Archiv für die Kategorie ‘Anthropologie’

Anregung zum Philosophieren: Schlafwandler?

Veröffentlicht: 10. April 2014 von FrauSchuetze in Anthropologie, Film, philosophieren

 

Hannah

eigenes Foto, CC-by-SA

Im Nachgang zu unserer Diskussion über Eichmann las ich ein Buch über Hannah Arendt. Sie schreibt u.a. sehr direkt:

„Ein Leben ohne Denken ist durchaus möglich; es entwickelt dann sein eigenes Wesen nicht – es ist nicht nur sinnlos, es ist gar nicht recht lebendig. Menschen, die nicht denken, sind wie Schlafwandler.“ (Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes. Das Denken. Das Wollen. München 1998, S. 189f.)

Was meint ihr: ist ein Leben ohne Denken sinnlos? Kann jemand wie Eichmann als nicht-denkender Schlafwandler schuldig sein?

 

Wie viel Selbstwertgefühl ist gesund?

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von dietugend in Anthropologie, philosophieren

File:Ballet-dancer 01.jpg

CC by Stano Novak Attribution 2.5 Generic

Ein positives Selbstwertgefühl ist heutzutage ein zu erstrebenswertes Gut, es gilt als Voraussetzung für Selbstvertrauen und somit für ein erfülltes Leben. Selbstvertrauen ist essentiell um Ziele zu erreichen  und mit Niederlagen umgehen zu können, besonders wichtig ist es in unserer Leistungsgesellschaft sich etwas zuzutrauen, um die erforderte Leistung erbringen zu können. Der Grad des Selbstvertrauens ist zeitlich abhängig, er hängt von der momentanen Stimmung ab, die auch von äußeren Umständen beeinflusst wird, doch manche Menschen scheinen ein extrem hohes Selbstwertgefühl zu haben, das „unzerstörbar“ zu sein scheint. Wie viel Selbstwertgefühl  kann gesund beziehungsweise gut sein?

Wir  können oft zwei Extreme vorfinden, ein Mittelmaß ist schwierig zu erreichen.

Viele Menschen trauen sich oft zu wenig zu, sie setzen sich keine schwer zu erreichenden Ziele, da sie diese sowieso nicht erreichen können, so ihre Überzeugung. Wenn wir uns selbst ablehnen, zerstören wir unser Selbstvertrauen und setzen uns so selbst Grenzen, die wir eigentlich überwinden könnten. Oder ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass Menschen damit prahlen, was sie alles haben und was sie alles können und andere Menschen schlecht darstellen und emotional erniedrigen, um sich selbst besser zu fühlen.

Ein zu hohes Selbstwertgefühl kann jedoch auch  leicht in Überheblichkeit und Arroganz ausarten und Antipathie bei den Mitmenschen auslösen.

Oft wird ein hohes Selbstvertrauen auch einfach nur vorgespielt, um wahrgenommen zu werden, hier ist  es eigentlich nur ein Ausdruck tiefer Unzufriedenheit und eines geringen Selbstwertgefühls.

Erstrebenswert ist meiner Meinung nach ein starkes Selbstwertgefühl, es ist wichtig um glücklich und zufrieden zu sein und ein erfülltes Leben zu führen. Wir sollten nur nicht mit unseren Fähigkeiten protzen und prahlen und somit dem Selbstwertgefühl anderer schaden. Aber jemand, der wirklich ein positives Selbstwertgefühl hat, hat es doch auch gar nicht nötig zu prahlen oder? Ein zu niedriges Selbstwertgefühl ist schlecht, da es dazu führt, dass wir uns selbst Grenzen setzen und uns selbst ablehnen. „Sich selbst abzulehnen oder gar zu hassen, ist das Selbstschädigendste, was man sich antun kann“ (Quelle)

Es ist wichtig sich selbst zu nehmen wie man ist und optimistisch zu sein. Eine optimistische Sicht auf die Welt macht das Leben einfacher. Wir sollten uns unsere Fähigkeiten bewusst machen und uns nicht ständig mit anderen vergleichen um ein starkes Selbstwertgefühl zu erreichen. Vor allem sollten wir uns nicht von anderen von unserem Weg und unseren Zielen abbringen lassen, nur weil andere Menschen sie uns nicht zutrauen. Grundsätzlich ist es wichtig in Erinnerung zu behalten: „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“ Wir leben nur einmal und sollten die Zeit genießen, die uns bleibt.

Niemand ist perfekt und gerade unsere (vielleicht scheinbaren) Fehler machen uns doch einzigartig oder?

„Das Streben nach Glück“ – Das Ziel des Lebens?

Veröffentlicht: 27. Dezember 2013 von fredlchen in Anthropologie, Glück, philosophieren

(Kurzzusammenfassung des Films bei Wikipedia)

In den USA ist Glück als Freiheitsrecht in der Unabhängigkeitserklärung verankert. Aber hat jeder Mensch die gleichen Chancen auf „Glück“? Und ist das „Streben nach Glück“ der Lebensinhalt jedes Menschen?

