Archiv für die Kategorie ‘Recht&Gerechtigkeit’

1. Organisatorisches
1.1 Diskussion über „Weihnachten im Schuhkarton“
2. Arbeitsblatt „Strafzweck“
2.2 Strafzweck/ Strafrecht (Mindmap)
3. Arbeitsblatt zur Todesstrafe (Vergleich USA, China, Iran)

1. Dung und Nina sind nicht anwesend.

1.1 Simon und Frau Schütze diskutieren über die Frage, ob es sinnvoll ist Pakete mit Weihnachtsgeschenken in den Osten zu armen Kindern zu senden. Es wurden viele Aspekte beleuchtet, doch die Hauptargumente (Pro: „Lieber diese Art der Hilfe, als gar keine Hilfe für die Menschen“
Contra: „Wir zwingen den östlichen Kulturen unsere Werte und unsere Kultur auf“ *sinngemäße Übertragung) blieben erhalten und die Debatte wurde wegen Zeitmangels abgebrochen.

2. Wir haben das Arbeitsblatt „Strafzweck“ bearbeitet. Es beinhaltete eine Beispielhafte Situation, bei der durch die Unachtsamkeit einer Frau großer Schaden durch einen Hausbrand angerichtet wurde. Darunter sind mehrere Mögliche Urteilsvarianten für die Frau aufgelistet, welche man begründet befürworten oder ablehnen sollte.

2.2 Aus der Vorderseite von „Vom Zweck des Strafens“ ging folgende Mindmap hervor: (siehe angehängtes Bild)

3. Wir haben zu diesem Thema einen Hörbeitrag angehört und die Rückseite de Arbeitsblattes „Vom Zweck des Strafens“ bearbeitet.
USA: Die Todesstrafe geht nicht selten mit brutalen Schmerzen einher. Sie wird am häufigsten in Texas angewandt, wobei ein ungleiches Verhältnis der Vollstreckung der Strafe von Stadt zu „Land“ besteht. Die Strafe wird ungleichmäßig eingesetzt.
China: Die dortige Regierung hält die Anzahl der Vollstreckungen geheim (vermutet werden ca 3000Menschen/Jahr). In China herrscht rund um die Todesstrafe Korruption, Folter und mangelnder Widerstand der Bevölkerung. Es ist ein Fortschritt hinsichtlich der Revidierung einiger Urteile zu erkennen. Die Strafe wirkt in China nicht sehr abschreckend.
Iran: Im Iran sind die Hauptgründe für Todesurteile religiösen Ursprungs (Gründe: Homosexualität, Drogenkonsum). Sie werden öffentlich vollstreckt (an Baukränen), doch es ist ein abnehmendes Interesse der Bevölkerung an solchen Hinrichtungen und ein Rückgang der Zahlen bezüglich der Todesstrafe zu beobachten. Im Iran liegt die Urteilskraft beim Opfer (er kann Täter vergeben).

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Die Grünen trieben de Energiewende voran. Gesetze wurden erlassen, zahlreiche Windparks sind schon gebaut und mehr als das 100-fache soll folgen. Genau erforscht und untersucht ist das Projekt jedoch (noch) nicht, klar ist aber bereits jetzt, dass es viele Schattenseiten aufweist. Wälder werden abgeholzt, Lebensräume zerstört, geschützte Tierarten wie der Rotmilan gefährdet und die Gesundheit des Menschen leidet enorm – und das alles um angeblich ein kleines bisschen CO2 zu vermeiden? Wenn dann noch Professoren bezeugen es sei sehr wenig effizient und zudem bestünde das Risiko der um Deutschland weiterhin gebauten AKW’s, so fragt man sich, was das soll.
Natürlich trägt der Mensch die Verantwortung und muss handeln, nicht allerdings zum Leidwesen anderer. Mit Hilfe dem heutigen Stand der Technik und dem enormen know-how könnten Modelle entwickelt werden, die nicht nur auf den ersten Blick sinnvoll aussehen. Der Hintergedanke, die Umwelt zu schonen, ist ethisch nachvollziehbar und entspricht dem Sinn der Ethik, allerdings zählen nicht nur die Motive, sondern mindestens genauso deren Folgen. Jedoch sind die Motive vieler leider auch nicht mehr ethisch vertretbar, wie folgendes Beispiel zeigt: Vor wenigen Wochen wurde in Frankenhardt in Hohenlohe den Rotmilanen Gift beigemischt. Die Folge: Sie starben und die WKA’s können gebaut werden. Ebenso ist es mit der Ausweisung möglicher Flächen. Der Eigentümer kassiert eine Menge Geld, deutlich mehr als er mit Landwirtschaft verdienen würde.
Mein Entschluss steht schon lange fest: Gegen Windkraft in diesem Ausmaß muss etwas getan werden, denn sinnfreies, effizienzloses, Mensch und Tier gefährdendes und damit erst recht nicht ethisch vertretbares gehört nicht in eine fortschrittliche Welt wie unsere, in der man andere, weit aus bessere Möglichkeiten, die zur Energiewende beitragen würden, verwenden.

