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Glaube, Logik und das fliegende Spaghettimonster

Veröffentlicht: 6. Januar 2015 von St. Sanktus in Allgemein, Gerabronn, Religion

Liebe Freunde der Weisheit,

In einer Zeitschrift stieß ich vor einigen Tagen auf dieses verwirrende Schild (damit ist das unterste gemeint)

                                                       http://www.schleckysilberstein.com/wp-content/uploads/2014/11/pastafariannudelmesse.jpg

Schnell das Smartphone gezückt & FSM gegooglet – schon habe ich herausgefunden, dass diese seltsame Gemeinschaft des ‚Fliegenden Spaghetti-Monsters‘ in die Reihe von Christentum, Islam und Buddhismus gehört, sie ist eine anerkannte Religion – naja, zumindest in den USA.
Auch wenn ich im Anschluss nicht zur Nudelmesse gegangen bin, so lässt mich diese (wie ich gelesen habe ‚Religionsparodie‘) nicht mehr los. Ich finde beim Lesen einiger Artikel heraus, dass der Gründer von FSM ein Gegner jeglicher Form spiritueller Strömungen ist. Zwar geht es ihm hauptsächlich darum, eine Intervention dieser Gemeinschaften in unserem Alltag zu verhindern bzw. ins Lächerliche zu ziehen (hier könnt ich euch selbst schlau lesen (-> http://www.pastafari.eu/ ) und auch Toleranz zu fördern. Jedoch hat mich persönlich ein Standpunkt, den Bobby Henderson, Gründer von FSM & überzeugter Atheist vertritt viel mehr beschäftigt. Er glaubt, dass in einer Welt voll Wissenschaft und Logik Religion und Glaube keinen Platz mehr haben – es seien verkommen Überbleibsel der Geschichte, die Fortschritt und Technik schaden.

Aber ist dies tatsächlich nicht miteinander vereinbar? Religion und Wissenschaft? Gibt es in unserer aufgeklärten Welt überhaupt noch einen Grund, an die Existenz eines höheren Wesens zu glauben, einen logischen Grund, daran zu glauben?

Früher war die Rollenverteilung hier recht klar – Religion war der Chef, die Naturwissenschaften hatten zu gehorchen. Zu Zeiten Gailieos kontrollierte die Kirche die Wissenschaft. Die Erde ist nunmal das Zentrum des Universums. Punkt. Wer dagegen war wurde ‚geläutert‘ oder einfach gleich verbrannt -recht unkompliziert, doch würde dies bis heute so laufen würden wir immernoch in einer unschönen Welt ohne elektrischen Strom oder Fastfood, zwischen Pferdekot und Pflastersteinen leben.
Diesem (Alb)traum kam jedoch etwas dazwischen, dass sich da ‚Aufklärung‘ nennt. Die, die im Deutschunterricht aufgepasst haben werden sich sicher daran erinnern – die Aufklärung rechnete mit allem ab, was Technik, Rationalismus und Wissenschaft Jahrhunderte lang unterdrückt hat. Damals gab es zwar noch lange ein Art Koexistenz von Kirche und Wissenschaft, doch wurde dieser Kampf doch von Runde zu Runde eher zu Gunsten der zweiteren Entschieden.
Heute? Heute gilt es doch eher als irgendetwas zwischen naiv und romantisch noch an einen ‚Gott‘ zu Glauben. Zu Zeiten des Fliegenden Spaghettimonsters ist Atheismus wohl im Trend, was auch recht nahe liegt – schließlich scheint er (zusammen mit dem Agnostizismus) die rationalste aller Weltanschauungen sein. 1:0, K.O. in Runde 7? Es scheint so, denn auf viele Fragen finden Religionen aus heutiger Sicht nur unzureichende Antworten.
(Wo kommen wir her, Wer sind wir, Wo gehen wir hin? Hinzu kommen die beliebten Klassiker wie ‚Leid auf der Welt‘ oder das Dilemma, in dem ein allmächtiger Gott einen Stein schaffen soll, den er selbst nicht heben kann – denkt mal drüber nach)

Immerhin -so muss man sagen- finden sie welche. Unzählige Male habe ich schon Diskussionen zwischen Atheisten & Theisten, Agnostikern und was es sonst noch alles gibt mit erlebt, und möchte tatsächlich nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Was jedoch auffällt ist, dass es bei jeder Streitfrage zwei Antworten gibt, die unauflösbar nebeneinander stehen – gibt es einen allmächtigen Gott, so sind alle Antworten irgendwie möglich. Gibt es ihn nicht haben wir keine Antworten auf diese Fragen.
Das Problem dabei ist, niemand kann beweisen, dass es Gott gibt – aber eben auch nicht, dass es keinen gibt. Und so kann bei jeder erdenklichen Frage bspw. argumentiert werden ‚Ihr Naturwissenschaftler könnt zwar erklären, wie es funktioniert – aber nicht, wer dahinter steht‘.

Dieses Prinzip greift bei jeglichen Themen – die Naturwissenschaft erklärt uns die Welt mit Modellen, gibt aber keine Antwort darauf, woher alles kommt, wer wir sind und wohin wir gehen. So kann man hinter jeder Erklärung eine höhere Existenz vermuten, die das ganze erschaffen hat, als Beispiel wäre hier die Evolutionstheorie in Verbindung mit Intelligent Design (-> http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design) zu nennen. Dafür sind Sparten verantwortlich wie Religion. Nach wie vor stehen wir also vor dem Dilemma, dass man ein höheres Wesen, an das wir glauben können weder beweisen noch widerlegen kann.
Der Glaube hat sich anscheinend in die 15. Runde gerettet, wo nun jedes Individuum, jeder persönlich als Punkterichter entscheiden muss, ober er an ‚Gott‘ glaubt oder das für zu unwahrscheinlich hält.

