Archiv für die Kategorie ‘philosophieren’

Ich las gerade ein Interview mit Swetlana Alexijewitsch, einer Schriftstellerin aus der Ukraine, die in Weißrussland lebt. Daraus ist folgendes Zitat:

Interviewer: Im wohlhabenden Westen glauben viele nicht mehr an eine gute Zukunft und klammern sich an die Illusion einer ewigen Gegenwart oder gar einer besseren Vergangenheit.

Alexijewitsch: Heute macht die Zukunft nur noch Angst. Zum ersten Mal gewinnt die Gegenwart gegenüber der Zukunft. Tschernobyl ist zu einer Metapher geworden: Die Probleme werden immer größer, aber unsere Kultur ist nicht darauf vorbereitet.

Wie denkt ihr darüber? Was hat die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, 1986, oder in Fukushima im Denken verändert? Habt ihr Angst vor der Zukunft? Sollten moralische Bedenken dem technischen Fortschritt Einhalt gebieten / ihn bremsen?

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Anregung zum Philosophieren: Verantwortung

Veröffentlicht: 4. Januar 2015 von FrauSchuetze in philosophieren

Haben wir – jeder einzelne von uns oder als Staat, als Europäer – eine Verantwortung gegenüber anderen Menschen, die weit entfernt sind von uns? Könnten wir solche einer Verantwortung gerecht werden oder überfordert sie uns?
Kann man ethisch korrekt leben? Wie könnte so ein Leben aussehen, auf was müsste man täglich achten?
Angenommen, ihr beantwortet die Frage zum ethischen Leben mit nein – kann man sich Schwerpunkte setzen? In welchen Bereichen ist es einfacher, gut zu Leben und seine Verantwortung wahr zu nehmen, in welchen ist es fast unmöglich?

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(selbst fotografiert, Dresden, Dezember 2014)

Anregung zum Philosophieren: Realität

Veröffentlicht: 4. Januar 2015 von FrauSchuetze in philosophieren

Morpheus aus dem Film Matrix bietet Neo zu Beginn zwei Pillen an: die blaue entlässt ihn zurück in sein altes Leben, in die Bequemlichkeit, in die Gewohnheit. Die rote ist der Beginn eines Trainingsprogramms, das ihn von der Matrix abkoppelt, ihn zu immer tiefgreifenderen Erkenntnissen über die Wirklichkeit führt. Diese Erkenntnisse sind nicht einfach, bringen Enttäuschungen aber auch viele neue Erfahrungen mit sich.

Wenn ihr wählen könntet: welche würdet ihr nehmen?

Und weiter gefragt: gibt es Indizien dafür, dass die Realität das ist, als was sie scheint? Gibt es eine halbwegs objektive Erkenntnis oder ist es legitim, wenn sich jeder seine eigene Realität zusammen bastelt? Welche Folgen, ganz konkret, könnte das im täglichen Zusammenleben haben?

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(selbst fotografiert, Dresden, Dezember 2014)

Anregung zum Philosophieren: Grenzen

Veröffentlicht: 4. Januar 2015 von FrauSchuetze in philosophieren

Gibt es Grenzen (technische, moralische, wissenschaftlich,…), die man nicht überschreiten sollte /darf (als Menschheit insgesamt oder individuell jeder einzelne)? Darf man alles tun, was man kann?

Sind diese Grenzen so eindeutig wie zwischen Meer und Land oder gibt es Grauzonen? Wer entscheidet in diesen Grauzonen?

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(Bild selbst erstellt, Januar 2015)

Philosophie und Ethik zum Hören

Veröffentlicht: 20. Dezember 2014 von FrauSchuetze in Freiheit, Philosophie, philosophieren

Vom Hessischen Rundfunk gibt es aktuell eine Funkkolleg-Reihe zur Philosophie / Ethik zum Hören. Dabei geht es auch um einige ethische Themen, die ihr euch als Prüfungsthemen rausgesucht habt (z.B. Treiben uns die Neurowissenschaft die Freiheit aus?). Dort findet ihr auch ein paar Literaturtipps und Zusammenfassungen.