 

Bild: http://rubikone.de/index.php/component/content/article/12-allgemein/456-2014-02-06-die-zukunftim-jahre-2022-ins-bild-gebracht-m ; 4.12.2014

Primark vs. Manomama

Veröffentlicht: 5. Juli 2014 von fredlchen in Allgemein, Gesellschaft, Recht&Gerechtigkeit

Primark ist einerseits schon lange als Billigkleiderkette bekannt und boomt immer mehr.
Andererseits ist sie auch schon lange bekannt für die Kinderarbeit und die schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhne in ihrer Produktion im Ausland (z.B. Bangladesch).

Der neuste „Skandal“ Primarks wurde jetzt am 25. Juni 2014 bekannt.
Eine Frau hat sich ein Kleid für 12 Euro in der Primarkfiliale in London gekauft. Auf der Suche nach der Waschanleitung ist sie in ihrem Kleid auf einen von Hand eingenähten Zettel gestoßen auf dem folgendes stand: „Forced to work for exhausting hours“ (dt: Gezwungen, stundenlang bis zur Erschöpfung zu arbeiten). Ob er direkt bei der Produktion von einer Näherin oder erst später in England eingenäht wurde ist unbekannt.

Die Käuferin war sich vor dem Fund laut eigener Aussage nicht über die Umstände der Näherinnen bewusst und wird das Kleid nie wieder anziehen.
Es ist ein kurzer Schock für die Öffentlichkeit, jedoch verebbt dieser nach kurzer Zeit schon wieder. Und die Mehrheit der Konsumenten kauft weiterhin bei Kleiderketten wie H&M, New Yorker oder eben Primark ein…

http://www.focus.de/kultur/mode/zwischen-die-etiketten-genaeht-frau-findet-hilfeschrei-einer-naeherin-im-primark-kleid_id_3942759.html

Aber muss das sein? Gibt es denn keine andere Lösung?
Ich muss selber eingestehen, dass die meisten meiner Kleider in meinem Schrank auch von solchen „Billigketten“ stammen. Aber was genau ist es, dass es mir/uns so schwer macht fair hergestellte Kleidung zu kaufen?

Ein Beispiel für fair hergestellte Kleidung in Deutschland ist Sina Trinkwalders ökosoziale Textilfirma „manomama“, die sie 2010 in Augsburg gründete.
Die Stoffe und das Nähgarn, das dort verarbeitet wird ist aus Biobaumwolle und in Deutschland hergestellt worden.
Außerdem ermöglicht sie langjährig arbeitslosen Frauen (z.B. Hausfrauen, Mütter,…) den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zusätzlich stellt sie auch Ausländerinnen und Näherinnen, die auf dem Arbeitsmarkt schlechte Chancen haben, ein.
Jede, eingeschlossen Sieselbst, erhält 10 Euro Stundenlohn.