Ein intelligenter Mensch namens Blaise Pascal hat dazu eine ausgeklügelte Entscheidungshilfe entworfen, die Pascalsche Wette:

File:Blaise pascal.jpg

Hier ein paar einleitende Sätze von dem guten Herren, der zur selben Ansicht gelangt ist wie wir – Gott kann weder widerlegt noch bewiesen werden.

„Ihr sagt also, daß wir unfähig sind zu erkennen, ob es einen Gott giebt. Indessen es ist gewiß, daß Gott ist oder daß er nicht ist, es giebt kein Drittes. Aber nach welcher Seite werden wir uns neigen? Die Vernunft, sagt ihr, kann aber nichts entscheiden. Es ist ein unendliches Chaos, das zwischen uns liegt und wir spielen hier ein Spiel in dieser unendlichen Entfernung von einander, wo Kopf oder Wappen fallen wird. Was wollt ihr wetten?“

Was klar ist – jeder muss sich entscheiden. Das bedeutet aber auch, dass wenn ich mich mein Leben lang nicht mit dem Glauben beschäftige, mich ebenso gegen Gott entscheiden könnte. Salopp gesagt: Der Agnostiker UND der Atheist landen in der Hölle.

Mit Hilfe einfacher Mathematik zeigt uns Blaise Pascal nun, was sich denn nun mehr ‚rentiert‘ – Glaube oder ‚Unglaube‘:

Nehmen wir an, ich glaube an Gott & er existiert – Basha, Hauptgewinn, ich bin nach dem Tod glücklich bis in alle Ewigkeit

Nehmen wir an, ich glaube an Gott & er existiert nicht – Nicht verloren. Schließlich bin ich dann nach dem Tod schlichtweg tod & kann meine                                                                                                                       Entscheidung nicht mehr bereuen. Mehr noch gewinne ich sogar ein bisschen, da ich meinem                                                                                                        Leben damit Sinn verliehen habe.

Nehmen wir an, ich glaube nicht an Gott & er existiert – Verkackt. Ich lande in der Hölle und kann mich in aller Ewigkeit ärgern, die falsche                                                                                                                           Entscheidung getroffen zu haben. Außerdem soll’s ja auch ziemlich heiß sein da unten

Nehmen wir an, ich glaube nicht an Gott & er existiert nicht – Wie oben habe ich nichts verloren. Aber eben auch nichts gewonnen, schließlich bin ich                                                                                                                    nach dem Tod.. tod

Gott existiert (G) Gott existiert nicht (~G)
Glaube an Gott (Gl) +∞ (Himmel) 0
Kein Glaube an Gott (~Gl) -∞ (Hölle) 0

Die Tabelle verdeutlicht die ‚Spielchancen‘. Laut Pascal kann ich mit dem Glauben nur gewinnen, ohne Glauben jedoch nur verlieren. Klingt zunächst einleuchtend, oder? Es würde sich also in jedem Fall lohnen, sein Leben dem Spirituellen zu widmen, schließlich kann ich ja nichts verlieren. Das hier wäre tatsächlich ein logischen Grund – auch im aufgeklärten Zeitalter noch – zu glauben.

So einfach ist es jedoch nicht, hat der gute Herr Pascal dabei doch auch einiges übersehen. Zunächst einmal geht er von einer Wahrscheinlichkeit von 50:50 aus, was viele Kritiker bemängeln, so sind bspw. Erzählungen aus der Bibel weitaus unwahrscheinlicher und unsicherer als naturwissenschaftliche Funde. Darüber kann man jedoch noch hinwegsehen, kann man doch die Bibel wie oben beschrieben an logische Erkenntnisse angleichen, wie bei Intelligent Design. Was kritisch ist, ist jedoch vielmehr seine Annahme, es gäbe entweder einen Gott, der Glauben belohnt oder keinen Gott & somit keine Belohnung.
Jedoch gibt es noch um ein vielfaches mehr Szenarien –

  • Es gibt einen Gott, der nur den Glauben an seine Religion belohnt – die Möglichkeiten vervielfachen sich mit der Zahl der Religionen. Soll ich also Christ, Buddhist werden oder gar an das fliegende Spaghettimonster glauben?
  • Es gibt einen Gott, der alle Menschen belohnt, egal, ob sie glauben
  • Es gibt einen Gott, der niemanden belohnt
  • Es gibt einen Gott, der den Glauben an ihn bestraft und rationalen Agnostizismus belohnt. Dann müsste man die Wette komplett umgekehrt betrachten – es kann nur der Agnostiker gewinnen.

Im Zsammenhang dessen spricht gegen Pascals Wette auch, dass Glaube sehr wohl etwas kostet (man also ohne die Existenz eines Gottes etwas verliert) – sei es Zeit auf der Erde, Selbstbestimmung, Freiheit oder gar Geld. Im Christentum existiert gar der Vers

„Wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir bemitleidenswerter als alle Menschen.“

Hier hält Pascal entgegen, dass der Wert des Gewinnes im Vergleich zum Einsatz die ‚Wette‘ trotzdem profitabel macht. Dabei übersieht er jedoch, dass es nunmal nur eine Chance gibt, keinen ‚langfristigen Gewinn‘.