Meiner Meinung nach gibt es einen großen Unterschied zwischen „Glück haben“ und „Glücklich sein“.

Glück kann man nicht erzwingen, es kommt oft plötzlich und hat meistens einen materiellen Wert. Zum Beispiel der Lottogewinn, bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:139.838.160, ist ein solches „Glück“, das ich haben kann. Dies kann man weder erzwingen noch kann man irgendetwas tun, damit man größere Chancen auf den Gewinn hat als andere.

Glücklich sein“ dagegen ist meistens nicht von materiellen Dingen abhängig sondern eher von den äußeren Umständen und der Gesellschaft. Nach Aristoteles sind Wohlstand, eine angesehene gesellschaftliche Stellung, Freundschaft, Schönheit, Gesundheit, Weisheit, Tapferkeit und Gerechtigkeit Grundvoraussetzungen für ein Glückliches Leben.

Meiner Meinung nach ist ein Glückliches Leben das Ziel, das jeder in seinem Leben anstrebt und nicht das Glück selbst. Außerdem sind die Voraussetzungen zwar eine Hilfe dies zu erreichen, jedoch finde ich nicht, dass sie Grundvoraussetzungen sind, da sonst fast niemand ein glückliches Leben führen könnte. Es ist zwar ein Vorteil wenn man schön, reich und schlau ist, aber es gibt auch Menschen, die ohne all das glücklich sind. Ein Beispiel dafür sind die Kinder in armen Ländern z.B.: in Afrika, die nichts besitzen, scheinbar nicht einmal eine Zukunft, und trotzdem glücklich auf der Straße spielen. Glücklich mit dem wenigen was sie besitzen.

Ist es nicht sogar möglich, dass sie sogar glücklicher sind als Personen, die alle Grundvoraussetzungen erfüllen, aber sich nicht mit dem zufrieden geben was sie besitzen, sondern nach immer mehr streben?

Führt ihr ein glückliches Leben und sind die Grundvoraussetzungen nach Aristoteles dafür notwendig?

Dass unsere heutige Gesellschaft eine Leistungsgesellschaft ist, ist klar. Ebenso dass wir in einer Konsumgesellschaft leben. Und einer Wegwerfgesellschaft. Doch leben wir auch in einer „Wegguckgesellschaft“?

Wie viel Heuchelei und Selbstbetrug, Schönfärberei und Leichtgläubigkeit steckt in uns?

Wir haben das Zeitalter der Aufklärung hinter uns gebracht. Wir begingen historische Fehler, wir lernten aus ihnen.
Dass wir in keiner perfekten Welt leben, mag jedermann nachvollziehen können. Doch nutzen wir unser privilegiertes Lebensumfeld in perfider Art und Weise aus?

Es wird gemault, wenn das Handy mal wieder kaputt ist. Aber wirklich problematisch ist das nicht, denn es kann ja gleich ein neues her. Stundenlange Shoppingtouren gehören für viele Mädels zum Alltag. 50€ Taschengeld scheint vielen gar nicht auszureichen. Party Party ist ein weit verbreitetes Lebensmotto unter jungen Leuten.

Switchen wir mal rund um die Welt.
Südafrika/Brasilien: Der Lebensmittelkonzern Nestlé kauft öffentliche Trinkwasserreservoire auf, lässt die Menschen vor Ort für einen Hungerlohn das Wasser in Flaschen abfüllen, die der „privilegierten Gesellschaft“ in unseren Breitengraden zugeführt werden. Nach der Arbeit kehren die Menschen in ihre Slums zurück. Kein sauberes Trinkwasser, ihre Kinder dursten, sie selbst müssen sich oft kilometerweit auf die Suche nach trinkbarem Wasser begeben. Nestlé zeigt sich großzügig: Ein kleiner Wasserhahn tröpfelt etwas von dem kostbaren Gut ab…

Indien/Pakistan/Bangladesch etc.: Ausbeutung von Arbeitskraft ist hier alltäglich, und vor allem bekannt. Millionen Kinder weltweit müssen ihre Familie versorgen, oder besser überleben helfen, indem sie arbeiten. T-Shirts nähen für H&M, Fußbälle für Adidas. Der Verdienst: einige zehn Cents am Tag vielleicht, die Fußbälle sogar bis zu 40 Cent pro Stück.

Die Reihe von absurd klingenden Ungerechtigkeiten lässt sich beliebig fortführen.

Diese fernen Länder sind weit entfernt, das stimmt. Doch jeder, der sich in irgendeiner Form medial informiert, wird auf solche Nachrichten gestoßen sein. Spätestens bei dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch im April dieses Jahres, mehr als 1100 Tote. Tot dafür, dass wir unsere superslim Jeans tragen, teure Kashmirwolle zum Spottpreis kaufen können.