Sie fing mit einfachen Taschen an und erweiterte ihr Sortiment auf Herren- und Damenkleidung und wenige Accessoires. Ein Kleid kostet allerdings von 39,90 bis 129 Euro, was im Gegensatz zu den 12 Euro von Primark eine ganze Menge ist.

Ihr Buch: „Wunder muss man selber machen – Wie ich die Wirtschaft auf den Kopf stelle“, 1. Auflage erschienen 2013 im Droemer-Verlag
Ihre Website mit Onlineshop: http://www.manomama.de/shop/

Aber ist es das Geld nicht wert? Oder ist es okay, wenn ich auf Kosten anderer und unserer Umwelt meinen Kleiderkonsum auslebe? Kann ich oder könnt auch ihr das mit eurem Gewissen vereinbaren? Denn Wegschauen und Ignorieren ist auch keine Lösung!

Frage zum Sonntag

Veröffentlicht: 13. Januar 2013 von fraumittag in Allgemein, philosophieren, Recht&Gerechtigkeit

Empört euch! – Sind wir in unserer Gesellschaft zu oft zu gehorsam?

„Empört euch!“ ist eine Streitschrift von Stéphane Hessel
zarte 21 Seiten; wurde mir am Freitag von KiraD ausgeliehen. Danke! 🙂

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Recht auf Konsum?

Veröffentlicht: 30. November 2012 von FrauSchuetze in Links, philosophieren, Recht&Gerechtigkeit

Ausgehend vom Link zu Slavery Footprint stellen sich viele Fragen, überspitz kann man es in einer Frage zusammenfassen: Ist Konsum in der heutigen Zeit ethisch vertretbar?

Nachdenken über Nachhaltigkeit

Veröffentlicht: 25. Oktober 2012 von FrauSchuetze in Recht&Gerechtigkeit
Schlagwörter:

Nachdem wir gestern kurz über Sina Trinkwalder gesprochen haben, hier ein Podcast mit ihr, in der sie ihre Intention und ihre Motive erklärt. (Außerdem wettert sie sehr sympathisch gegen alles, was ihr nicht paßt.) Podcast-Link

Sie twittert auch ganz ausgiebig unter @manomama

Protokoll (Gerechtigkeitstheorien) vom 26.9.2012

Veröffentlicht: 30. September 2012 von sandrairena in Protokolle, Recht&Gerechtigkeit

Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs

Sitzung: 26.09.2012, 7.45 Uhr – 9.20 Uhr

Anwesende: 9 Schüler/innen, 1 Lehrerin, 1 Referendar

Thema: Recht und Gerechtigkeit

Protokollant: S.V. (28.09.2012)

Ablauf der Doppelstunde:

Die Doppelstunde begannen wir mit dem Ultimatum-Spiel. Nach unserer Deutung der verschiedenen Ergebnisse dieses Spiels, hörten wir uns eine Radiosendung zum Thema „Gerechtigkeit im Wandel der Zeit“ an und hielten die Gerechtigkeitsvorstellungen einiger Philosophen auf einem Arbeitsblatt die Gerechtigkeitstheorien anhand einer Tabelle fest. Zum Schluss suchten wir zu dem Film Balance andere Handlungsmöglichkeiten, die gerecht sind und spielten sie uns gegenseitig vor.

Zum Ultimatum-Spiel:

Spielregeln: Ziel ist es, 1000€ gerecht untereinander aufzuteilen. Person A darf entscheiden, wie viel Person B bekommt. Person B darf dem Vorschlag zustimmen oder ablehnen. Wenn B ablehnt, bekommen beide nichts. Wenn B zustimmt, bekommen beide den vereinbarten Betrag. Person C beobachtet und protokolliert. In jeder Spielrunde werden die Rollen gewechselt.

ERGEBNIS   nach 10 Spielrunden Person A (Summe) Person B (Summe)
Gruppe 1 4.160 € 2.840 €
Gruppe 2 2.405 € 2.595 €
Gruppe 3 2.950 € 4.050 €

→ Die Unterschiede entstanden durch

  • Unzufriedenheiten
  • eigene Vorteile
  • Ausprobieren verschiedener Varianten.