Viel Spaß beim Hören!

Anregung zum Philosophieren: Schlafwandler?

Veröffentlicht: 10. April 2014 von FrauSchuetze in Anthropologie, Film, philosophieren

 

Hannah

eigenes Foto, CC-by-SA

Im Nachgang zu unserer Diskussion über Eichmann las ich ein Buch über Hannah Arendt. Sie schreibt u.a. sehr direkt:

„Ein Leben ohne Denken ist durchaus möglich; es entwickelt dann sein eigenes Wesen nicht – es ist nicht nur sinnlos, es ist gar nicht recht lebendig. Menschen, die nicht denken, sind wie Schlafwandler.“ (Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes. Das Denken. Das Wollen. München 1998, S. 189f.)

Was meint ihr: ist ein Leben ohne Denken sinnlos? Kann jemand wie Eichmann als nicht-denkender Schlafwandler schuldig sein?

 

Universallösung Neuanfang

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von 4blueberrys in Philosophie, philosophieren

Zum Jahresanfang gehören Neuanfänge einfach dazu – man macht sich gute Vorsätze, will gebildeter, sportlicher, gesünder, … werden. Manch einer möchte sein Leben sogar komplett ändern.

Doch kann man, wenn man grundsätzlich mit seinem Leben unzufrieden ist, einfach alles hinter sich lassen? Ist es möglich, mit seiner Vergangenheit vollkommen abzuschließen und ein von Grund auf neues Leben anzufangen, egal was vorher war?

Und wenn ja, wäre das klug?

Liebe = Glück?

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von schlumpfiinchen in Allgemein, Gerabronn, Gesellschaft, Glück, philosophieren

Liebe = Glück?

Die meisten Leute streben nach Glück und nach der Liebe. Sind diese beiden Ziele nur in Abhängingkeit voneinander erreichbar? Was ist eure Meinung dazu?

Foto: von Allegrina
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode

Wie viel Selbstwertgefühl ist gesund?

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 von dietugend in Anthropologie, philosophieren

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CC by Stano Novak Attribution 2.5 Generic

Ein positives Selbstwertgefühl ist heutzutage ein zu erstrebenswertes Gut, es gilt als Voraussetzung für Selbstvertrauen und somit für ein erfülltes Leben. Selbstvertrauen ist essentiell um Ziele zu erreichen  und mit Niederlagen umgehen zu können, besonders wichtig ist es in unserer Leistungsgesellschaft sich etwas zuzutrauen, um die erforderte Leistung erbringen zu können. Der Grad des Selbstvertrauens ist zeitlich abhängig, er hängt von der momentanen Stimmung ab, die auch von äußeren Umständen beeinflusst wird, doch manche Menschen scheinen ein extrem hohes Selbstwertgefühl zu haben, das „unzerstörbar“ zu sein scheint. Wie viel Selbstwertgefühl  kann gesund beziehungsweise gut sein?

Wir  können oft zwei Extreme vorfinden, ein Mittelmaß ist schwierig zu erreichen.

Viele Menschen trauen sich oft zu wenig zu, sie setzen sich keine schwer zu erreichenden Ziele, da sie diese sowieso nicht erreichen können, so ihre Überzeugung. Wenn wir uns selbst ablehnen, zerstören wir unser Selbstvertrauen und setzen uns so selbst Grenzen, die wir eigentlich überwinden könnten. Oder ein geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass Menschen damit prahlen, was sie alles haben und was sie alles können und andere Menschen schlecht darstellen und emotional erniedrigen, um sich selbst besser zu fühlen.

Ein zu hohes Selbstwertgefühl kann jedoch auch  leicht in Überheblichkeit und Arroganz ausarten und Antipathie bei den Mitmenschen auslösen.

Oft wird ein hohes Selbstvertrauen auch einfach nur vorgespielt, um wahrgenommen zu werden, hier ist  es eigentlich nur ein Ausdruck tiefer Unzufriedenheit und eines geringen Selbstwertgefühls.