Es soll in keinster Weise unser gutes Recht, Kleidung oder Luxusartikel zu günstigen Preisen zu kaufen, oder gar einfach Wasser zu trinken, kritisiert oder aberkannt werden! Aber ist es richtig und moralisch, ethisch vertretbar und mit der Vorstellung von Menschlichkeit vereinbar, den Kopf über solche unfassbaren Dinge zu schütteln und am nächsten Tag den Super-Sale-Stand im Klamottengeschäft umzurennen? Im Grunde genommen wäre das pure Heuchelei. Tun wir nicht zu wenig? Eigentlich überhaupt nichts!?

Horchen wir mal in unser Inneres, seien wir mal ganz ehrlich: Liegt der Grund nicht einfach darin, dass es unglaublich bequem ist in unserer Gesellschaft zu leben, sich der Unterhaltungsbranche hinzugeben, in Wohlstand gebettet zu sein und bei solchen Meldungen schlicht und einfach wegzugucken?
Das was wir nicht hören wollen, schalten wir aus. Ja, auch das ist ein Privileg, wohlgemwerkt, denn andere können Hunger, Durst, Armut oder Leiden nicht einfach abstellen.

Wir sind eine „Wegguckgesellschaft“, eine Luxus-, Konsum- und Wegwerfgesellschaft, errichtet auf der Basis von Ausbeutung und Ungerechtigkeit.

-sumsilatipakitna-

Ethikprotokoll

Veröffentlicht: 18. November 2013 von schlumpfiinchen in Anthropologie, Protokolle

Gymnasium Gerabronn; Ethikkurs K1; Protokoll vom 13. November 2013 von 9:40-11:15 Uhr; Thema: Überblick der Phliosophen in der Antike, Was bedeutet Glück?

Protokollantin: schlumpfiinchen

Anzahl der Anwesenden: 10 Schüler

Verlauf der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Überblick: Antike
  3. Glück?
  4. Aristoteles: Das Wesen des Glücks

1. Organisatorisches

  • Abstimmung über die Klausur am 4.12. 2013 
  • Klausur wird ohne Hefter geschrieben

2. Überblick: Antike

Zu Beginn der Doppelstunde bearbeiteten wir ein Arbeitsblatt über die Philosophen der griechischen Antike, hierbei konnten wir unser Wissen, das wir bereits aus Klasse 10 haben, anwenden. Zur Hilfe bekamen wir ein weiteres Arbeitsblatt auf dem Informationen zu den verschiedensten Phliosophen zu finden waren.

Man teilt die Philosophen, der griechischen Antike, in drei verschiedene Zeiten auf:

  1. Vorsokratiker (600-400 v. Chr.)
  2. Klassische Periode der antiken Philosophie
  3. Hellenistische Philosophie

Wir bearbeiteten zunächst nur die Vorsokratiker und die Philosophen der klassischen Periode der antiken Philosophie, in dem wir zu den Philosophen dieser Zeit Informationen und die zu der Zeit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen aufschrieben.

Vorsokratiker:

Philosophen sahen in allem Seienden einen gemeinsamen Urgrund, hierbei war die Natur der Mittelpunkt der Philosophie.

  • Thales von Milet: Urstoff = Wasser; Wasser belebt alles Seiende; Satz des Thales
  • Anaximander: Schüler von Thales; Urprinzip = Apeiron (=das Unendliche)
  • Anaximenes: Urstoff = Luft
  • Pythagoras: die Bedeutung der Zahl; die Zahl schafft Ordnung (Apeiron wird dadurch bestimmt)
  • Empedokles: 4 Elemente ( Wasser, Erde, Feuer, Luft); Elemente werden durch Liebe bzw. Hass bewegt
  • Anaxagoras: unendlich viele Grundstoffe; Grundstoffe werden durch den Geist bewegt
  • Leukipp/Demokrit: Begründer der Atomlehre; alles entsteht durch einen Sinn bzw. eine Notwendigkeit; Materialismus
  • Parmenides: Lehre der Einheit des Seins
  • Heraklit: Werden und Vergehen; nichts ist beständig
  • Sophisten: Wanderlehrer, die die Redekunst lehrten; Mensch steht im Mittelpunkt

Klassische Periode der antiken Philosophie:

Schon mit den Sophisten begann nun die Wende der philosophischen Richtung von der Natur zum, im Mittelpunkt stehenden, Menschen. Sokrates ist bei dieser Wende, die uns auch heute noch prägt, von großer Bedeutung.