Radiosendung „Gerechtigkeit im Wandel der Zeit“ (15 Minuten):

( → http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/gerechtigkeit-wandel-philosophie100.html )

→       Spieltheorie: Forschung des Entscheidungsverhaltens von Menschen besagt, dass die meisten Menschen Angebote bei mehr als 30% Verlust ablehnen, beim Ultiamtum-Spiel also auf bis zu 300€ verzichten  würden.

Während dieser Sendung füllten wir u.a. das Arbeitsblatt zu Rousseau aus:

→  http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/ethik-und-philosophie/gerechtigkeit-wandel-philosophie-einsatz-im-unterricht100.html

Gerechtigkeitstheorien:

Freiheit = Liberalismus (hier: Antike) Gleichheit = Egalismus (hier: Neuzeit)
Aristoteles:„Eine Gerechtigkeit so wunderbar schön (…).“

  • Verteilung der Privilegien im Staat

(Zoon politikon)

  • Gerechtigkeit als gesellschaftliche Funktion, höchste und vorzüglichste Tugend
  • zentrales Element der Gerechtigkeit ist die Gleichheit
    • vor Gericht sind alle gleich
    • im Staat nach Leistung
Rousseau:„Durch die gänzliche Selbsthingabe jedes Gesellschaftsgliedes mit allen seinen Rechten an die Gesamtheit ist das Verhältnis für alle gleich.“

  • Gesetze, Gewaltmonopol des Staates

         (volonté generale)

  • Idee des Gemeinwillens bildet demokrat. Grundlage des Staates
  • alle Bürger unterstellen ihren Willen dem Gemeinwillen

→ keine Einzelgewalt mehr

→ Bindung aller an Gesetze

→ jeder unterwirft sich der Gemeinschaft

alle sind gleich = wahre Freiheit

Platon:„Jedem das Seine.“

  • Ursprung der Gerechtigkeit liegt in der Seele des Menschen
  • insgesamt gibt es 3 Seelenteile (s. Link)
Hobbes:„Der Mensch ist des Menschen Wolf.“

  • Leviathan
  • Krieg aller gegen alle
  • institutionelle Gerechtigkeit
  • Ziel: Schutz der Menschen voreinander und Umsetzung der Aufklärungsgedanken

→ Zusammenfassung der antiken Philosophie als 3 Grundsätze:

  1. Lebe ehrenhaft. (honeste vive)
  2. Tue niemandem Unrecht. (neminem laede)
  3. Gib jedem das Seine. (suum cuique tribul)
Kant:„Recht ist der Inbegriff der Bedingungen, unter denen man die Willkür der einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinem Gesetz der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“

  • kategorischer Rechtsimperativ: „Handle äußerlich so, dass der freie Gebrauch deiner Willkür mit der Freiheit von jedermann nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen könne.“

Unsere Handlungsmöglichkeiten zum Film BALANCE:

( → http://www.youtube.com/watch?v=3vpmuMHor6Q )

Gruppe 1:  nach Rousseau → Mensch ist gut und friedlich

Die Kiste wird geangelt und daraufhin balancieren alle das Gleichgewicht aus. Derjenige, der die Kiste geangelt hat, schiebt diese in die Mitte und wieder halten alle anderen das Gleichgewicht. Dann gehen alle gemeinsam und Schritt für Schritt zu der Kiste, sodass sie alle begutachten können.

Gruppe 2:  nach Hobbes → Mensch ist böse und egoistisch

Nach dem Angeln der Kiste möchte jeder diese für sich haben und sie streiten alle miteinander. Ein „Bestimmer“ wirft dann die Kiste weg, sodass alle leer ausgehen.

Möglichkeit 3:  nach Rousseau

Gerechtigkeit bedeutet Gleichheit und deshalb bekommt jeder der 5 Figuren eine Kiste für sich durch den Staat.

→ In diesem Fall ist es jedoch sehr schwierig aus einer Musikbox fünf zu machen!