Was meiner Meinung an diesen ganzen Berechnungen wenig Sinn ergibt ist jedoch die Tatsache, dass ein so auf Profit ausgelegter und ausgerechnter Glaube nicht im Sinne eines Gottes sein muss/kann.
Schließlich bedeutet Glaube ja, die Existenz zu Gott bedingungslos und ohne jeden Zweifel anzunehmen, aus emotionaler Verbundenheit. Einem Menschen, der Pascals Überlegungen anstellt ist dies jedoch nicht möglich, da er schon als Prämisse eine hypothetische Nichtexistenz vorraussetzt. Einem kalkulierenden und spekulierenden Menschen, der ohne Einbuße in der Qualität des irdischen Lebens glaubt, dem würde ‚Gott‘ außderdem wohl keine Belohnung für seinen Glauben schenken. Stichwort ‚Rechenreligion‘ (schöner Neologismus, oder?)

Damit ist mein Standpunkt gesetzt. Auch ein scharfsinniger Mensch wie Blaise Pascal kann dem Glauben seinen Charakter nicht nehmen – der Sinn des Glaubens ist eben zu glauben und nicht logisch zu begründen oder zu wissen (ganz im Gegensatz zur Naturwissenschaft).
Deren Spektrum ist jedoch beschränkt auf die Erklärung der Welt, nicht auf ihren Hintergrund – auch wenn einige Evolutionisten bspw. das noch nicht ganz verstanden haben.

Für ein Lebenskonzept taugen Technik und Wissen also auf der einen Seite nicht viel, zumindest wenn dieses über den Tellerrand hinausgehen soll – die Naturwissenschaft ist frei von Werten! Was und wie man zu welchem Zweck handeln soll – dazu brauchen wir auf der anderen Seite den Glauben, oder mindestens ein Weltbild.
Und anscheinend verlangt der homo sapiens nach etwas dieser Art! Zu sehen ist das an zunehmender Beliebtheit esoterischer Bücher oder auch am einfachen Beispiel vom Atheist im abstürzenden Flugzeug, der sich laut Meinung vieler Menschen noch bekehrt, wenn es ums nackte Überleben geht.

Ja, es liegt meiner Meinung nach in unserer Natur an irgendetwas zu ‚glauben‘, nicht alles logisch begründen und wissen zu können. Eine rationale Erklärung, weshalb man an einen Gott Glauben sollte gibt es also nicht.
Sie wäre auch Blödsinn, sonst würden wir – wie Pascal- den Glauben in die Logik ‚packen‘, er würde seinen Charakter verlieren und seinen Zweck letztendlich nicht erfüllen.

Glaube muss etwas ‚Unverständliches‘ bleiben.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Stehen sich Religion und Naturwissenschaft im Weg oder gibt es vllt doch eine rationale Begründung, weshalb man an ‚Gott‘ glauben sollte?
Lasst es mich wissen!

In unserer heutigen Leistungs- und Luxusgesellschaft, bestehend aus Individualisten, ist der Wert einer wahren Freundschaft immer mehr herab gesetzt worden. Heute leben wir für Geld und Status. Dabei lassen wir uns von nichts ablenken und verschieben unwichtige Dinge, wie zum Beispiel zwischenmenschliche Beziehungen auf soziale Netzwerke wie Facebook. Im Zusammenhang mit meinen Vorbereitungen auf das Abitur in Ethik habe ich mir darüber Gedanken gemacht wie selten heute noch richtig echte Freundschaften vorkommen. Ich war bei der Vorstellung betrübt, dass es wohl so eine Art aussterbendes Gut ist. Hat dieser Verlust Auswirkungen auf unsere Gesellschaft? Aristoteles schrieb einst über den Wert und die Tugend der Freundschaft.
Nach der Definition, wie er sie in seinen Abhandlungen verwendet, ist die Tugend „die Einheit von Wissen um das sittlich Gute und der Bereitschaft und Tatkraft, dieses zu verwirklichen“. Dem zu folge muss man zuerst, um auf diese Frage nach dem Verlust eine Antwort zu bekommen, darüber nachdenken, ob die Freundschaft überhaupt einen sittlichen Wert hat.
Welche Motivationen bringen uns dazu eine Freundschaft einzugehen?
Aristoteles hat diese in drei Motivationsarten von Freundschaft Unterteilt: Entweder aus Nutzen für sich sebst, aus Lust oder der Tugend.
Mir scheint es, dass wir uns in unserer Zeit immer mehr In Richtung der Nutzen- und Lustfreundschaften bewegen.
Die eine beschreibt die Freundschaft aus Gründen des Nutzens für sich selbst, die andere aus Gründen der Lust.
Heutzutage geht es vielen In einer Freundschaft nicht mehr um die Person wegen der Person selbst, sondern um den Nutzen, den sie mit sich bringt.
Es geht um die Lustbefriedigung, die sie zu versprechen scheint. Man hat heute viel mehr „Freunde“ als früher, da man austauschbar ist und nur um des gegenseitigen Nutzens Willen einander eine Fassade der Freundschaft vorspieltt. Oft ist es der Spaß und die Kurzweil, die uns dazu führen eine Freunschaft einzugehen. Man möchte unterhalten werden und Sich vergnügen, ganz nach dem, schon wieder aus dem Trend gekommenen, Motto „yolo“, was soviel heißt wie „Du lebst nur einmal!“, also ist es ja egal wie eng und tief die Freundschaft ist, hauptsache man hat Spaß und hauptsache sie hat kurzzeitig Erwartungen und Wünsche erfüllt. Freundschaft ist zu einer oberflächlichen Fassade aus Masken geworden, die dafür gut ist das eigene Ego und den Trieb zu befriedigen. Die wahre, tugendhafte, tiefe Freundschaft ist aus unseren Kreisen weitgehend verschwunden. Kaum einer kann heute noch von sich behaupten gegenüber einer Person echtes Vertrauen zu haben, selbstlos handeln zu können, einander zu nutzen und zu unterstützen und nicht den geringsten Grund Zu haben misstrauisch zu sein.
Nach diesem Ideal sehnen sich heute viele und auch viele können diesen Verlust an sich selbst feststellen. Ich frage mich wie diese Entwicklumg zusatande kommen konnte. Warum haben wir dieses kostbare Gut weitestgehend aus unserer Mitte verbannt? – Weil wir heute mehr denn je von unserem Ego getrieben werden, das von der Anonymität in der Gesellschaft unterstützt und von unserem Drang nach Individualität verstärkt wird. Wir haben verlernt selbstlos zu handeln und immer mehr danach gestrebt das möglichst beste für sich selbst zu erreichen. Ich denke wir sollten uns wieder mehr auf unsere eigentlichen Werte, Normen und Tugenden wie zum Beispiel echte Freundschaft besinnen. Sie machen das Leben um so viel lebenswerter und auf Dauer füllen sie es mit mehr Lebensfreude und Zufriedenheit. Wir sollten wieder lernen in die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu infestieren und lernen das Wertvolle an Freundschaften wieder aufleben zu lassen.