  • Sokrates (470-399 v. Chr.): Logos; alles basiert auf den Verstand; sokratisches Gespräch
  • Platon (427-347 v. Chr.): Schüler von Sokrates; Höhlengleichnis; Ideenlehre

3. Glück?

Im zweiten Teil der Doppelstunde spielten wir das „Empathie – Spiel“ zum Thema „Glück“. Hierbei wurden persönliche Meinungen zum Thema „Glück“, die mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten waren anonym abgefragt. Bei diesem Spiel kam es zu einigen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen. Diese traten zum Beispiel bei der Frage auf: “ Glaubst du, dass alle Menschen nach dem Glück streben“? Für einige von uns war klar, dass jeder Mensch nach seinem eigenen Glück streben muss. Hier trat das Argument auf, dass Glück der Sinn des Lebens ist und mit der Frage ob dieser je etwas anderes sein kann als Glück. Der andere Teil von uns war anderer Meinung, mit dem Grund, dass man nicht durch aktive Aktivitäten sein eigenes Glück erreichen kann, was in der Frage vorausgesetzt wird. Außerdem diskutierten wir, ob ein reicher Mensch glücklicher sein kann als ein armer Mensch und warum. Es kam die Frage auf ob „Glück“ und „glücklich sein“ überhaupt gleichzusetzen ist. Wir kamen zu dem Schluss, dass ein reicher Mensch niemals höhere Wahrscheinlichkeiten besitzt ein glücklicheres Leben zu führen als ein armer Mensch, da dies nicht durch finanzielle Mittel und Habgut zu erreichen ist, sondern durch Dinge wie „Liebe, Familie, Freunde“. Zum Schluss sollten wir darüber nachdenken, ob es eine einheitliche Definition für „Glück“ gibt. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass dies nicht möglich ist, da jeder seine eigene Definition finden muss.

Zum Punkt 4. Aristoteles: Das Wesen des Glücks konnten wir aus zeitlichen Gründen nicht mehr kommen.

Ethikprotokoll

Veröffentlicht: 12. November 2013 von fredlchen in Anthropologie, Freiheit, Philosophie

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs K1a+b, Mittwoch den 06.November 2013 von 9:40-11:15 Uhr, Themen: Unsere Rollen in der Gesellschaft und Forderungen anderer an diese, der Film „Meine Eltern“ und Freiheit und Verantwortlichkeit

Protokollantin: fredlchen

Anwesenheit: Alle elf Schüler (zwei kamen später dazu wegen Studienfahrtbesprechung mit Herrn H.) und Frau Schütze

Verlauf der Doppelstunde:

1)      Organisatorisches

2)      Rollen

3)      Film „Meine Eltern“

4)      Freiheit und Verantwortlichkeit

 

1)      Organisatorisches

– Die erste Klausur findet am Mittwoch den 27.November 2013 statt

– nächste Doppelstunde (Mittwoch den 13.November 2013) stimmen wir geheim über eine Klausur mit oder ohne Hefter ab

– Die Aufgaben bei der Klausur mit Hefter beziehen sich nur auf einen Text der dann bearbeitet wird, bei einer Klausur ohne Hefter kommen noch Abfrageaufgaben dazu

2)      Rollen

Am Anfang führen wir eine Diskussion welche Rollen Frau Schütze in unserer Gesellschaft einnimmt. Sie nimmt vor allem drei Rollen ein: Lehrerin, Mutter und Freundin.

Beispiel von Anforderungen an diese Rollen:

Mutter: Das Jugendamt fordert eine gewaltlose und gute Erziehung ihrer Kinder. Die Kinder erwarten Liebe, Fürsorge und Schutz von ihrer Mutter. Dies kann im Konflikt mit den Forderungen des Vaters und der Großeltern, die Erfüllung der Mutterpflichten (Wohnung/Nahrung/…) und einer guten Erziehung die auch Grenzen und Sanktionen beinhaltet.

Alle Beispiele siehe Anhang.

=> Intra-Rollen-Konflikt

Definition:

Die Erwartungen verschiedener Gruppen an eine Rolle lassen sich nicht vereinbarenàWiderspruch lässt sich nicht erfüllen

=> Auch Inter-Rollen-Konflikt möglich

Definition:

Die Erwartungen von verschiedenen Gruppen an verschiedene Rollen können nicht gleichzeitig erfüllt werden.

Danach müssen wir Schüler Anforderungen der Gesellschaft an uns auflisten und schauen ob es bei uns auch solche Konflikte auftreten und wie sich solche lösen lassen. Um solche Konflikte zu lösen ist es notwendig Prioritäten zu setzten und manche Forderungen zu vernachlässigen z.B. Die Schule wird vernachlässigt um mehr Zeit mit den Freunden zu verbringen.

3)      Film „Meine Eltern“

Handlung: Ein Mädchen findet seine Eltern spießig und langweilig. Ihrem Freund jedoch erzählt sie, dass ihre Eltern sich immer noch innig lieben und richtig cool sind und sogar kiffen. Das erzählt sie ihren Eltern und fordert sie auf sich dementsprechend zu verhalten wenn ihr Freund zu Besuch kommt. Die Eltern spielen dem Freund anfangs eine perfekte Beziehung vor bis sie durch die junge Liebe ihrer Tochter neu lieben lernen.

