich zu entschieden was er tun sollte, wenn er nur darüber nachdachte.

Jedoch wurde auch klar, dass dies in einem System wie der damaligen Diktatur zu Zeit der Nationalsozialisten nicht funktionieren konnte.

 

  • 4. Meinungen zum Film

Da wir nun unsere Fragen zum Film zum größten Teil besprochen hatten, gingen wir über zu einem letzten Gespräch über unseren persönlichen Meinungen über den Film.

Wie sich herausstellte war der Kurs geteilter Meinung über den Film. So wurde erwähnt, dass der Film für manche Kursteilnehmer verwirrend wäre, da zu viele unterschiedliche Personen auftraten und man somit schnell den Überblick über die aktuelle Handlung und die Personenbeziehungen verlor. Ebenso kam auch der Einwand, dass der Film gegen Ende etwas eintönig werden würde.

Jedoch gab es auch Kontraste in der Meinung der Schüler.

So kam es auch zu Aussage, dass in dem Film Hannah Arendt als Person auf eine interessante Weise dargestellt sei. Außerdem könne man gut ihre persönliche Entwicklung und die auch damit zusammenhängende Entwicklung ihrer Beziehung zu ihren Freunden und Mitmenschen beobachten.

 

  • 5. Thema Vernantwortung

Zu guter Letzt, veranschaulichte unsere Lehrerin uns auch noch den Begriff „Verantowrtung mithilfe eines Akristichons, das wir Schüler selbst erstellen durften.

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V orrausdenken, Vetrauen

E hrlichkeit, Ernsthaftigkeit

R egeln, Rechte, Rechenschaft, Rücksicht

A llgemein, Aufpassen, Arbeit

N ächstenliebe, Neigung

T oleranz, Tun, Treue

W illen, Wahrheit, Wichtig

O rganisation, ohne Einfluss

R egeln, Rechte, Rechenschaft, Rücksicht

T oleranz, Tun, Treue

U nabhängig, Untereinander, Universell

N ächstenliebe, Neigung

G emeinschaft, Gleichheit, Garantie

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