1. Organisatorisches
1.1 Diskussion über „Weihnachten im Schuhkarton“
2. Arbeitsblatt „Strafzweck“
2.2 Strafzweck/ Strafrecht (Mindmap)
3. Arbeitsblatt zur Todesstrafe (Vergleich USA, China, Iran)

1. Dung und Nina sind nicht anwesend.

1.1 Simon und Frau Schütze diskutieren über die Frage, ob es sinnvoll ist Pakete mit Weihnachtsgeschenken in den Osten zu armen Kindern zu senden. Es wurden viele Aspekte beleuchtet, doch die Hauptargumente (Pro: „Lieber diese Art der Hilfe, als gar keine Hilfe für die Menschen“
Contra: „Wir zwingen den östlichen Kulturen unsere Werte und unsere Kultur auf“ *sinngemäße Übertragung) blieben erhalten und die Debatte wurde wegen Zeitmangels abgebrochen.

2. Wir haben das Arbeitsblatt „Strafzweck“ bearbeitet. Es beinhaltete eine Beispielhafte Situation, bei der durch die Unachtsamkeit einer Frau großer Schaden durch einen Hausbrand angerichtet wurde. Darunter sind mehrere Mögliche Urteilsvarianten für die Frau aufgelistet, welche man begründet befürworten oder ablehnen sollte.

2.2 Aus der Vorderseite von „Vom Zweck des Strafens“ ging folgende Mindmap hervor: (siehe angehängtes Bild)

3. Wir haben zu diesem Thema einen Hörbeitrag angehört und die Rückseite de Arbeitsblattes „Vom Zweck des Strafens“ bearbeitet.
USA: Die Todesstrafe geht nicht selten mit brutalen Schmerzen einher. Sie wird am häufigsten in Texas angewandt, wobei ein ungleiches Verhältnis der Vollstreckung der Strafe von Stadt zu „Land“ besteht. Die Strafe wird ungleichmäßig eingesetzt.
China: Die dortige Regierung hält die Anzahl der Vollstreckungen geheim (vermutet werden ca 3000Menschen/Jahr). In China herrscht rund um die Todesstrafe Korruption, Folter und mangelnder Widerstand der Bevölkerung. Es ist ein Fortschritt hinsichtlich der Revidierung einiger Urteile zu erkennen. Die Strafe wirkt in China nicht sehr abschreckend.
Iran: Im Iran sind die Hauptgründe für Todesurteile religiösen Ursprungs (Gründe: Homosexualität, Drogenkonsum). Sie werden öffentlich vollstreckt (an Baukränen), doch es ist ein abnehmendes Interesse der Bevölkerung an solchen Hinrichtungen und ein Rückgang der Zahlen bezüglich der Todesstrafe zu beobachten. Im Iran liegt die Urteilskraft beim Opfer (er kann Täter vergeben).

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Der vorletzte Unterricht im Jahr 2014

Veröffentlicht: 8. Dezember 2014 von St. Sanktus in Gerabronn, Organisatorisches, Protokolle

Protokoll 20.11.2014
Anwesende Personen – 9/10

Organisatorisches:
-Mündliche Prüfung, Gespräche über mögliche Themen

GFS – Ethik als wirtschaftliches Konzept/ Wirtschaftsethik:
– Liebe E., es wäre sehr freundlich, wenn du die bereits von mir angefragten Materialien im Sinne aller Beteiligter anfügen könntest. Danke!