Aufgaben zum Film sind die Charakterisierung der Eltern und die Frage, wie diese Rollen überwunden werden.

Die Mutter ist launisch und ist die geborene Hausfrau, ihr Vater lästert über die Mutter und fegt die ganze Zeit. Beide sind spießig, langweilig und lieben sich nicht mehr.

=> Sie nehmen die Rolle der Hausfrau und des Hausherrn und nicht die Rolle der Eltern ein.

Diese Rollen überwinden sie durch die Ehrlichkeit der Tochter gegenüber ihren Eltern und den damit verbundenen Forderungen an die Rolle der Eltern.

Möglichkeiten eine Rolle zu überwinden sind z. B. ein neues Selbstverständnis und die eigene Ausgestaltung der Rolle oder Schwerpunkte zu setzen oder in Distanz zu seiner Rolle zu treten und diese zu hinterfragen.

4)      Freiheit und Verantwortlichkeit

Wir bearbeiten den Text auf den Seiten 950ff „Das Sein und das Nichts“ von Jean-Paul Sartre. àText im Anhang

Aufgaben sind, zu beantworten was Verantwortlichkeit ist, wofür sie gut ist, wie sie begründet wird und am Schluss noch eine Stellungnahme.

Verantwortlichkeit: Man ist für jede Entscheidung/ jedes Ereignis verantwortlich, die man trifft oder durchführt und sogar für die, denen man sich nicht entgegen stellt oder durch Selbstmord entzieht.

Ich darf mich frei entscheiden aber ich muss mich entscheiden

=>Verantwortlichkeit folgt auf Freiheit

Prinzip: ExistenzàEssenz

Ich bin und habe die Wahl wie ich sein will.

Stellungnahme: Ich stimme dem Autor größtenteils zu, aber nach dem Text ist man für alles Böse/Schlechte auf der Welt schuld, dem man sich nicht entgegen stellt. Aber dies ist praktisch gar nicht möglich, denn man kann nie überall gleichzeitig sein. Meiner Meinung nach muss man hier auch  Prioritäten setzen und ist in erster Linie für seine eigenen Entscheidungen und Taten verantwortlich. Man kann die Entscheidungen und Taten anderer schließlich nur beeinflussen aber nicht für sie treffen.

Doppelstundenzusammenfassung

Veröffentlicht: 29. Oktober 2013 von dietugend in Anthropologie, Protokolle

Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs K1, letzte Stunde: Mittwoch, 23. Oktober 2013, Thema: Was ist der Mensch? (aus Sicht der philosophischen Anthropologie);  Handlungs-und Willensfreiheit

Protokollant: dietugend/ dt

Anzahl der Anwesenden:  11 Schüler

1) Organisatorisches:

geklärte organisatorische Fragen: Dank an Nina, Zusammenfassung der Doppelstunde

2) philosophische Anthropologie

Zunächst bearbeiteten wir eine Tabelle, in der wir Mensch und Tier gegenüberstellten. Der Mensch hat im Gegensatz zum Tier keine Instinkte, ist nach der Geburt (länger) abhängig, hat Vernunft und gebraucht diese auch des Öfteren und passt sich seiner Umwelt an. Tiere sind an ihr Ökosystem angepasst und haben Vernunft, die jedoch nicht so stark ausgeprägt ist.

Danach lasen wir einen Text von Arnold Gehlen über die Bestimmung von Tier und Mensch und fertigten dazu eine weitere Tabelle zur Gegenüberstellung von Mensch und Tier an (Aufgabe 1 auf dem Arbeitsblatt) (Die Tabelle ist im „Anhang“)

Dann beantworteten wir die Frage, warum der Mensch nach A. Gehlen der Institutionen bedarf (Aufgabe 2): Der Mensch kann sich selbst und andere durch Institutionen ertragen. Sie dienen außerdem zu seiner Orientierung, regeln das Verhalten beziehungsweise leiten das Handeln und wirken entlastend. Die Religion ist zum Beispiel eine Institution.

Danach diskutierten wir den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Institutionen (Aufgabe 3). Die Institutionen beeinflussen die Persönlichkeit. Um dies am Beispiel der Schule zu verdeutlichen: In der Schule knüpft man Freundschaften und bildet einen Freundeskreis (Gemeinschaft), der die Persönlichkeit beeinflusst. Außerdem nimmt die Schule Einfluss auf die Freizeitgestaltung, auf Werte und Willensentschlüsse und auf das Menschenbild.