Erstrebenswert ist meiner Meinung nach ein starkes Selbstwertgefühl, es ist wichtig um glücklich und zufrieden zu sein und ein erfülltes Leben zu führen. Wir sollten nur nicht mit unseren Fähigkeiten protzen und prahlen und somit dem Selbstwertgefühl anderer schaden. Aber jemand, der wirklich ein positives Selbstwertgefühl hat, hat es doch auch gar nicht nötig zu prahlen oder? Ein zu niedriges Selbstwertgefühl ist schlecht, da es dazu führt, dass wir uns selbst Grenzen setzen und uns selbst ablehnen. „Sich selbst abzulehnen oder gar zu hassen, ist das Selbstschädigendste, was man sich antun kann“ (Quelle)

Es ist wichtig sich selbst zu nehmen wie man ist und optimistisch zu sein. Eine optimistische Sicht auf die Welt macht das Leben einfacher. Wir sollten uns unsere Fähigkeiten bewusst machen und uns nicht ständig mit anderen vergleichen um ein starkes Selbstwertgefühl zu erreichen. Vor allem sollten wir uns nicht von anderen von unserem Weg und unseren Zielen abbringen lassen, nur weil andere Menschen sie uns nicht zutrauen. Grundsätzlich ist es wichtig in Erinnerung zu behalten: „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“ Wir leben nur einmal und sollten die Zeit genießen, die uns bleibt.

Niemand ist perfekt und gerade unsere (vielleicht scheinbaren) Fehler machen uns doch einzigartig oder?

„Das Streben nach Glück“ – Das Ziel des Lebens?

Veröffentlicht: 27. Dezember 2013 von fredlchen in Anthropologie, Glück, philosophieren

(Kurzzusammenfassung des Films bei Wikipedia)

In den USA ist Glück als Freiheitsrecht in der Unabhängigkeitserklärung verankert. Aber hat jeder Mensch die gleichen Chancen auf „Glück“? Und ist das „Streben nach Glück“ der Lebensinhalt jedes Menschen?

Meiner Meinung nach gibt es einen großen Unterschied zwischen „Glück haben“ und „Glücklich sein“.

Glück kann man nicht erzwingen, es kommt oft plötzlich und hat meistens einen materiellen Wert. Zum Beispiel der Lottogewinn, bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:139.838.160, ist ein solches „Glück“, das ich haben kann. Dies kann man weder erzwingen noch kann man irgendetwas tun, damit man größere Chancen auf den Gewinn hat als andere.

Glücklich sein“ dagegen ist meistens nicht von materiellen Dingen abhängig sondern eher von den äußeren Umständen und der Gesellschaft. Nach Aristoteles sind Wohlstand, eine angesehene gesellschaftliche Stellung, Freundschaft, Schönheit, Gesundheit, Weisheit, Tapferkeit und Gerechtigkeit Grundvoraussetzungen für ein Glückliches Leben.

Meiner Meinung nach ist ein Glückliches Leben das Ziel, das jeder in seinem Leben anstrebt und nicht das Glück selbst. Außerdem sind die Voraussetzungen zwar eine Hilfe dies zu erreichen, jedoch finde ich nicht, dass sie Grundvoraussetzungen sind, da sonst fast niemand ein glückliches Leben führen könnte. Es ist zwar ein Vorteil wenn man schön, reich und schlau ist, aber es gibt auch Menschen, die ohne all das glücklich sind. Ein Beispiel dafür sind die Kinder in armen Ländern z.B.: in Afrika, die nichts besitzen, scheinbar nicht einmal eine Zukunft, und trotzdem glücklich auf der Straße spielen. Glücklich mit dem wenigen was sie besitzen.

Ist es nicht sogar möglich, dass sie sogar glücklicher sind als Personen, die alle Grundvoraussetzungen erfüllen, aber sich nicht mit dem zufrieden geben was sie besitzen, sondern nach immer mehr streben?

Führt ihr ein glückliches Leben und sind die Grundvoraussetzungen nach Aristoteles dafür notwendig?