Diskussion über die GFS:
-wesentliche Lager: #Unternehmen sollten Anreize zum ethischen Handeln haben (Verantwortung d. Politik, Konsumenten) #Unternehmen sollten aus Überzeugung ethisch Handel (Bsp. manomama)

– die Ergebnisse, konkrete Maßnahmen wurden in einer Mindmap zusammengefasst:9

Auswertung zum „Spiel der Ungleichheit“ (Hayek) von letzter Woche
– Zu Beginn eine hohe Qualifikation zu haben erwies sich als Erfolgsrezept und konnte durch viel Kapital nicht kompensiert werden.
Es zeigt sich, dass Bildung der wesentliche Motor zum sozialen Aufstieg ist – durch sie können Ungleichheiten schnell relativiert werden.
Darüber waren sich großteils alle einig, jedoch wurde die Hypothese im Bezug auf seine Umsetzung in der Gesellschaft in Frage gestellt.
Ist ‚Bildung = Erfolg‘ realitätsnah oder theoretische Utopie?

Text von Hayek
-Hayek sieht den MMarktprozessals ein ‚Spiel‘,  das -über den Rahmen fairer Regeln- durch Kraft, Glück und Geschicklichkeit entschieden wird. Jeder trägt einen Teil zum ‚Pool‘ bei; das bedeutet jeder bringt den Einsatz, der sich für ihn am meisten lohnt. Die Folge ist der größtmögliche Gewinn für das Gemeinwesen.
Er bezieht die Definition des Spiels auf die Realität:

  • Die Regeln sind analog zu Gesetzen, hauptsächlich über Eigentum und Vertrag.
  • Durch Arbeitsteilung trägt jeder etwas zum Gemeinwesen bei. Jeder besetzt seine Position entsprechend seinen Fähigkeit und wird entsprechend entlohnt.

Daraus resultiere laut Hayek ein viel größerer Gewinn als ohne diese Spezialisierung und ohne den Anreiz eine anspruchsvollere Position zu besetzen. Dieses Prinzip erachten einige als Ungerecht, doch darf dabei nicht auf Wünsche und Bedürfnisse geachtet werden – ein rationales System. So würde ohne die entsprechende Entlohnung ein Professor statt einen Lehrstuhl zu besetzten -wofür es wohl durchaus höherer Qualifikation bedarf als eine Straße zu kehren- wohl lieber in die konkurrierende, besser bezahlende Industrie gehen oder erst gar nicht promovieren – sein Anreiz zur Weiterbildung und zur Besetzung seiner Position wäre nicht gewährleistet.
Er sschlussfolgert dass ungleiche Einkommen NÖTIG sind, um Produktionsfaktoren am gewinnbringensten zu den entsprechenden Bedürfnissen zu steuern. Daher sollten hohe Einkommen manchmal aktzeptiert werden, auch wenn sie nicht als gerecht erachtet werde – allerdings unter der Voraussetzung eines geregelten Marktes.

Präsentationsprüfung Ethik

Veröffentlicht: 2. Juli 2014 von FrauSchuetze in Gerabronn, Links, Organisatorisches

Hinweise zur Präsentationsprüfung in Ethik findet ihr hier.

Kursprotokoll (02. April 2014)

Veröffentlicht: 9. April 2014 von chibimikuuu in Gerabronn, Organisatorisches, Protokolle
Schlagwörter:

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs K1a/b (02. April 2014, 9:40-11:15 Uhr)

Thema: Fallanalyse Utilitarismus, Peter Singer
Protokollant: ChibiMikuuu
Anzahl der Anwesenden: 12; vollständig


 

Verlauf:

  • Organisatorisches
  • Aufgabe: “Tickende Bombe”
  • Peter Singer
  • Aufgabe : “Tickende Bombe”
  • Fallanalyse (unbearbeitet)

 

Organisatorisches:
Auswertung des Bewertungsbogens über die Lehrerin und Vorsätze der Verbesserung des Unterrichts ihrerseits.


 

Tickende Bombe:
Terroristen haben eine Massenvernichtungswaffe in einer deutschen Großstadt versteckt und sind bereit, diese zu zünden. Der Polizei gelingt es, einer der mutmaßlichen Terroristen zu verhaften. Sie geht davon aus, dass dieser das Bombenversteck kennt. Gelänge man in den Besitz dieser Information, könnte man damit Tausende von Menschenleben rette. Darf der mutmaßliche Terrorist –aus moralischer Sicht– gefoltert werden?

tickende bombe
Weitere Faktoren:

tickende bombe 2

-> Nach reger Diskussion sind wir auf den Beschluss gekommen, dass man den Mann, aus utilitaristischer Sicht, foltern dürfte.


 

Präferenz-Utilitarismus nach Peter Singer
Thesen
1.) Der Mensch lässt sich in 2 Kategorien unterteilen:
Das Wesen und Die Person
Das Wesen ist lediglich ein Mitglied der Spezies Homo Sapiens.
Die Person ist ein Mensch, der charakteristische Eigenschaften hat, die ihn zu einem rationalen, selbstbewussten Menschen machen.
Moralisch falsch ist, wenn die Präferenz (Interesse) des einen, der Präferenz eines anderen gegenübersteht.
->So gesehen, ist es schlimmer eine Person zu töten deren Präferenzen zukunftsorientiert sind, als ein Wesen.

2.) Präferenzutilitarismus
Dabei soll die Präferenz des Betroffenen gefördert/Lust dabei aufrechterhalten werden.
Bei der Entscheidung gilt das Prinzip der Interessenabwägung:
Unparteiisches Abwiegen der Interesse -> größere Interesse gewinnt

3.) Moralische Gleichheit Mensch und Tieres
Es gilt das Prinzip der Gleichheit, da Tiere auch Interessen besitzen, auf denen die Leidensfähigkeit basiert.
Jedoch hat man als Mensch die moralische Verpflichtung gegenüber der eigenen Spezies.