Als abschließende Frage und Fortsetzung des Themas: Was ist der Mensch(?), diskutierten wir, ob A. Gehlen (beziehungsweise die Philosophie; dt) die verschiedenen Wissenschaften (Soziologie, Biologie, Neurobiologie und Psychologie; dt) zu einem Gesamtbild vereint. Wir kamen zu der Antwort „ja“, da die Soziologie und Biologie nur herauszufinden versuchen wie der Mensch beeinflusst wird (beziehungsweise entstanden ist (aus biologischer Sicht); dt). Diese Wissenschaften suchen also nur Erklärungsmuster warum der Mensch ist was er ist. Die Philosophie führt diese verschiedenen Sichten zu einem Gesamtbild zusammen und antwortet  konkret auf die Frage was der Mensch ist.

3) Geschlossene Gesellschaft

Wir bearbeiteten ein weiteres Arbeitsblatt und beschäftigten uns mit Handlungs- und Willensfreiheit. Die Handlungsfreiheit ist (in anderen Worten) die Möglichkeit etwas zu tun, während die Willensfreiheit freies Denken beschreibt.

Dann beantworteten wir die Frage, welche Freiheit wichtiger sei.

Argumente für die höhere Bedeutung der Handlungsfreiheit:               

Die Handlungsfreiheit ist wichtiger für das Leben. Außerdem ist sie die Voraussetzung für Willensfreiheit. Sie ist die wichtigere Freiheit, weil es komplette Willensfreiheit nicht geben kann, denn sonst müsste er jede Minute selbst nachdenken und sich entscheiden. Dafür gibt es die Institutionen, die den Menschen entlasten (indem sie das Verhalten leiten und zur Orientierung dienen; dt). Ein weiteres Argument für die These, dass es komplette Willensfreiheit nicht geben kann, ist dass der Verstand Grenzen hat. Der blinde Fleck zeigt die Grenzen auf: Ich kann nicht gleichzeitig darüber nachdenken wie ich gerade über mich nachdenke. Darüber hinaus hat der Mensch nur eine beschränkte (die innere) Wahrnehmung. Zudem ist die Willensfreiheit keine „wirkliche Freiheit“, weil das Denken immer durch äußere Umstände beeinflusst wird und die Willensfreiheit somit immer eingeschränkt ist (der Mensch kann nicht darüber entscheiden worüber er nachdenkt; dt).

Argumente für die Position, dass Willensfreiheit wichtiger ist:

Sie ist die größere Freiheit, da bei der Handlungsfreiheit Faktoren vorgegeben sind zwischen denen der Mensch wählen muss. Außerdem ist sie wichtiger für die Gesellschaft, denn ohne sie gäbe es keinen Fortschritt. Es ist wichtiger Willensfreiheit zu haben, denn Handlungsfreiheit kann auch manchmal eingeschränkt sein, wenn der vorgegebene Faktor, den ich wählen muss zu moralischem Handeln führt.

Dabei kamen wir auf Sartre zu sprechen. Der Philosoph Sartre ist der Meinung, dass wir zur Freiheit verdammt sind. Die einzige Einschränkung dabei sei nur, dass wir uns nicht gegen diese Freiheit wehren könnten.

Das Problem bei der Beantwortung der Frage ist jedoch, dass die beiden Freiheiten zusammenhängen. (Wenn ich keine Handlungsfreiheit habe, kann ich nur eingeschränkt denken, da ich sowieso nicht zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten/ Faktoren wählen kann. Wenn ich nicht frei denken kann und keinen freien Wille habe, kann ich nicht nach meinem Willen handeln. dt)

Danach beschäftigten wir uns mit dem Text „Geschlossene Gesellschaft“ (auf dem Arbeitsblatt). Dabei beantworteten wir die Frage, was ein Determinist und Interdeterminist ist.

Ein Determinist ist eine Person, die davon überzeugt ist, dass der Mensch keinen freien Willen hat, weil alles durch äußere Umstände (Vorbedingungen; dt) bestimmt wird. Ein Interdeterminist ist genau der gegensätzlichen Überzeugung: der Mensch hat freien Willen (weil alles was passiert auch hätte anders eintreten können; dt). Determinismus heißt also, dass A immer zu B  führt (A–>B). Beim Interdeterminismus kann A zu B oder zu C führen  (A–> B/C) (oder zu E oder F; dt).

Ein Beispiel gegen die Auffassung des Determinismus ist, dass nicht jeder der eine schlimme Kindheit hatte, kriminell wird.

Zuletzt blieb die Frage inwieweit der Staat eingreifen darf um unsere Freiheit zu schützen und die Frage was überhaupt gut für das Individuum ist, (denn Individuum und Gesellschaft sind nur schwer zu vereinbaren; dt), weitestgehend offen.