Ethische Folgerung nach Singer:
->große Masse an geretteten Personen > ein Gefolterter


 

Endergebnis:
—>Der Mann darf gefoltert werden.

Gymnasium Gerabronn; Ethik Grundkurs K1; alle (12) anwesend
Themen/Gliederung: 1) Erinnerung an Kant, 2) Freiheit und Sittlichkeit, 3) Das Floß; 12.03.2014
Protokollant: uschili

1) Erinnerung an Kant

Zunächst haben wir in Gruppen die Herleitung des kategorischen Imperativs aus der Freiheit bearbeitet. Dafür sollten wir verschieden Stichpunkte logisch sortieren. Hier ist eine von vielen Lösungen aufgezeigt.IMG_0839[1] IMG_0840[1] IMG_0841[1]
Zum Abschluss des Themas „Kant“ befassten wir uns mit Seite 11/12 und definierten technische und pragmatische Imperative, sowie Maximen (siehe Übersicht im Ethik Protokoll).

2) Freiheit und Sittlichkeit

Wir haben die Goldene Regel mit dem Kategorischen Imperativ verglichen (S.13).
Zu den Gemeinsamkeiten gehören der Handlungsleitsatz als Richtlinie, der Perspektivwechsel sowie die Verallgemeinerung, so dass es jeweils für alle Menschen gültig ist.
Jedoch ist bei den Unterschieden zu beachten, dass sich die Goldene Regel auf die Handlung und deren Folgen bezieht, während der Kategorische Imperativ stets die Motive betrachtet. Während die Goldene Regel das Handeln aus Selbstzweck und somit den hypothetischen Imperativ hervorruft, handelt man beim Kategorischen Imperativ aus Vernunft (kategorischer Imperativ).

3) Das Floß

Der Kurzfilm „Das Floß“ handelt von zwei abgemagerten Schiffsbrüchigen, die auf einem Floß auf dem offenen Meer treiben. Die zwei vor Hunger fast sterbenden Männer kämpfen um einen gefangenen Fisch. Einer der beiden fällt ins Wasser, ihm nähert sich ein Hai. Der Fisch landet auf dem Floß. Als sich eine Möwe dem Fisch nähert, muss der andere sich entscheiden, ob er dem einen aus dem Wasser hilft oder sich auf den Fisch konzentriert. An dieser Stelle stoppten wir den Film und überlegten uns Beweggründe wie Egoismus, schlechtes Gewissen, etc. Diese ordneten wir der deontologischen (deon=Pflicht; auch Gesinnung) bzw. der teleologischen (telos=Ziel/Wirkung) Ethik zu (siehe Tabelle im Ethik Protokoll).
Unsere Vermutung, er würde zu dem Fisch rennen, obgleich die Argumente sich für seinen möglichen Freund zu entscheiden überwogen, bestätigte sich, jedoch starb er ebenfalls.

#yolo

Veröffentlicht: 21. Januar 2014 von St. Sanktus in Allgemein, Gerabronn, Glück, Meta

Liebe Freunde der Binsenweisheit, eigentlich hatte ich vor einen richtig schönen, ausgefeilten Blogeintrag zu schreiben. Aber jetzt bin ich 2 Wochen über der Deadline und hab noch rein gar nichts. Aber scheiß drauf! #yolo

Moment. Was war das? Eigentlich hätte dieser Beitrag hier zu Ende sein können, ich hätte schlafen gehen und ihr statt dies hier zu lesen schön das tun können, was auch immer ihr gerade getan habt. Aber am Schluss meiner Einleitung steht ein kleines Wort, das niemand so ganz ernst gebraucht, welches aber doch für das Lebensgefühl einer ganzen Generation steht. Jeden Spießer -und auch Nicht-Spießer- der -sagen wir- über 30jährigen zwängt sich die Frage nach der Bedeutung dieses Wortes auf. Abgesehen von einigen einfallsreichen Parodien wie ‚yolbe‘ oder ‚yobo‘ steht ‚yolo‘ eigentlich für You Only Live Once. Der gute alte Caesar würde sich denken
‚Moment, gabs das nicht schon mal? Diesen ‚CarpeDiem-Schund‘? Geht man tatsächlich nur nach der Bedeutung dieses Akronyms kann man hier durchaus Parallelen feststellen. So einfach ist es aber nicht, yolo steht für mehr.

  • Steht es für Freiheit oder für Werteverfall?
  • Baut es auf Mut zu haben oder gibt es eher einen pessimistischen Blick?

Ja, was soll dieses yolo-Gefühl eigentlich sein, wie wird es verwendet und vor allem

Wie ist es zu beurteilen?

Hier ein kleines Video für alle, die noch ein wenig Materie zum Thema suchen:

                                                                                               

Abgesehen von dieser -recht ironischen- Darstellung sollte man sich zunächst einmal die Frage stellen, was es wirklich heißt auf ‚yolo-Art‘ zu leben. Dies ist nicht einfach zu beantworten, hat doch dieses Wort für jeden eine andere Bedeutung. Es wird für alles mögliche herangezogen, ich möchte beinah sagen es ist kein Wort, es ist ein Lebensgefühl, eine Einstellung.
Das eigentliche Wort steht zwar nur für einen Fakt
– nämlich den, dass jeder Mensch nur eine Chance hat, kein Respawn, kein Strg+Z, einmal 70 oder 80 Jahre und dann – finito! Nun stellt sich doch die Frage: Was löst diese Erkenntnis bei uns aus?

Man kann daraus verschiedene Konsequenzen ziehen, die amüsanter Weise komplett gegensätzlich zu verstehen sind.

  •  a) Das Leben ist wertlos
  • b) Das Leben ist wertvoll


Wenn tatsächlich nach diesem viel zu schnell passierten Vorfall, den man Tod nennt alles vorbei ist, ist es doch eigentlich sinnlos, was man selbst, die anderen oder Barack Obama Zeit ihres Lebens tun. Das Leben wird wertlos dadurch -zum Wegwerfen, wie ein Sandwich, das nur solange schmeckt,bis es gegessen ist. Eigentlich traurig & es gibt viele Menschen, die hier aufgeben, weil sie keinen Sinn sehen – Selbstmörder, über die schon ein Beitrag geschrieben wurde.
Was an dieser ‚Das-Leben-ist-endlich-Philosophie‘ aber doch tatsächlich interessiert ist, wie ich das Sandwich wohl am besten genießen kann? Soll ich es gar nicht erst essen im Bewusstsein, dass mir sein Geschmack nicht ewig bleibt? Nein!

Viele von uns wünschen sich die Unendlichkeit, wissen aber nicht, was sie an einem verregneten Samstag mit sich anfangen sollen. __ XXX *

Da ist die Antwort! Man wünscht sich oft ein unendlich langes Sandwich, aber fängt nicht an das kurze, das man hat zu essen. Aber jetzt genug mit den Sandwiches, ich denke jedem ist klar, auf was diese Yolo-Sache hinausläuft. Eben weil man ein begrenztes Leben hat sollte man es genießen, eben deswegen ist es wertvoll. Eigentlich eine ganz einfach Sache – man muss das Leben, das man hat möglichst intensiv leben – nichts aufschieben, seine vier Buchstaben hochkriegen. Das ist der Schlüssel zum Glück, er liegt in #yolo. Oder etwa nicht?

Denn wie sieht die Realität aus? Die Abkürzung, um die es geht wird offensichtlich missbraucht. Sie wird meist als Akronym für ‚Scheiß drauf‘ verwendet, ähnlich avocadofürsts Beitrag zum Thema Gelassenheit. Und eigentlich ist das doch auch ganz logisch: Wenn ich das Leben intensiv leben will muss ich alles ausprobieren, es bringt nichts so zu leben wie andere es mir zeigen. Ich soll Gelegenheiten packen, nicht lange fackeln, keine Zeit mit Zögern und Regeln verschwenden. Ich tue das, was mir Spaß macht, so einfach ist es.
Wenn ich alles testen will darf ich mich doch nicht von Regeln, Autoritäten und alten Werte einengen lassen. Leben alle Menschen so gelöst, so frei á la yolo, muss sich zweifelsohne ein Wertewandel -eine Wertevermehrung- einstellen.
Am Ende dieses Wandels wird alles ‚Gut und Böse‘ abgeschafft, alles ist gleich gut und gleich schlecht – je nachdem was mir besser gefällt und was mein Leben (nennen wir es) ‚intensiver‘ macht.  Das passt sosehr in das neue Bild des Humanismus: Der Mensch mit seinem Belohnungszentrum als einziger Dreh- und Angelpunkt seiner Welt.
Alles wird mit Gleichgültigkeit hingenommen, alles ist gleichgut, solange es mich nicht einschränkt. Für nichts mehr muss ich mich radikal entscheiden -wenn etwas langweilig wird lasse ich es einfach sein – so stellen sich bei jeder Entscheidung Kompromisse ein, man möchte alles mitnehmen, hat keine Zeit mehr zu warten.
Die Menschen werden orientierungslos in der Hoffnung irgendetwas zu finden, was ihr Leben dauerhaft intensiv macht. In dieser komplexen Welt gibt es so vieles, warum sollte ich mir also noch von Eltern, Frau Schütze, dem Staatsanwalt oder dem alten Aristoteles sagen lassen, was ich zu tun und zu lassen habe? Zwar sieht der eine dies, der andere das als richtig an, aber niemand hat das Recht mehr zu urteilen!

Deutlich wird dies in den allseits bekannten und gehassten Satz:
‚Es gibt kein besser oder schlechter. Nur anders‘. In meinen Augen beschreibt er eine Folge von unserer freien ‚Yologesellschaft‘. Unweigerlich muss durch diese Umstände auch Moral verfallen – für was muss ich mich noch verantworten, wenn es nichts absolut Schlechtes mehr gibt? Verantwortung wird immer weniger wert!

Auch Werte wie Vertrauen und Loyalität verschwinden: Alles was ich tue ist okay! Die Menschen verlieren ihr Gewissen. Wenn Werte wie Ehre und Nächstenliebe aufgegeben werden zu Gunsten der intensiveren Nutzung meiner Lebenszeit, wie kann ich mich dann noch auf irgendjemanden verlassen? Diese Philosophie führt zu Egoismus, ein Schwarzmaler würde sagen zur Anarchie. . Das mag sehr drastisch klingen, doch wer seine Augen aufmacht kann den Wandel schon beobachten:

  • Zieht deine Scheidung dich nicht runter? ‚Passiert eben, Single sein ist geil‘
  • Du bist fremd gegangen? ‚Wieso nicht? Hab auch Bedürfnisse.‘

Diese -reichlich dämlich formulierten- Aussagen zeigen die Gleichgültigkeit mit der mit alten Werten auf der Beziehungsebene umgegangen wir. Durch gute und durch schlechte Zeiten? Nicht mehr.