 

Hier der Anhang (hat leider nicht anders funktioniert)

Anhang

Differenzen

Tier

Mensch

Morphologie (äußere Gestalt)

Angepasstheiten, Spezialisiertheiten, hohe Entwicklung (im biologischen Sinne)

Durch äußere Mängel bestimmt, unterentwickelt

z.B. Fehlen des Haarkleids für Witterungsschutz

Instinkte

Zum Überleben geeignete  natürliche Instinkte

Mangel an Instinkten

à lebensgefährlich

Kleinkindalter

Relativ schnell emanzipiert

Lange Schutzbedürftigkeit

Gang

Mit allen Füßen, keine Hände frei

Aufgerichtet mit freigelegten Händen

Feststellung

Festgestellt

Handlungswesen;

Noch nicht eindeutig festgestellt (definiert)

Institutionen

Organisiert z.B. Rudel, Bienen

Orientierung, auf Institutionen angewiesen

Bsp.: Staat, Ehe, Polizei

Ethikdoppelstundenzusammenfassung vom 16.10.2013!

Veröffentlicht: 22. Oktober 2013 von hackfleisch567 in Anthropologie, Gerabronn
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Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs Klasse 11; letzte Stunde: 16.10.2013, Thema: Was ist der Mensch?; Verfasserin: Nina/Hackfleisch, 22.10.2013-21:54 Uhr

Anzahl der Anwesenden: 11/12

Gliederung: 1)Diskussion, ob der Mensch ein Mängelwesen oder die Krone der Schöpfung ist; 2)Plakatgestaltung zum Thema: „Was ist der Mensch?“

geklärte organisatorische Fragen: GFS, Zusammenfassung einer Doppelstunde

In dieser Doppelstunde haben wir zuerst 1) das Thema diskutiert, ob der Mensch ein Mängelwesen oder die Krone der Schöpfung ist. Es gab 2 Ecken und jede/r sollte sich einer Ecke zuordnen. Es gab auch 3 Leute, die sich in die Mitte gestellt haben und eine Person, die ihre ganz eigene Ecke eröffnet hat, die besagte, dass man die Frage relativ sehen muss. Diese Ecke wurde allerdings von Frau Schütze wieder geschlossen, da es hier nicht um einzelne Personen oder Personengruppen ging, sondern um die Gesamtheit der Menschen. Es gab sehr unterschiedliche Meinungen und Argumente. Hier ein paar, die dafür sprechen, dass der Mensch ein Mängelwesen ist: Menschen morden und veranstalten Kriege, durch die sie sich selbst zerstören, Menschen sind in keinerlei Hinsicht perfekt, die Menschen haben aus den Ereignissen der Geschichte nicht von Anfang an gelernt, um es beim nächsten Mal besser zu machen, Menschen sind egoistisch, weil sie einen Überlebenstrieb besitzen und haben nicht immer die globalen Auswirkungen ihres Treibens im Kopf und sie haben die Macht dazu, die Welt zu zerstören, die sie auch schon ausgenutzt haben, sie haben Mängel, da ihnen die Instinkte fehlen und sie unterentwickelte Sinne haben und sich an ihre Umwelt anpassen müssen. Das sind Argumente, die dafür sprechen, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist: Menschen können aus ihren Fehlern lernen, Menschen können im Gegensatz zu Tieren denken und haben die Macht über die Erde, da sie keine Feinde haben, wodurch ihr Fortbestand gesichert ist, sie unterstützen andere und haben gleichzeitig die Macht, die Welt zu erhalten. Sie sind Vernunftwesen, soziale Wesen und anpassungsfähig. Außerdem haben sie im Gegensatz zu Tieren Kultur wie verschiedene Sprachen. Die Argumente heben sich zum Teil auch wieder auf. Am Ende kamen die meisten zu folgender vorläufiger Lösung: Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, obwohl er ein Mängelwesen ist. Wie haben dann noch einen Text über die philosophische Anthropologie gelesen, aus dem man folgende Schlüsse ziehen kann: nach dem jüdisch-christlichen Ideenkreis herrscht folgendes Menschenbild: Die Menschen stammen von Adam und Eva ab und sind somit ein Geschöpf Gottes, was bedeutet, dass sie die Krone der Schöpfung sind. Das griechisch-antike Menschenbild besagt, dass dass der Mensch ein Vernunftwesen mit einer Sonderstellung ist und (natur)wissenschaftlich sieht man die Menschen als Prodkut der Evolution mit besseren Fähigkeiten und als Gehirn-, Trieb- und soziales Wesen. Heute prägend sind alle diese 3 Wesen. Der philosophischen Anthropologie zufolge hat das Gesamtbild des Menschen außerdem Mittel zur Selbstentfaltung und ist mehr als nur die Summe der Einzelwissenschaften, während bei den Einzelwissenschaften Teile teilweise unerforscht sind und es verschiedene Ziele und einzelwissenschaftliche Methoden gibt.