Yolo. Man könnte also meinen es fordert eine intensive Nutzung des Lebens. Es fordert, dass ich alles ausprobiere, es fordert dass ich Regeln breche, es fordert alles gleich gut anzusehen, es fordert mich auf niemanden etwas von meinem Sandwich zu geben, es gehört mir ganz allein, ich entscheide! Bringt das uns irgendwie weiter? Nein.
Die Welt geht kaputt.


Das Problem ist nur, dass wir Menschen nun mal nicht auf diesen reinen Egoismus ausgelegt sind. Wir brauchen Bindung und das Gefühl etwas Wert zu sein, sind keine Roboter. Trotz der Scheidungsrate, der Gleichgültigkeit – Singlebörsen boomen.
Aber Hey. Vielleicht schaffen wir es auch noch unsere Gefühle auszumerzen, damit wir intensiver Leben können.
#you only live once. 

Was bringt das uns alles? Wie sind wir nur an diesen Punkt gekommen? Am Anfang war da doch nur eine Aussage, eine einfach Aussage. Das Problem, liebe Freunde, liegt eigentlich darin, was daraus gemacht wurde.
In der Hoffnung, dass meine Eltern diesen Blog nie lesen werden muss ich zugeben, dass sie viel öfter Recht hatten, als ich mir eingestehen möchte, ja, das diese Autorität wusste, was gut für mich ist. Was ich sagen will ist: Der Fehlschluss liegt darin, dass Regeln, Bindungen uns einschränken, dass sie uns hindern würden intensiv zu leben. Was uns viel mehr hindert ist dieser Druck alles zu tun, auf nichts zu verzichten, vom einen zum anderen zu springen, keine Zeit haben zu warten und nachzudenken.
Meiner Ansicht nach wird dieses kleine Wörtchen ‚yolo‘ viel zu oft als Ausrede verwendet. Als Ausrede um davonzulaufen, als Ausrede egoistisch zu sein, als Ausrede Regeln zu brechen. Wie im Video am Anfang gezeigt: Es entschuldigt jeden Verstoß, jede Dummheit! Aber diese Nummern haben rein gar nichts mit intensiv leben zu tun. Intensiv leben kann ich nur, wenn ich etwas habe, an dem ich mich orientieren kann, sonst bin ich -um es ktischig zu formulieren- ein Schaf ohne Hirte, kein Kind ohne Eltern.
Stattdessen bin ich für einen verantwortungsvollen Umgang mit #yolo – im Gegensatz dazu, wie das Wort heute gebraucht wird. Natürlich ist Gelassenheit wichtig, doch wir brauchen eine verantwortungsvolle Gelassenheit! Verantwortung beinhaltet aber etwas, gegenüber dem man sich verantworten muss und an dem man sich orientiert – Werte, Ideale, Autoritäten.
Diese Dinge stillen unser Bedürfnis nach Wertschätzung.

Aber heutzutage gibt es nur so wenig, auf das man sich verlassen kann. Die Welt ist so komplex geworden und ich habe keine Ahnung, an was ich mich orientieren soll. So viele Werte enttäuschen, vor ca. 80 Jahren verließen sich sehr viele auf den Mann mit dem Scheitel und dem Bart, glaubten an Deutschland und die absolute Berechtigung Hitler’s Aussagen! Und jeder, der bedingungslos loyal war wurde wertgeschätzt, war in gewisser Weise glücklich. Aber wir wurden enttäuscht.
Wir wurden enttäuscht von der Kirche, die Kinder missbraucht.
Von Staatsmännern.
Von Eltern und Freunden.

Die Welt ist komplex, alles hat zwei Seiten und niemand ist perfekt. An was soll man da noch glauben?
An nichts mehr – #Selbstmörder.
An Gott – #Naivling.
An alles, was mir Spaß macht – #Egoist.

An was glaubt ihr, liebe Freunde?

#http://www.youtube.com/watch?v=XIQxFDixoQk  #DVD: Finding Nemo (Pixar Animation Studios)–> Bild entfernt, Urheberrechtsproblem, SÜ 
#Mein Gehirn (#*Zitatinspirationen: https://www.facebook.com/zitateaufdeutsch?fref=ts)

Glücksbringer

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von fredlchen in Allgemein, Gerabronn, Glück

Viele Menschen besitzen einen Glücksbringer und glauben, ohne ihn kein Glück haben zu können. Egal ob Klassenarbeit, Wettkampf oder eine große Rede, er ist immer mit dabei. Ist dies nur Aberglaube, denn was kann schon ein vierblättriges Kleeblatt oder ein Hufeisen ausrichten? Oder dient ein Glücksbringer nur dafür den Menschen zu beruhigen und Mut zu geben?

Chill mal

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von danielduesentrieb0815 in Gerabronn, Gesellschaft

Manche Leute sind der Meinung, dass sie nur mit Hilfe von Drogen „mal runterkommen“ können.

Doch macht uns das Leben in der Leistungsgesellschaft wirklich resistent gegen natürlich entstehende Gelassenheit?

JointVon:  Erik Fenderson