Dann haben wir 2) in Gruppen Plakate zum Thema „Was ist der Mensch?“ gestaltet, wobei auch wieder unterschiedliche Ergebnisse entstanden sind, die die vier Bereiche Soziologie, Biologie, Neurobiologie und Psychologie umschließen, die wir in den vergangenen Stunden behandelt hatten. Die Ergebnisse waren wie folgt: Der Mensch ist das Produkt aus  inneren und äußeren Einflüssen und ist somit auch eine Mischung aus Über-Ich (Moralische Instanz, Forderungen, Beachtung der Gebote und Verbote, Wert- und Normvorstellungen), Ich (Kontrolle über sich und Realitätsprinzip, kritischer Verstand, Triebverzicht  oder -aufschub und Reaktionen daraus) und Es (Lustprinzip und Forderungen, Bedürfnisse, Libido(Begierde) und Destrudo(Todestrieb), und auf sich einwirkende Reize). Außerdem ist der Mensch das, zu was ihn die Gesellschaft macht und in welche Rolle er hineingezwungen wird. Er hat allerdings die Wahl, ob er diese Rolle annimmt oder seinen eigenen Weg geht. Der Mensch ist manipulierbar, da schon alleine die Erziehung von klein auf ihn beeinflusst und man kann es erreichen, dass ein Mensch seinen eigenen Willen unterdrückt und nur auf Befehle von außen hört (->manipuliert). Der Mensch ist auch das Ergebnis von Mann und Frau und hat somit die Erbinformationen seiner biologischen Eltern. Er ist ein sinnloses Zufallsprodukt der Evolution.

Ich hoffe das war verständlich für die Nichtanwesenden und auch für die Anwesenden als Wiederholung, auch, wenn es noch grade so rechtzeitig erscheint:D. LG sind von Hackfleisch!

(PS:Fotos der Plakate habe ich keine hinzugefügt, weil alles Wichtige im Text steht und es nicht funktioniert).

Der Mensch aus Sicht der Biologie

Veröffentlicht: 2. Oktober 2013 von FrauSchuetze in Anthropologie, Gerabronn

 

Der Mensch – ein Produkt des Zufalls

Die heutige biologische Sicht auf den Menschen ist vom englischen Naturwissenschaftler Charles Darwin, dem Begründer der Evolutionstheorie, stark beeinflusst worden.

Mit seinem 1859 veröffentlichten Werk „On the origin of species“ (Die Entstehung der Arten) revolutionierte er die damalige Sichtweise, das naturtheologische „argument from design“ mit seiner Zurückweisung des „Dogmas separater Schöpfungen“.

Er ging davon aus, dass Menschen und Tiere vom gleichen Urerzeuger abstammen und somit ein verwandtschaftlicher Zusammenhang mit anderen Lebewesen besteht. Folglich haben diese eine ähnliche biologische Struktur und unterscheiden sich lediglich in ihrem moralischen Urteilsvermögen. Der Mensch sei das einzige moralische Wesen, da er im Stande ist über vergangene Handlungen und Motive nachzudenken und über ein Gewissen verfügt. Tiere seien Instinkt geleitet und im Gegensatz zum Menschen nicht sittlich (Goldene Regel). Darwin ist der Meinung, der Mensch sei ein sinnloses Zufallsprodukt, das durch blindes Evolutionsgeschehen, das heißt durch natürliche Selektion entstanden ist. Im gesamten Evolutionsgeschehen sei der Körper und der Organismus (Innenwelt) wichtiger als die Außenwelt, das heißt sexuelle Selektion wichtiger als die Außenwelt.

Die heutige Gentechnik bestätigt die Richtigkeit der Evolutionslehre.

Der Mensch aus psychologischer Sicht

Veröffentlicht: 2. Oktober 2013 von avocadobrei in Anthropologie

Der Mensch ist ein Triebwesen, er entscheidet unbewusst und irrational und lässt sich von Gefühlen leiten.Er lässt sich in ICH, ES und ÜBER-ICH unterteilen.

Das ES symbolisiert die Triebe und ist angeboren. Es ist der dunkle, unzugängliche Teil und hat einen negativen Charakter ( verglecihbar mit einem brodelndem Kessel), es gehorcht keinen Prinzipien.

Das ICH entwickelt sich aus dem ES und vermittelt zwischen dem ES und dem ÜBER-ICH. Das ich arbeitet nach dem Realitäts-Prinzip  und ist selbstverliebt. Zwischen dem Es und dem ICH findet ein ständiger Kampf statt, wenn sich das ICH behauptet, dann kann es die Triebansprüche für sich gewinnen und Zufriedenheit erlangen.

Das ÜBER-ICH entsteht in der Kindheit und wird am meisten von den Eltern geprägt. Es verkörpert Normen und Regel und somit die Außenwelt. Steht dadurch anstelle der elterlichen Instanz.

File:Freud Ich.svg

Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Freud_Ich.svg, Reiner Zenz, CC-by-SA 3.0

(Stand: 02.10.2013 10:17 Uhr)